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Hands-On: Honor View 20 mit Displayloch & 48 Megapixel

Die Notch war In. Die Betonung liegt auf der Vergangenheitsform. Jetzt kommen so langsam die Displaylöcher in Mode. Honor gehört mit dem View 20 zu den ersten. Wir konnten uns das Smartphone auf einem Event in Paris näher anschauen.
Aus Paris berichtet
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Die Pene­tranz, die so manche Smart­phone-Displays mit Notch ausstrahlen, ist mitunter schlicht erdrü­ckend, zu stark ragen die Ausspa­rungen in den Bild­schirm hinein. Gewohn­heits­denker können sagen, was sie wollen, beim Video­streaming, Fotos schauen oder Surfen stören sehr breite Display­einkerbungen schlicht. Da wirken Einker­bungen, die einem Wasser­tropfen glei­chen deut­lich dezenter und freund­li­cher - so wie beispiels­weise beim OnePlus 6T oder dem Honor 10 lite. Die klei­nere Notch macht sich neben letz­terem weiter im Mittel­klasse-Segment breit, beispiels­weise beim Huawei P Smart 2019. Bei der Defi­ni­tion eines Full-View-Displays fällt die kleine Einker­bung dann auch gar nicht mehr so sehr ins Gewicht.

Smart­phone-Hersteller wie Honor zeigen, dass es noch eine weitere Möglich­keit gibt, das Display so groß wie möglich ohne Einschrän­kungen erscheinen zu lassen. Das Honor View 20 macht es vor: Loch statt Notch. Um auf die Front­ka­mera nicht zu verzichten, wandert diese in Form eines kleinen Display­lochs in die linke obere Ecke. Ein unauf­fäl­liger Stil, den auch Konkur­rent Samsung im Galaxy A8s verfolgt und der bei den Südko­rea­nern als Infi­nity-O bezeichnet wird.

Das Display des Honor View 20 ist 6,4 Zoll groß
Das Display des Honor View 20 ist 6,4 Zoll groß
Das View 20 wurde bereits Anfang Dezember in China sowie auf der Consumer Elec­tro­nics Show in Las Vegas vorge­stellt. Ein Event mit dem Motto "See the unseen" in Paris gilt als Start­schuss für die Verbrei­tung auf dem euro­päi­schen Markt. Nicht nur das Display­loch ist ein großes High­light der Huawei-Tochter, sondern auch die Dual-Kamera mit 48 Mega­pi­xeln. Will man das View 20 in eine Kate­gorie stecken, so ist es ange­sichts der Features und der Preis­ge­stal­tung Honor erstes Premium-Smart­phone - wie der Hersteller auch selbst betont. Damit seien aber die Mittel­klasse-Geräte keines­wegs abge­wertet. Auch hier hüllt sich so manches Gerät aus dem Mittel­feld in einen Premium-Pelz. Ein Beispiel dafür ist das Honor 8X.

Das Honor View 20 konnten wir uns auf einem exklu­siven Honor-Event in der fran­zö­si­schen Haupt­stadt ansehen. Das Event fand im Konzert­saal Salle Pleyel in der Nähe der berühmten Champs-Élysées statt. Mehr zum Event lesen Sie in einem Live-Bericht. Details zum Honor View 20 lesen Sie im nach­fol­genden Hands-on. Als Test­gerät lag uns das Smart­phone in der Farbe Phantom Blue mit einer Spei­cher­kon­fi­gu­ra­tion von 8 GB RAM und 256 GB interner Spei­cher­ka­pa­zität vor. Näheres zu weiteren Versionen und Farb­va­ri­anten lesen Sie am Ende des Hands-ons.

Haptik und Verar­bei­tung

V-Optik der Rückseite. Die Farben sind in real kräftiger und lebendiger
V-Optik der Rückseite. Die Farben sind in real kräftiger und lebendiger
Das View 20 ist mit den Abmes­sungen 156,9 mm x 75,4 mm x 8,1 mm ein Phablet. Das Glas­ge­häuse ist mit einer Dicke von 2,7 mm aber sehr schmal, wodurch das Smart­phone beinahe fili­gran wirkt. Als wir es neben ein iPhone 8 legten, wirkte es gar nicht so sehr viel größer und ist damit nicht auch nicht unhand­lich. Das mag auch an dem vergleichs­weise geringen Gewicht von 180 Gramm liegen, was das View 20 noch porta­bler erscheinen lässt. Andere Smart­phone-Kollegen bringen da deut­lich mehr auf die Waage. Über die tadel­lose Verar­bei­tung lässt sich nichts nega­tives sagen. Hier wird nicht nur Premium-Optik propa­giert, sondern demons­triert. Auffällig ist das Design der Rück­seite. Durch schim­mernde Licht­re­fle­xionen entsteht eine futu­ris­ti­sche 3D-Optik. Das ist sehr schick und unter­streicht die Ober­klasse-Kate­gorie, in die das View 20 einge­ordnet werden will.

Display

Das Display des Honor View 20 misst 6,4 Zoll. Insge­samt schafft es das Smart­phone auf eine Screen-to-Body-Ratio von 91,8 Prozent im Format 19,5:9. Die Auflö­sung liegt bei 1080 mal 2310 Pixel. Im Hands-on wirkte das Display scharf und kontrast­reich und stellte Farben natür­lich und nicht zu knallig dar. Die Display­ränder sind ange­nehm schmal, beson­ders auch der untere Bereich, der nicht viel größer wirkt als der obere Display-Bereich.

Display-Loch statt Notch: Das Honor View 20
Display-Loch statt Notch: Das Honor View 20
Für Multi­media-Anwen­dungen wie Videos streamen, Filme anschauen, Foto-Shows und Gaming scheint das Display des Honor View 20 präde­sti­niert. Im Test schauten wir uns ein Video an und bemerkten erst­malig in der Praxis den Vorteil eines Notch-losen Displays. Selbst wenn es Nutzer geben sollte, die sich auch an einem Loch im Display stören sollten, können sie das Honor View 20 im Quer­format gehalten einfach mit dem Daumen der linken Hand abde­cken. Beein­dru­ckend: Beson­ders bei dunklen Szenen in einer Video-Sequenz entsteht der Eindruck, als hätte der Nutzer nur noch Display in der Hand.

Auf der nächsten Seite schauen wir uns weitere Leis­tungs­merk­male sowie das Kame­ra­system an.

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