Homeserver

Homeserver - die digitale Zentrale zuhause

Fotos, Musik und Filme im Heimnetzwerk speichern, verteilen und mehr
Von Sebastian Friedrich
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Fotos, Musik und Filme ziehen seit Jahren kontinuierlich um: Was früher in Fotoalben, DVD-Sammlungen oder dem CD-Regal seinen Platz fand, verschwindet mittlerweile in digitaler Form auf Festplatten. Zudem ziehen immer mehr Gerätschaften in den privaten Haushalt ein: Im Wohnzimmer der LCD-TV und das Netbook fürs Sofa, im Schlafzimmer der Laptop und im Arbeitszimmer der Desktop-PC. Homeserver schaffen dabei die benötigte digitale Zentrale im Haus, um von allen Geräten aus jederzeit auf alle Medien zugreifen, gemeinsam Peripherie zu nutzen oder Backups erstellen zu können.

Dabei haben Konsumenten verschiedene Möglichkeiten, einen Homeserver zu realisieren. Wer sich auf die Suche nach einer Lösung macht, stößt auf unterschiedliche Ansätze. Von der einfachen Netzwerkfestplatte (NAS), über WLAN-Router mit integrierter Festplatte und Bedienung über ein Webinterface bis hin zu Geräten, die mit Windows Home Server betrieben werden, reicht die Palette der durch Hersteller beworbenen Homeserver-Lösungen. User, die mit ihrem Homeserver auch Filme, Fotos oder Musik direkt und möglichst ohne großen Konfigurationsaufwand auf die Stereoanlage oder den LCD-TV streamen möchten, sollten auf DLNA-kompatible Geräte achten - beim Server sowie beim TV. Hersteller, die der Digital Living Network Alliance (DLNA) angehören, versuchen für Konsumenten die Vernetzung unterschiedlicher Geräte möglichst einfach zu gestalten.

Netzwerkfestplatten (NAS) als Homeserver

Western Digital MyBook World Edition 1TB NASWestern Digital MyBook NAS Wer für sein Zuhause einen zentralen Datenspeicher für alle im Haushalt befindlichen Computer anschaffen möchten, um etwa Filme und Fotos allen Familienmitgliedern zur Verfügung zu stellen, oder Backups aller Rechner zu machen, für den reicht oft schon eine Netzwerkfestplatte, die mit wenig Aufwand in das heimische Netzwerk integriert werden kann. Manche Modelle bieten zudem die Möglichkeit, einen USB-Drucker anzuschließen, um ihn gemeinsam zu nutzen. Durch entsprechende Software auf dem PC lassen sich auch automatische Backups von allen vorhandenen Rechnern erstellen.

Mit Preisen ab etwa 100 Euro für 500 GB Netzwerkspeicher sind Netzwerkfestplatten der günstigste Einstieg in den Homeserver-Markt: Hier gibt es zum Beispiel den LaCie Network Space 500GB oder den Western Digital WDH1NC10000E My Book World Edition 1TB NAS für knapp 150 Euro und DLNA-Unterstützung.

Multifunktionsgeräte: Funktionsumfang der Homeserver sehr unterschiedlich

Für Preise ab etwa 200 Euro können User auf Lösungen mit größerem Funktionsumfang zurückgreifen. So vertreibt etwa 1&1 an DSL-HomeNet-Kunden den "1&1 Home Server", besser bekannt als Fritz!Box FON WLAN 7240 mit USB-Anschluss und Möglichkeit, darüber Musik und Filme zu streamen, sowie integriertem WLAN-Router und DSL-Modem. Eine interne Festplatte enthält das Gerät jedoch nicht. Als NAS kann aber über die FRITZ!Box eine per USB angeschlossene Festplatte oder ein Speicherstick genutzt werden.

Zyxel bietet mit dem NSA-220 Plus für ca. 200 Euro einen Homeserver, der nicht nur zentraler Datenspeicher im Netzwerk ist, sondern auch einen integrierten Torrent-Client und einen FTP-Server enthält und die Datensicherung von USB-Speichermedien per Knopfdruck ermöglicht. User müssen allerdings zum Kaufpreis noch die Kosten für entsprechende Festplatten einkalkulieren, da diese nicht im Lieferumfang enthalten sind. Multifunktionsgeräte bieten mehr Funktionen als eine einfache Netzwerkfestplatte, stoßen allerdings bei Usern, die den Funktionsumfang selbst bestimmen und erweitern wollen, an ihre Grenzen.

Auf der folgenden Seite erfahren Sie alles zur Windows-Home-Server-Lösung von Microsoft und möglichen Varianten für eine Hardwarebasis.

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