Ratgeber

Augen auf beim Router-Kauf

Router gibt es für jeden Geschmack und auch für jeden Geldbeutel. Doch für mehr Funktionen muss der Interessent auch tiefer in die Tasche greifen. Wir zeigen, worauf man beim Router-Kauf achten muss.
Von Marleen Frontzeck-Hornke / Paol Hergert
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DECT, Z-Wave, VoIP und weitere Router-Funktionen

Einige Router besitzen neben einem DSL-, VDSL- oder Kabel-Modem auch eine DECT-Basisstation, wodurch das Gerät dann auch als Telefonanlage fungieren kann. So lassen sich mehrere Telefone koppeln und verwalten. Dabei wird über den DECT-Standard eine Verbindung mit dem handelsübliche DECT-Mobilteil hergestellt. Bekannte DECT-Telefone stammen zum Beispiel von dem Berliner Hersteller AVM, Gigaset, Panasonic oder der Telekom. Aber auch die Telefonie über das Internet (VoIP) sollte ein moderner Router bieten, damit sind herkömmliche Telefone nutzbar - spezielle IP-Telefone sind nicht mehr notwendig.

Aus dem DECT-Standard entstand der DECT-ULE-Standard (Ultra Low Energie), der auch als Funksystem im Smart-Home-Bereich eingesetzt wird. Allerdings ist der DECT-Standard vor allem hierzulande weit verbreitet. Einige Hersteller wie zum Beispiel D-Link oder TP-Link setzen bei ihren Router-Modellen auf den Z-Wave-Standard für die heimische Vernetzung, der weltweit bekannt ist. Momentan lohnt sich aber der Kauf eines Z-Wave-Routers nur, wenn man Z-Wave-fähige Geräte für die Heimvernetzung verwenden möchte. Eine Erweiterung von DECT ist Cat-iq. Durch DECT-Cat-iq lassen sich auch Internet-Anwendungen einbinden. Wichtiger Hinweis: Während die Telekom-Speedports bereits DECT-Cat-iq-2.0 bieten, wird von den AVM-Routern mit DECT-Cat-iq-1.0 "noch" ein älterer Standard unterstützt. Dadurch lassen sich nur die DECT-Basisfunktionen verwenden, wenn der Nutzer ein FRITZ!Fon am Speedport oder ein Telekom-Telefon an einer FRITZ!Box betreibt. Allerdings hat AVM in seinem FRITZ!Labor für einige FRITZ!Boxen neue Beta-Updates veröffentlicht, mit denen DECT-Cat-iq-2.0 verfügbar gemacht wird.

Die Unterstützung des Internet-Protokolls IPv6 gehört ebenfalls zu den Pflichtfunktionen eines aktuellen Routers. Generell dient ein Router als zentrale Schnittstelle zwischen Computer und Internet. Daher sollte das jeweilige Gerät auch Print- und Medien-Server-Funktionen mitbringen. Um unterwegs auf den Netzwerkspeicher zugreifen zu können, bedarf es auch dynamischer DNS-Funktionen - bei der Einrichtung dieser sollte sich der Nutzer unbedingt an die Anleitung des jeweiligen Router-Herstellers halten. Einige Nutzer dürften auch auf eine NAS-Funktion Wert legen.

Warum der Käufer auch den Stromverbrauch des Routers im Blick behalten sollte, wird auf der nächsten Seite geklärt.

Verschiedene Router-Funktionen
7/10 – Bild: teltarif.de
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