Unterwegs

Wearables: Technik am Körper tragen

Smart­wat­ches, Fitness-Armbänder, Daten-Brillen und mehr: Am Körper getra­gene Technik-Gadgets werden immer beliebter. teltarif.de präsen­tiert Ihnen aktu­elle Modelle der Wearable-Devices verschie­dener Hersteller in der Über­sicht.
Von Ralf Trautmann / Ulrike Michel / Dominik Pleger

Smarte Datenbrillen werden beispielsweise auch in der Industrie getestet und eingesetzt. Smarte Datenbrillen werden beispielsweise auch in der Industrie getestet und eingesetzt.
Bild: picture alliance / dpa | Philipp von Ditfurth
Elek­tro­nische Geräte, die am Körper getragen werden - soge­nannte Weara­bles - liegen im Trend. Hierzu zählen unter anderem moderne Smart­wat­ches, die selbst­ständig alle grund­legenden Funk­tionen eines Mobil­tele­fons mitbringen und digi­tale Fitness-Armbänder, die mit einem Handy in Kontakt treten können. Aber auch Daten-Brillen wie Google Glass oder Micro­softs HoloLens gehören in diese Kate­gorie, und mancher Hersteller "vernäht" entspre­chende Geräte auch in Jacken und anderen Klei­dungs­stü­cken. Außerdem hat auch Earwear einen großen Anteil bei den Weara­bles.

Smarte Datenbrillen werden beispielsweise auch in der Industrie getestet und eingesetzt. Smarte Datenbrillen werden beispielsweise auch in der Industrie getestet und eingesetzt.
Bild: picture alliance / dpa | Philipp von Ditfurth
2019 hatte bereits etwa jeder Dritte Erwach­sene in Deutsch­land ein Wearable, und das Wachstum lag 2020 bei etwa 30 Prozent. Somit dürften inzwi­schen knapp 40 Prozent der erwach­senen Deut­schen ein Wearable besitzen. In diesem Ratgeber wollen wir uns auf Weara­bles konzen­trieren, die keine Smart­wat­ches sind.

Fitness-Armbänder zählen Schritte und Kalo­rien­ver­brauch

Die bekann­testen Weara­bles neben den Smart­wat­ches sind wohl die Fitness-Armbänder. Sie zielen auf den Fitness-Sektor und bieten zum Beispiel die Möglich­keit, Schritte zu zählen, den Puls zu messen und den Kalo­rien­ver­brauch zu erfassen. In Kombi­nation mit einem Smart­phone können diese Daten dann ausge­wertet werden. Darüber hinaus über­wachen manche Modelle den Schlaf oder geben Benach­rich­tigungen des Handys wieder. Fitness-Armbänder sind oft auch für Outdoor-Akti­vitäten geeignet - also vor eindrin­gendem Staub oder Wasser geschützt. Aber Vorsicht: Wasser­fes­tig­keit bezieht sich bei manchen Modellen nur auf Regen­wasser, bei anderen sogar auf ganze Tauch­gänge. Fitnesstracker von Fitbit, Samsung und Huawei Fitnesstracker von Fitbit, Samsung und Huawei
javiindy - fotolia.com, Produktbilder: Fibit/Samsung/Huawei

Earwear hat aufge­holt

Das dritte und mitt­ler­weile größte Segment stellt die Earwear dar. Hierzu zählen vor allem kabel­lose Kopf­hörer wie beispiels­weise die Apple Airpods oder Samsungs Galaxy Buds. Es gibt die wire­less (über ein Kabel mitein­ander verbunden) und true-wire­less Kopf­hörer (ganz ohne Kabel) inzwi­schen in jedem Preis­seg­ment und auch für jeden Anwen­dungs­bereich. So gibt es sie in Sport­aus­füh­rungen wie auch für den Profi­bereich. Apple Airpods Pro mit Ladecase Apple Airpods Pro mit Ladecase
Foto: Apple

Daten-Brillen blenden zusätz­liche Infor­mationen ein

Auf dem Vormarsch sind und von immer mehr Herstel­lern erwartet werden Daten-Brillen. Diese spezi­ellen Brillen blenden digi­tale Infor­mationen in den Sicht­bereich ein (Mixed bzw. Augmented Reality) oder stellen rein virtu­elle Umge­bungen (Virtual Reality) dar, wie sie bei Compu­ter­spielen benö­tigt werden oder in Unter­nehmen der Medizin- und Maschi­nen­bau­branche für komplexe Aufgaben zum Einsatz kommen.

High-Tech-Klei­dung noch nicht so verbreitet

Klei­dung mit einge­nähten Bild­schirmen und Sensoren gibt es inzwi­schen auch, sie nimmt aber noch einen kleinen Anteil bei den Weara­bles ein. Mit dieser Art von Klei­dung ist es möglich, Musik wieder­zugeben oder Akti­vitäten zu tracken.

Gesund­heits­ver­sor­gung, Berufs­alltag und Daten­schutz

Neben ihrer Verwen­dung im Frei­zeit­bereich sollen Weara­bles auch im Berufs­alltag und in der Gesund­heits­ver­sor­gung stärker an Bedeu­tung gewinnen. Die Daten-Brille sowie spezi­elle High-Tech-Klei­dung könnten die Flexi­bilität und den Arbeits­schutz in verschie­denen Berufen erhöhen, wie zum Beispiel in Such- und Rettungs­teams, in der Logistik, für Konstruk­teure oder Feuer­wehr­leute.

Insbe­son­dere im Bereich der Gesund­heits­ver­sor­gung gibt es jedoch einige Vorbe­halte in Bezug auf den Daten­schutz. Bei den viel­fäl­tigen Einsatz­mög­lich­keiten der Weara­bles fallen auch mehr sensible persön­liche Daten an, die (mögli­cher­weise in der Cloud) gespei­chert, weiter­geleitet und poten­ziell für kommer­zielle und krimi­nelle Zwecke miss­braucht werden können. Eine zufrie­den­stel­lende Aufklä­rung der Nutzer, Trans­parenz bezüg­lich der Verwen­dung gespei­cherter Daten und eine Verbes­serung des Daten­schutzes bleiben daher auch in Zukunft eine zentrale Aufgabe der Hersteller.

Im Folgenden lesen Sie unsere aktu­elle Bericht­erstat­tung zum Thema Weara­bles: