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Nach der Palm-Übernahme: HP setzt auf webOS

Palm-Betriebssystem auch für Tablets und Netbooks
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Wie berichtet wird der krisengeschüttelte Smartphone-Hersteller Palm vom Elektronikkonzern HP übernommen. Dabei zielt HP nicht nur auf die Marke Palm ab, sondern vor allem auch auf das im vergangenen Jahr eingeführte webOS-Betriebssystem, das als Nachfolger des früheren Palm-OS eingeführt wurde.

HP will webOS fortführen und auch neue Endgeräte mit diesem Betriebssystem auf den Markt bringen. Die Firmware wird auch weiterentwickelt und soll künftig weitere Features bekommen. Bei Palm bereits in Vorbereitung befindliche Smartphones sollen ebenfalls in den Markt gebracht werden und auch neue Handys mit dem webOS-Betriebssystem soll es in Zukunft geben.

Darüber hinaus will HP die neue Firmware auch auf Tablet-PCs und Netbooks bringen. So könnte webOS auch zu einer Alternative zu Windows 7, dem iPhone-OS und dem geplanten Chome-OS für mobile Computer und Multimedia-Handhelds werden.

Palm wollte das Pre als iPhone-Konkurrenten etablieren

Palm hatte webOS ursprünglich entwickelt, um mit Handys wie dem Palm Pre oder dem Palm Pixi Mitbewerbern wie Apple mit dem iPhone und Google mit der Android-Plattform Paroli zu bieten. webOS verfolgt das Konzept, dass das jeweilige Endgerät permanent mit dem Internet verbunden ist. So synchronisiert das System Daten wie E-Mails, Termine und Adressen kontinuierlich über den am Smartphone vorhandenen Online-Zugang.

In einem persönlichen Profil des Nutzers werden alle Einstellungen gespeichert. Diese Daten stehen nicht nur lokal auf dem Handy, sondern auch auf einem zentralen Server zur Verfügung. Meldet sich der Anwender an einem neuen Smartphone an - beispielsweise nach einem Gerätetausch - so werden alle Daten und Einstellungen wieder so hergestellt, wie sie auf dem bisherigen Telefon vorhanden waren.

Neuer Anreiz für Software-Entwickler?

Wenn HP nun webOS auch für Tablet-PCs und Netbooks einsetzen möchte, könnte dies auch ein Anreiz für Software-Entwickler sein, um neue Anwendungen für die von Palm entwickelte Plattform bereitzustellen. Zuletzt hatten sich namhafte Anbieter wie DataViz von webOS zurückgezogen.

Das Office-Paket Documents-to-Go von DataViz ist auf den aktuellen Palm-Smartphones in einer Light-Version, mit der sich Dokumente nur anzeigen, aber nicht bearbeiten lassen, vorinstalliert. Eine kostenpflichtige Vollversion sollte folgen. Dieses Projekt wurde jedoch zunächst zurückgestellt.

Auch Instant-Messenger-Anbieter sind bislang eher zurückhaltend mit Angeboten für webOS. Einzig IM+ von Shapeservices ist für die Palm-Handys verfügbar. Der Agile Messenger ist seit Ende letzten Jahres angekündigt, aber nach wie vor nicht verfügbar. Weitere Anbieter wie Fring und Nimbuzz haben vorerst nicht geplant, Anwendungen für webOS zu entwickeln.

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