Ausprobiert

Honor Magic im Kurz-Test: Smartphone mit magischer Oberfläche

Das Honor Magic sorgt mit seiner magischen Oberfläche und dem Iris-Scanner für ein besonderes Bedien-Erlebnis. Wir haben uns das Honor Magic im Hands-On-Test angesehen.
Vom Mobile World Congress in Barcelona berichtet
AAA
Teilen (20)

Honor Magic im Hands-On-TestHonor Magic im Hands-On-Test Das Honor Magic ist aktuell zwar noch nicht in Deutschland verfügbar, es könnte aber schon bald bei uns zu haben sein. Denn häufig bringt Honor seine in China präsentierten und gut laufenden Modelle auch bei uns auf den Markt. Mit seinem besonderen Design hebt sich das Honor Magic von anderen Smartphones des Herstellers ab. Denn das Gerät hat nicht nur einen gebogenen Bildschirm, es besitzt auch einen Home-Button, in dem der Fingerabdrucksensor untergebracht ist. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hatten wir die Gelegenheit, uns das Magic näher anzusehen. Ob wir die Magie im Smartphone gefunden haben, verraten wir im Folgenden.

Honor Magic mit Pseudo-Edge-Screen

Das Honor Magic besitzt ein gebogenes Display, das aber kein klassisches Edge-Display ist wie wir es beispielsweise von Samsung kennen. Vielmehr verwendet Honor ein zu den Seiten hin gebogenes Cover-Glas, um den außergewöhnlichen Look zu erzielen. Der Bildschirm hat eine Diagonale von 5,1 Zoll und löst 1440 mal 2560 Pixel auf. Honor setzt beim Magic auf die SuperAMOLED-Technologie. Die Darstellung überzeugt durch satte Farben und ist scharf und kontrastreich.

Das Design des Honor Magic ist hochwertig, allerdings überzeugt eher die Vorderseite. Die Rückseite wirkt hingegen etwas leer, die beiden Kamera-Linsen der Dual-Kamera erscheinen verloren. Am rechten Rand finden sich die klassischen Tasten für die Lautstärkeregelung sowie der Power-Button, der Slot für die SIM-Karte ist allerdings am unteren Rand angebracht.

Gut zu sehen: Das abgerundete Cover-Glas des Honor Magic
Gut zu sehen: Das abgerundete Cover-Glas des Honor Magic

Technische Daten

Technisch kann das Honor Magic überzeugen, auch wenn keine ganz aktuelle Ausstattung zum Einsatz kommt. Der Hersteller setzt auf den Kirin 950 (4 x 2,3 GHz Cortex A72 sowie 4 x 1,8 GHz Cortex A53), der sich in verschiedenen Modellen bereits bewähren konnte und durch seine solide Leistung besticht. Dem Prozessor stehen 4 GB Arbeitsspeicher zur Seite und es gibt 64 GB internen, allerdings nicht erweiterbaren Speicher. Die Kombination aus leistungsstarkem Octa-Core-Prozessor und 4 GB RAM sorgte im Hands-On für einen flotten Betrieb und ein ruckelfreies Scrollen durch die Homescreens und durch Webseiten.

Honor Magic mit Fingerabdrucksensor im Home-Button
Fingerabdrucksensor im Home-Button
Honor hat das Magic mit einem zweiten SIM-Karten-Slot ausgestattet, der das Gerät zum Dual-SIM-Smartphone macht. Es unterstützt WLAN a/b/g/n/ac sowie LTE, wobei wir vom ausgestellten Modell keine Rückschlüsse auf die maximale Geschwindigkeit und die unterstützten Frequenzen ziehen konnten.

Der Akku des Magic ist fest eingebaut und hat eine Kapazität von 2900 mAh. Das erscheint für ein Gerät mit QHD-Display und dieser Ausstattung etwas wenig, die genaue Laufzeit konnten wir allerdings noch nicht prüfen. Ist der Akku leer, wird über USB C geladen – dank eines leistungsstarken Netzteils soll dies besonders schnell funktionieren.

Der untere Rand des Honor Magic, inklusive SIM-Slot
Der untere Rand des Honor Magic, inklusive SIM-Slot

Magic Live UI soll für Magie sorgen

Auf dem Honor Magic läuft Android 6.0 Marshmallow. Statt auf die bekannte Oberfläche Emotion UI setzt Honor beim Gerät auf eine Alternative namens Magic Live UI. Die Oberfläche wurde mit einer Reihe interessanter Funktionen bestückt, die ihr Potenzial im Zusammenspiel mit dem Iris-Scanner entfalten. Erkennt das Smartphone seinen Nutzer anhand des Augen-Scans, lassen sich Nachrichten direkt auf dem Lock-Screen lesen - bei allen anderen bleibt das Display schwarz. Der Iris-Scanner verfolgt beim Lesen die Position des Auges und scrollt ganz automatisch durch den Text. Mittels Auge lässt sich das Smartphone zudem entsperren - eine Alternative zum im Home-Button untergebrachten Fingerabdrucksensor.

Es gibt weitere intelligente Funktionen: So registriert das Honor Magic beispielsweise, wenn es dunkel wird und blendet in diesem Fall das Taschenlampensymbol für einen schnellen Zugriff auf die Leuchte auf dem Display ein. Weitere Neuerungen umfassen die Kamera-App, die wir im Hands-On aber nicht in vollem Umfang begutachten konnten.

Dual-Kamera auf der Rückseite
Dual-Kamera auf der Rückseite
Bleiben wir bei der Kamera: Das Honor Magic verfügt über eine Dual-Kamera mit zwei Linsen, die jeweils 12 Megapixel und eine f/2.2-Blende bieten. Zudem kommt - wie von Huawei und Honor bereits bekannt - ein farbiger Sensor sowie ein monochromer Sensor zum Einsatz. Durch die unterschiedlichen Sensoren lassen sich Bilder mit besonderen Effekten und mehr Tiefenschärfe aufnehmen. Der Profi-Modus der Kamera-App erlaubt dem Nutzer zudem die manuelle Einstellung des ISO, der Belichtungszeit, des Fokus etc. Es gibt einen Dual-LED-Blitz sowie einen Phase-Detection-Autofokus. Für Selfie-Aufnahmen steht eine 8-Megapixel-Frontkamera bereit.
Blick auf die Kamera-App des Honor Magic
Blick auf die Kamera-App des Honor Magic

Erstes Fazit

Das Honor Magic ist ein sehr interessantes Smartphone, das Funktionen bietet, die wir so noch nicht gesehen haben. Vor allem die Kombination aus neuer Oberfläche und Iris-Scanner macht neugierig. Leider ist momentan nicht bekannt, ob und wann das Honor Magic nach Deutschland kommt. Die Chancen dazu stehen aber gut.

Teilen (20)

Mehr zum Thema Honor