Nachhaltige Handys

Nokia-Handys: 3 Jahre Updates und 3 Jahre Garantie

Unter anderem mit erwei­terter Garan­tie­zeit und den Sprung auf drei weitere Android-Versionen will HMD Global Kunden für Nokia-Smart­phones begeis­tern. Außerdem gibt es weitere Umwelt­schutz­maß­nahmen.

HMD Global lud jüngst zu einem Online Brunch ein, bei dem Infor­mationen zur Nach­hal­tig­keits­stra­tegie und der gene­rellen Produkt­stra­tegie kommu­niziert wurden. Auch wir nahmen an diesem Früh­stück teil, das situa­tions­bedingt ausschließ­lich digital statt­fand. Unter dem Slogan „Love it. Trust it. Keep it“ läuft die Kampagne der neuen Nokia-Smart­phones. Damit man das Mobil­gerät lieben kann, möchte der Hersteller bei der Qualität über­zeugen. Für das Vertrauen seien regel­mäßige Updates und ein robustes Gehäuse essen­ziell. Um das Handy möglichst lange behalten zu können, greifen drei Jahre Garantie und OS-Upgrades.

Das neue Nokia: Nach­hal­tig­keit im Fokus

HMD Globals Nachhaltigkeitsstrategie erklärt HMD Globals Nachhaltigkeitsstrategie erklärt
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Immer mehr Smart­phone-Hersteller verzichten auf das Lade­gerät in der Karto­nage und beteuern, unter dem Aspekt des Umwelt­schutzes zu handeln. Ob dies der Fall ist oder simpel der Gewinn gestei­gert werden soll, unter­scheidet sich von Firma zu Firma. Aufgrund der aktu­ellen Welt­lage wäre es auch wenig verwerf­lich, wenn Unter­nehmen Maßnahmen zur Kompen­sation ergreifen, um beispiels­weise Entlas­sungen zu verhin­dern. Bei HMD Global hatten wir aber tatsäch­lich den Eindruck, dass der Konzern sinn­volle Nach­hal­tig­keits­stra­tegien verfolgt. So wurden von Eric Matthes, dem General Manager der DACH-Region, viele Maßnahmen im Detail erör­tert. Maßnahmen für eine lange Handy-Lebensdauer Maßnahmen für eine lange Handy-Lebensdauer
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Beispiels­weise besagtes fehlendes Netz­teil. Anstatt dieses Zube­hörs, das ohnehin die meisten Anwender daheim haben dürften, finden sich im Liefer­umfang ein ab Werk ange­brachter Display­schutz aus Panzer­glas und ein Öko-Case wieder. Die Hülle lässt sich zu 100 Prozent kompos­tieren. Dieser stan­dard­mäßige Schutz neuerer Nokia-Smart­phones trägt für eine erhöhte Lebens­dauer bei. Ferner testet HMD Global aufwendig die Wider­stands­fähig­keit gegen Stürze und Verwin­dungen. In Zukunft soll es ein Projekt geben, das Käufer eines Nokia-Tele­fons der Serien G und X ermög­licht, sich auf einer Webseite zu regis­trieren, woraufhin neue Bäume ange­pflanzt werden.

Länger­fris­tige Updates geplant

Die neuen Nokia-Handys Die neuen Nokia-Handys
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Viele Hersteller veröf­fent­lichen Smart­phones mit gelun­gener Hard­ware, lassen den User aber schnell in der Update-Wüste zurück. HMD Global ist ambi­tio­niert, in puncto Soft­ware lang­fris­tiger zu handeln. Die G-Serie, welche quasi das Erbe der Serien Nokia 3 und Nokia 5 antritt, erhält drei Jahre monat­liche Sicher­heits­updates und zwei Jahre OS-Upgrades. Hingegen gibt es bei der X-Serie, die etwa Nokia 7 und Nokia 8 ablöst, sowohl drei Jahre monat­liche Sicher­heits­updates als auch drei  Jahre OS-Upgrades. Das Sahne­häub­chen ist die erwei­terte Garan­tie­zeit. Modelle wie das Nokia  X10 und das Nokia X20 haben drei anstatt zwei Jahre Garantie. Preisspanne der neuen Nokia-Handys Preisspanne der neuen Nokia-Handys
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Die Produkt­reihe Nokia C soll hingegen den Schwel­len­län­dern wie Indien vorbe­halten bleiben. Aufgrund des nied­rigen Preises von weniger als 100 Euro ist der Update-Support dieser Smart­phones kürzer als beim rest­lichen Port­folio, weshalb sie für Märkte wie Europa weniger inter­essant sind. Ein weiterer Punkt für eine verlän­gerte Nutz­bar­keit wäre ein austausch­barer Akku. HMD Global erklärte, dass jener aufgrund der komplexen Bauweise moderner Handys schwer umzu­setzen sei. Die erwei­terte Garan­tie­zeit der X-Serie deckt aber auch schwä­chelnde Batte­rien ab.

Kein Konkur­renz­kampf mit China geplant

Momentan konzen­triert sich der finni­sche Konzern haupt­säch­lich auf die Einstei­ger­klasse, Mittel­klasse und geho­bene Mittel­klasse. Das Port­folio sei haupt­säch­lich für eine Preis­spanne zwischen 100 und 400 Euro ausge­legt. Laut einer Markt­for­schungs­studie vom Bitkom liegt der durch­schnitt­liche Wunsch­preis hiesiger Anwender bei 200 Euro. Nur 15 Prozent der Befragten gaben an, bis zu 499 Euro für ein Handy erüb­rigen zu wollen. Eine weitere Bitkom-Erhe­bung enthüllte 5G als aktuell belieb­testes Smart­phone-Feature. Für den Kauf entschei­dend sind außerdem die Krite­rien Display / Display­schutz, Akku­lauf­zeit und Verar­bei­tung. Entscheidende Smartphone-Features Entscheidende Smartphone-Features
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Entspre­chend hat HMD Global derzeit nicht vor, mit Xiaomi, Oppo, Huawei und Co. um die Krone für die beste Kamera oder das schnellste SoC zu buhlen. Man wolle sich darauf konzen­trieren, „Kunden zu gewinnen, die man auch gewinnen kann“. Mit dem Thema Nach­hal­tig­keit hat das Unter­nehmen einen Nerv getroffen. Einer Studie zufolge erachten 92 Prozent der Verbrau­cher diesen Punkt als wichtig, davon über 70 Prozent sogar als sehr wichtig. Zum Abschluss hatte HMD Global eine Nach­richt für Besitzer des Nokia 8.3 5G. Android 12 soll das Handy im November errei­chen. Diverse andere Modelle erhielten bereits ein Android-11-Update, zuletzt das Nokia 2.4.

Weitere neue Smart­phones des finni­schen Konzerns sollen in Bälde folgen. Even­tuell auch ein Nokia  X50 mit 120-Hz-Display.

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