Erotik

Hitzefrei mobil wirbt mit Porno-Flat im Telekom-Netz

Hitzefrei mobil bezeichnet sich selbst als ersten Mobilfunk-Tarif mit Porno-Flatrate. Das stimmt allerdings nur zum Teil. Die offizielle Vermarktung startet am Mittwoch.
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Hitzefrei mobil startet im Telekom-NetzHitzefrei mobil startet im Telekom-Netz Am Mittwoch, 10. Oktober, will mit Hitzefrei mobil eine neue Mobilfunkmarke starten, die sich mit einer Porno-Flatrate von den Angeboten der Mitbewerber abheben will. Das Angebot wird im Mobilfunknetz der Deutschen Telekom realisiert. Dabei ist auch eine Allnet-Flat für Telefonate und den SMS-Versand enthalten. Ferner bekommen die Kunden monatlich 2 GB ungedrosseltes Datenvolumen - gegen Aufpreis auch mit LTE-Zugang. Wir haben uns den Vertrag einmal angesehen.

Die Kunden gehen ein Vertragsverhältnis mit zweijähriger Mindestlaufzeit ein. Vertragspartner ist die Marburger newsim GmbH. Sieht man sich die Unterlagen, die Hitzefrei mobil auf seiner Webseite als PDF-Download hinterlegt hat, einmal genauer an, so fällt auf, dass der Tarif den Angaben zufolge bereits seit Mitte Mai erhältlich ist. In einem Header ist dabei der Markenname easyTel zu lesen. Offenbar handelt es sich bei der Porno-Flat also um den Neustart eines Tarifs, der schon seit dem Frühjahr im Angebot ist.

Grundgebühr ab 19,99 Euro pro Monat

Kunden zahlen bei Vertragsabschluss eine Anschlussgebühr in Höhe von 15 Euro. Danach fallen 19,99 Euro monatliche Grundgebühren an, wenn "nur" der UMTS-Zugang und maximal 25 MBit/s im Downstream für den mobilen Internet-Zugang gewünscht sind. Ähnlich wie bei den Allnet-Flatrates von congstar, klarmobil und Sparhandy ist für 5 Euro Aufpreis pro Monat eine Highspeed-Option erhältlich, mit der der LTE-Zugang freigeschaltet und die maximale Datenübertragungsrate auf 50 MBit/s verdoppelt wird.

Besonderheit des Tarifs ist der Zugang zum Hitzefrei-Movies-Archiv. Auf Abruf sollen die Kunden demnach Zugang zu Pornofilmen erhalten. Diese Option ist allerdings nur im ersten halben Jahr in der Grundgebühr des Tarifs enthalten. Danach werden 16,99 Euro pro Monat zusätzlich berechnet. Kunden, die auf diesen "Mehrwert" des Vertrags verzichten wollen, haben aber nach Auskunft des Anbieters die Möglichkeit, den Porno-Zugang mit Ende der Gratis-Nutzungszeit zu kündigen.

Porno-Flatrate belastet mobil das Datenvolumen

Wie Hitzefrei mobil weiter erklärte, gibt es für die mobile Nutzung des Porno-Archivs kein Zero Rating nach Vorbild von StreamOn oder Vodafone Pass. Stattdessen wird das Inklusivvolumen des Tarifs durch das Streaming belastet. Kunden, denen die 2 GB Highspeed-Volumen nicht ausreichen, können Extra-Datenvolumen buchen. Für 3 Euro zusätzliche monatliche Grundgebühr zeigt das Inklusivvolumen um 500 MB, für 5 Euro um 1 GB.

Nach Verbrauch des Highspeed-Volumens wird die Performance des Internet-Zugangs auf maximal 32 kBit/s gedrosselt. Mit SpeedOn haben Kunden die Möglichkeit, in diesem Fall Extra-Volumen nachzubuchen. Für 2 Euro lassen sich 100 MB nachbuchen, für 5 Euro sind weitere 500 MB zu bekommen und für 8 Euro erhalten Interessenten 1 GB Extra-Volumen. Das SpeedOn-Volumen kann Abrechnungs­zeitraum übergreifend bis zu 30 Tage lang genutzt werden.

Erotik-Discounter ist keine "Weltneuheit"

Auch wenn sich Hitzefrei mobil selbst als "Weltneuheit" bezeichnet, ist die Marke nicht der erste Versuch, einen Mobilfunkanschluss mit Erotik-Inhalten zu kombinieren. Schon 2009 unternahm E-Plus mit SIM69 einen ähnlichen Versuch. Fand der Anbieter zunächst große Aufmerksamkeit, so wurde es um die Marke schon nach kurzer Zeit recht ruhig, bis sie schließlich wieder vom Markt verschwand.

Wenn Sie sich für einen neuen Mobilfunktarif interessieren, empfehlen wir Ihnen einen Blick auf unseren Tarifvergleich, mit dem Sie ein Angebot ermitteln können, das Ihrem Nutzungsverhalten am nächsten kommt.

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