Webhosting

Jimdo, Wix und Weebly: Webhosting für Freelancer

Webhoster machen überall im Internet auf sich aufmerksam. Doch sind die Gratis-Hoster für Freiberufler und Startups wirklich empfehlenswert? Wir haben uns die bekanntesten Dienste genauer angeschaut.
Von Björn König
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Kostenlose Angebote lohnen sich in der Regel nur für eine private Homepage Kostenlose Angebote lohnen sich in der Regel nur für eine private Homepage Gutes Marke­ting ist insbe­son­dere zu Beginn der Selbst­stän­dig­keit schon die halbe Miete, schließ­lich geht es um erfolg­reiche Kunden­ak­quise. Wer als Frei­be­rufler im Netz Geld verdienen will, muss umso mehr auf eine gute Online-Präsenz achten. Ganz beson­ders gilt das, wenn sogar nicht nur Dienst­leis­tungen, sondern auch Waren im Netz verkauft werden sollen. Auf der anderen Seite haben gerade auch Startup-Unter­nehmer nichts zu verschenken und müssen den Cent mehr­mals umdrehen. Die monat­li­chen Fixkosten müssen möglichst niedrig sein und gerade bei den Kosten für Internet und Tele­kom­mu­ni­ka­tion gibt es in der Regel viel Einspar­po­ten­zial. Doch lohnt es sich wirk­lich beim Hosting zu sparen? Wir haben einen Blick auf die aktuell am Markt verfüg­baren und bekann­testen, kosten­losen All-In-One-Lösungen geworfen. Lohnt sich die Anmel­dung bei Jimdo, Wix sowie Weebly oder sollte man doch besser den einen oder anderen Euro für profes­sio­nelles Hosting auf die Seite legen?

Jimdo

Mit ihrem WYSIWYG-Website­bau­kasten bietet das Hamburger Internet-Unter­nehmen Jimdo eine beson­ders einfache Möglich­keit, selbst ohne große Kennt­nisse eine anspre­chende erste Internet-Präsenz aufzu­bauen. Bereits in der kosten­freien Version gibt es zahl­reiche Tools mit denen auch Frei­be­rufler ohne Kosten­auf­wand online Präsenz zeigen können. So sind zum Beispiel zahl­reiche verschie­dene Layouts für unter­schied­lichste Geschäfts- und Darstel­lungs­stile mit an Bord.

Bedenken sollte man aller­dings, dass die Vorlagen insge­samt wenig indi­vi­duell anmuten. Grund­sätz­lich bietet Jimdo zwei unter­schied­liche Tools an: Dolphin, welches sich an Nutzer ohne jegliche Vorkennt­nisse richtet, sowie dem Jimdo Creator, einen klas­si­schen Website-Baukasten für versier­tere Nutzer. Premium-Pakete werden ab jeweils 5 bzw. 9 Euro ange­boten. Wichtig zu wissen: Wer auf seiner Home­page einen Blog oder Shop starten will, sollte das Produkt Jimdo Creator auswählen, da die Lösungen derzeit nach Angaben des Unter­neh­mens nicht im Rahmen von Dolphin verfügbar sind. Für Selbst­stän­dige empfiehlt Jimdo mindes­tens das Paket "Busi­ness", welches neben einer kosten­losen Domain im ersten Jahr unbe­grenzten Spei­cher­platz und Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung enthält. Poten­zi­elle Kunden beglei­chen den Tarif in jähr­li­cher Abrech­nung.

