Reparatur

Reparatur-Index: iPhones gut und iPads schlecht - Blackberry top

Samsung-Smartphones mit guten Werten auf der Reparatur-Skala
Von Hans-Georg Kluge
AAA
Teilen

Die Webseite ifixit.com hat eine Übersicht über aktuelle Smartphones zusammengestellt und zeigt, wie einfach bzw. schwer die Modelle zu reparieren sind (Tablet-Liste). Auf einer Skala von 0 bis 10 Punkte werden die Smartphones und Tablets bewertet. Wichtige Kriterien sind das Öffnen des Gehäuses, und wie einfach das Ersetzen von Display und Akku ist. Die Hersteller setzen bei den mobilen Geräten Techniken ein, die ganz unterschiedliche Auswirkungen auf die Reparierbarkeit haben. Eines der größten Probleme stellen Kleber dar. Diese halten bei einigen Tablets und Smartphones die ganze Konstruktion zusammen - ein Alptraum eines engagierten Reparateurs.

Motorola Atrix 4G: Einfach zu reparieren

So leicht lassen sich Smartphones reparieren.So leicht lassen sich Smartphones reparieren. Auf Rang eins und zwei landen zwei Motorola-Smartphones aus dem Jahr 2011. Bei diesen lasse sich der Akku leicht austauschen - im Falle des Motorola Droid Bionic wird die sehr modulare Bauweise gelobt. Beim Atrix 4G ist das Display nicht mit dem Schutzglas verklebt - auch das verbessert die Chancen, das Gerät eigenständig zu reparieren. Beide Motorolas erhalten 9 Punkte auf der Reparatur-Skala.

Danach folgt eine Reihe Samsung-Geräte. Fast alle haben den Vorteil, dass sie einen austauschbaren Akku haben. Neben dem Galaxy S4 erhalten auch das Note 2 und Galaxy S3 die gute Bewertung mit 8 Punkten.

Gerade bei High-End-Smartphones ist das selten geworden, da einige Hersteller das standardisierte und eckige Design des Akkus meiden - allerdings mit dem Vorteil, dass exotischere Formen mehr Kapazität bieten können.

Blackberry Z10 weit oben

Selbst Blackberry hat es auf dieser Liste weit nach oben geschafft. Das Blackberry Z10 überzeugt die ifixit-Macher mit einem leicht wechselbaren Akku - der kanadische Hersteller verwendet außerdem handelsübliche Schrauben. Allerdings sind einige kleinere Komponenten geklebt. Immerhin: Für Blackberry gibt es ein kleines Erfolgserlebnis und mit 8 Punkten erreicht der angeschlagene Smartphone-Pionier Rang vier.

iPhones und Nexus-Smartphones erhalten gute Noten

Die meisten iPhones von Apple und Nexus-Smartphones von Google erhalten recht positive Wertungen. Zwar sei das erste iPhone von Apple schwer zu öffnen und kaum zu reparieren, da sieht es bei den Nachfolgern schon besser aus. Statt auf nur 2 Punkte kommen diese durchgehend auf 6 oder 7 Punkte - obwohl jede Generation ihre eigenen Tücken aufweist. Für die aktuelle Generation setzt Apple zum, Beispiel auf spezielle Schrauben, wodurch das Öffnen erschwert wird.

Im Fall der Nexus-Smartphones ist die Bewertung ähnlich: Das Nexus 4 lasse sich leicht aufschrauben - allerdings ist der Akku im Gehäuse verklebt - es reicht dennoch für 7 Punkte.

Schlusslicht: Das HTC One

Ganz am Ende taucht das aktuelle Top-Modell von HTC auf. Zwar sei das HTC One sehr stabil konstruiert - dafür sei es aber fast unmöglich, das Gehäuse ohne große Schäden zu öffnen. Selbst wer dies schafft, muss feststellen, dass der Akku unter der Platine verbaut und verklebt ist. Das reicht für einen Punkt.

Tablets: iPads Schlusslicht

Auch Tablets werden von ifixit untersucht. Hier fällt auf, dass die iPads von Apple ganz am Ende der Skala nur auf 2 Punkte kommen. Hier sei es sehr wahrscheinlich, das Displayglas beim Öffnen zu zerbrechen. Außerdem setzt Apple auf eine Menge Kleber, um die Komponenten zusammen zu halten. Lediglich das erste iPad schneidet besser ab - es liegt knapp hinter dem Nexus 7 (2012) und erhält 6 Punkte. Das Google-Modell punktet damit, dass es sich leicht öffnen lässt und auch der Akku selbst für Laien austauschbar ist.

Schlusslicht ist aber das Tablet Microsoft Surface Pro. Der Hersteller setzt auf Unmengen von Kleber und beim Öffnen können Kabel beschädigt werden. Am leichtesten lassen sich das Dell XPS-Tablet und das Amazon Kindle Fire öffnen und reparieren.

Fazit: Verbraucher können nur wenig selber reparieren

Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass Smartphones und Tablets für Verbraucher nur schwer zu öffnen oder gar zu reparieren sind. Bei manchen lassen sich zumindest Akkus leicht tauschen - bei größeren Schäden müssen aber letztlich Experten ran, die das Display tauschen können. Was Sie in manch anderem Fall machen können, lesen Sie auf unserer Infoseite zu Handy-Reparaturen.

Teilen

Mehr zum Thema Handy-Reparatur