HomePod vs. Spotify

Eingeschränkte Siri-Unterstützung auf dem HomePod

Die Sprachsteuerung auf Apple's neuestem Smartspeaker, dem HomePod, wird weitestgehend exklusiv für Apple-eigene Programme verfügbar sein, das bestätigte nun ein Sprecher der Firma.
Von Paol Hergert
AAA
Teilen (1)

Mit seinem HomePod, der hierzulande voraussichtlich erst ab 2018 verfügbar sein wird, wagt nun auch Apple den Schritt auf den heiß umkämpften Smartspeaker-Markt, der bis dato von Amazon und den diversen Variationen des Echo dominiert wird. Der stolze Preis von knapp 350Euro wird von der Marke unter anderem mit einer überragenden Soundqualität und einer verbesserten Siri gerechtfertigt. Diese Apple-eigene Sprachsteuerung wird allerdings nur sehr begrenzt mit Drittanbieter-Apps kompatibel sein, wie jüngst bekanntgeworden ist.

Apple HomePodApple HomePod So bestätigte ein Apple-Sprecher Business Insider gegenüber im Interview, dass Siri auf dem HomePod nur für bestimmte Funktionen für Drittanbieter-Apps zur Verfügung stehen wird, welche sich auf Nachrichten, Notizen, und Listen beschränken. Des Weiteren bestätigte er, dass Drittanbieter-Apps wie Spotify auf dem HomePod nur über AirPlay 2 benutzt werden könnten.

Auch auf Apple's iPhones ist Siri an diese Beschränkungen gebunden, weshalb diese Nachricht vermutlich nicht auf allzu viel Verwunderung stoßen wird, ärgerlich ist sie aber dennoch. Zwar legen auch Amazon und Google ihrer jeweiligen Echo- und Home-Kundschaft nahe, sich mit der Firmeneigenen Software abzufinden, dennoch wird den Kunden dieser größten Apple-Konkurrenten auf dem Smartspeaker-Markt die Möglichkeit eingeräumt, auf Drittanbieter-Software zurückzugreifen.

Ist der HomePod dennoch konkurrenzfähig?

Apple's HomePod ist die jüngste Entwicklung in dem Versuch der Firma, auf dem SmartHome-Markt Fuß zu fassen. So hatte bereits iOS 8 aus dem Jahr 2014, das iPhone-eigene Betriebssystem, das sogenannte HomeKit integriert, um Apple-Nutzern den Umgang mit SmartHome-Geräten zu erleichtern. Neuerdings hat auch IKEA von der Funktion Gebrauch gemacht, indem die schwedische Firma das HomeKit in ihre IKEA TRÅDFRI App integriert hat. Mit IKEA TRÅDFRI kontrolliert nun endlich auch der iPhone-Nutzer das Licht in seiner Wohnung.

Eine weitere Funktion, die das Potential hat den HomePod von seiner Konkurrenz abzuheben, ist die bereits erwähnte Soundqualität, welche, wenn man der Vorstellung des Gerätes auf der letzten Pressekonferenz (etwa ab Stunde 2) trauen kann, alles bisher dagewesene auf dem Markt der SmartSpeaker in den Schatten stellen wird. Ob Apple in Sachen Klangqualität am Ende tatsächlich etwa mit dem Sonos One mithalten können wird, bleibt allerdings abzuwarten, und der lässt über Alexa ab Ende 2017 auch die Sprachsteuerung von Spotify zu.

Teilen (1)

Mehr zum Thema Apple Music