Wix

Bei dem israe­li­schen Webspace-Anbieter wix.com handelt es sich eben­falls um einen leicht zu nutzenden Home­page-Baukasten, der in den Grund­zügen durchaus mit Jimdo zu verglei­chen ist. Wer einen Online-Shop nutzen möchte, zahlt hier jedoch mindes­tens 16,16 Euro im Monat. Dafür gibt es dann 20 GB Spei­cher­platz für die eigene Home­page sowie unbe­grenzte Band­breite. Aufbau und Funk­ti­ons­weise glei­chen denen anderer WYSIWYG-Editoren, eine beson­dere Stärke sind jedoch die Darstel­lungs­mög­lich­keiten auf mobilen Endge­räten, insbe­son­dere Smart­phones. Wix stellt rund 500 verschie­dene Design­vor­lagen für unter­schied­lichste Bran­chen- sowie Unter­neh­mens­zwecke bereit. Inter­es­sant erscheint außerdem das Feature "Wix Touch" mit dem es ohne großen Zeit­auf­wand möglich sein soll, eine eigene mobile App zu erstellen. Im Hinblick auf den Komfort und die Seiten­er­stel­lung hinter­ließ Wix insge­samt einen etwas über­sicht­li­cheren und aufge­räum­teren Eindruck. Nicht zuletzt ist die Bedie­nung für Anfänger zugäng­li­cher. Inter­es­sant für Free­lancer und Star­tups sind die viel­sei­tigen Tools vom SEO-Assi­stant bis hin zum Email-Marke­ting mit Shou­tOut sowie Event­brite, einer Möglich­keit zum Online-Verkauf von Veran­stal­tungs­karten.

Weebly

Dritter im Bunde ist der US-Dienst Weebly. Der Webhoster aus San Fran­cisco wurde speziell zur Nutzung für Online-Shop­ping konzi­piert. Dementspre­chend sind auch die inhalt­li­chen Analy­se­tools zu Umsätzen beson­ders umfang­reich. Klein­un­ter­nehmer und Shops buchen bei Weebly übli­cher­weise das Paket Busi­ness, welches mit 23 Euro im Monat jedoch nicht zu den güns­tigsten Möglich­keiten gehört, als Frei­be­rufler mit einem Website-Baukasten durch­zu­starten. Dafür gibt es jedoch eine Reihe nütz­li­cher Features, wie beispiels­weise unbe­grenzten Spei­cher­platz, Bezahl­vor­gang über die eigene Domain (welche im Paket kosten­frei enthalten ist) sowie Guthaben für Google AdWords und eine unbe­grenzte Anzahl an Produkten. Im Hinblick auf die verfüg­baren Designs, den Funk­ti­ons­um­fang und die Bedie­nung ist der WYSIWYG-Editor durchaus mit den anderen beiden Mitbe­wer­bern vergleichbar. Wer zunächst sparen möchte, kann wie selbst­ver­ständ­lich auch bei Weebly zunächst mit einem kosten­losen Paket beginnen, dafür gibt es dann aber auch nur sehr dürf­tige 500 MB Spei­cher­platz, Werbung und ledig­lich eine Unter­do­main.

Fazit

Prin­zi­piell ist bei den drei genannten Anbie­tern ein kosten­loser Einstieg möglich. Wirk­lich sinn­voll nutzen kann man die Dienste als Frei­be­rufler bzw. Selbst­stän­diger aber nur in höher­wer­tigen Paketen, wobei diese sich dann unter Umständen auf einem Preis­ni­veau bewegen, zu dem man auch bei anderen profes­sio­nellen Webhos­tern einsteigen kann. Bedenken sollte man außerdem, dass der Support bei den Produkten nicht unbe­dingt mit denen von anderen profes­sio­nellen Hostern vergleichbar ist. Oft gibt es bei kosten­losen oder güns­ti­geren Paketen nur einen Chat- oder Commu­nity-Support. Aber gerade der persön­liche Kontakt am Telefon ist für (ange­hende) Unter­nehmer beson­ders wichtig. Aus unserer Sicht dürften sich die zuvor genannten Dienste allein aufgrund von kosten­freien Ange­boten bzw. den Website-Baukästen nicht für profes­sio­nelle Anwender lohnen. Wer jedoch trotzdem einsteigen möchte, sollte gleich zu einem der kosten­pflich­tigen Ange­bote mit passendem Funk­ti­ons­um­fang greifen. Denn die kosten­losen Ange­bote lohnen sich wirk­lich nur für eine private Home­page.

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