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Honors erstes Premium-Smartphone: Das View 20 im Test

Nach der offiziellen Präsentation des View 20 in Paris durften wir Honors erstes Premium-Smartphone nach Berlin chauffieren. Anschließend geleiteten wir es ins Testlabor.
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Honor verwendet Huaweis aktuellen Kirin-980-Prozessor für das View 20. So sprechen die ermittelten Werte in unserem Test auch eine ähnliche Sprache wie zum Beispiel beim Mate 20 Pro: Im Geekbench-Benchmark Single-Core kam ein Wert von 3224 raus, beim Mate 20 Pro 3352, im Multi-Core erreichte das View 20 9600 Punkte, 9920 Punkte schaffte das Mate 20 Pro. In unserem teltarif.de-Browser-Benchmark erreichte das Honor-Smartphone einen Wert von 168, das Huawei-Handy kam auf 198.

Homebutton und Lautstärketasten
Homebutton und Lautstärketasten
Je nach Ausstattung verfügt das Honor View 20 über 6 oder 8 GB Arbeitsspeicher. Die Version mit kleinerem RAM hat eine interne Speicherkapazität von 128 GB, die Premium-Version mit 8 GB hat 256 GB Speicherplatz. Selbst die 128 GB Speicherplatz dürften für die meisten Nutzer - auch im Hinblick auf die Möglichkeit der Datenspeicherung in der Cloud - ausreichen. Da ist es auch nicht weiter dramatisch, wenn sich der interne Speicher nicht per microSD erweitern lässt.

Die Akkukapazität liegt bei üppigen 4000 mAh. Der Stromspeicher lässt sich per schnellem Laden a la Huawei SuperCharge mit 22,5 Watt wieder befüllen.

Im Gaming-Test spielte das View 20 seine Power aus. Sowohl das Arcade Rennspiel Asphalt: 9 Legends als auch PUBG Mobile liefen flüssig und sahen hervorragend aus mit kräftigen Farben und hohem Kontrast. Wir haben übrigens beide Spiele parallel heruntergeladen. Der Download ging zügig. Beim Zocken im Querformat wird der Vorteil des Display-Lochs nicht nur dadurch spürbar, dass es eben keine Notch mehr gibt, das Loch wird darüberhinaus von der linken Hand abgedeckt, wenn der Daumen für Spielinteraktionen genutzt wird. Im Test bei PUBG Mobile verdeckte das Displayloch allerdings einen Spielernamen. Das ist aber nicht weiter dramatisch gewesen, zeigt aber, dass Apps erstmal an neue Displaytechnologien angepasst werden müssen.

Klinkenanschluss auf der Oberseite
Klinkenanschluss auf der Oberseite
Ein schnelleres Spieleerlebnis soll durch die Implementation einer Turbo-Technologie erzeugt werden. GPU Turbo 2.0 (beziehungsweise GPU Turbo als frühere Version zum Beispiel im Honor Play) nutzt Honor bereits in anderen Smartphones und soll die Leistung beim mobilen Gaming optimieren. Beim View 20 soll sich so die Berührungsempfindlichkeit um bis zu 55 Prozent steigern lassen und ein 19 Prozent schnelleres Wischerlebnis entstehen. Das sind zwar nur Zahlen auf dem Papier, der Praxistest zeigt: Gaming auf dem View 20 ist flüssig und macht Spaß, Performanceeinbrüche gab es nicht und das Display kann ohne Druckaufwand bedient werden. Ob das jetzt rein am GPU-Turbo 2.0 liegt oder am Zusammenspiel mehrerer Komponenten sei dahingestellt. Zu den vom GPU Turbo 2.0 unterstützten Spielen gehören Vainglory, Arena of Valor, NBA2K18, PUBG Mobile, Mobile Legends und Rules of Survival. Das beliebte Spiel Fortnite soll sich in einer speziellen Version mit 60 Bildern pro Sekunde auf dem View 20 spielen lassen. Eine entsprechende Version ist aktuell aber noch nicht verfügbar.

Kamera und Testbilder

48 Megapixel-Kamera auf der Rückseite
48 Megapixel-Kamera auf der Rückseite
Die Hauptkamera auf der Gehäuserückseite setzt sich aus einem Sony-IMX58-Sensor mit 48 Megapixeln mit f/1.8-Blende und einem 3D-Sensor zusammen. Für Selfies steht ein Modul mit 25 Megapixeln zur Verfügung. So viel zur Theorie. Die Testbilder haben wir mit den Standardeinstellungen gemacht. Das Zutun künstlicher Intelligenz der AI-Kamera behandeln wir gesondert, die Bewertung richtet sich aber nach wie vor in unserem Testverfahren nach den Standardeinstellungen der Kamera-App.

Haupt-Kamera

Bei guten Lichtverhältnissen liefert die Hauptkamera ein ebenso gutes Ergebnis. Die Farbquadrate sind in ihrer jeweiligen Farbe sehr gut zu erkennen und schön kräftig, natürlich und nicht zu überblendet. So ist es auch bei der Test-Rose der Fall. Die rote Blüte ist kräftig, sehr natürlich und an vereinzelten Blättern nur leicht schattig. Die Blütenstengel sind sehr gut voneinander differenziert dargestellt und verschwimmen nicht in einem Brei. Die grünen Blätter und der Stengel könnten stellenweise etwas heller sein, aber das wäre Kritik auf hohem Niveau. Die Körnung der weißen Hintergrundtapete ist größtenteils gut zu erkennen und nur an den Seiten etwas zu weich gezeichnet.

Nehmen die Lichtverhältnisse ab, sinkt leider die Qualität der Aufnahme. Hier hätten wir von einem Premium-Smartphone wie Honor es bewirbt, mehr erwartet. Die meiste Kritik geht zulasten der Darstellung der Test-Rose. Der Blütenkopf ist viel zu dunkel und verschwommen, die Blütenstengel lassen sich nicht mehr erkennen. Blätter und Stengel sind ebenfalls zu dunkel dargestellt. Die weiße Hintergrundtapete geht noch, weil die Körnung sichtbar bleibt, verschwindet an den Seiten aber auch. Die Farbquadrate sind zwar noch gut zu erkennen, sind aber etwas zu dunkel. Besonders das braune nähert sich sehr stark an das schwarze an.

Selfie-Kamera

Das Selfie-Ergebnis bei gutem Licht ist gut. Die Hautfarbe im Gesicht des Testobjekts sieht im Großen und Ganzen zwar natürlich aus, hat aber einen leicht gräulichen Touch. Die braunen Haare dagegen sehen natürlich aus, die bunten Farben des Halstuchs wirken ein wenig blass und könnten entsprechend kräftiger sein. Die Körnung der weißen Hintergrundtapete ist gut zu erkennen.

Bei Dunkelheit steht die Abbildung des Gesichts klar im Vordergrund. Unnatürlich sieht die Gesichtsfarbe nicht aus, geht aber genau wie bei ausreichendem Licht in eine gräuliche Richtung. Der Haaransatz oben verschwimmt etwas zu sehr mit dem Hintergrund, die Körnung ist nicht mehr zu erkennen. Das Bild ist aber keineswegs schlecht. Das Gesicht der Testpuppe ist nicht zu überblendet, die Darstellung ist klar.

Auf der nächsten Seite gehen wir auf die AI-Kamera sowie Sound, Telefonie, Konnektivität und Sensorik ein. Außerdem lesen Sie das Testfazit.

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