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Discounter-Check: Lohnt der Hardware-Kauf bei Aldi, Lidl & Co.?

Die Unterschiede zum Fachhändler und die Verkaufs-Tricks der Händler
Von Rita Deutschbein
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Brot, Milch, Orangensaft, Handy, Äpfel... So oder so ähnlich könnte der Einkaufszettel des einen oder anderen Kunden heute aussehen. Denn immer häufiger findet sich in den einschlägigen Supermarkt-Prospekten neben Lebensmitteln auch mobile Hardware, die entweder zum alltäglichen Sortiment der Händler wie beispielsweise Real und Kaufland gehört oder aktionsweise angeboten wird. Aldi, Lidl, Penny und Co. erwirtschaften nach Ansicht der Experten etwa ein Drittel ihres Umsatzes durch Aktionsware, die Kleidung, Auto-Zubehör aber auch Handys, Tablets und Fernseher umfassen kann.

Discounter-Check: Lohnt der Hardware-Kauf bei Aldi, Lidl & Co.?Hardware-Kauf vom Discounter:
Lohnt der Kauf?
Die Aktions-Angebote bei den Lebensmittel-Discountern haben eines gemein: Sie werden zu offenbar günstigen Preisen für einen beschränkten Zeitraum angeboten. Zudem gibt es von der Aktionsware meist nur eine bestimmte Anzahl an Produkten. Das alles suggeriert dem Kunden eines: Schnell sein. Ansonsten könnte ein vermeidlich tolles Angebot vielleicht ausverkauft sein.

Angebote bei Lebensmittel-Discountern können durchaus ihren Reiz haben und sich preislich lohnen, es gibt allerdings auch Nachteile im Vergleich zum Hardware-Kauf bei renommierten Elektronik-Händlern. Um zu voreilige Käufe zu vermeiden gilt es, einige Tricks zu entlarven, denen sich alle Händler gleichermaßen gern bedienen.

Das A und O des Hardware-Kaufs: Informieren

Groß abgebildet auf der vordersten Seite des Prospektes präsentiert sich ein Flachbild-Fernseher, der an einem bestimmten Aktionstag zu einem unglaublich günstigen Preis zu haben ist. Das Angebot ist natürlich begrenzt und nur solange der Vorrat reicht. Es versteht sich von selbst, dass bei diesem Gerät nur die allerneueste Technik zum Einsatz kommt, die dem Nutzer höchste Bild- und Soundqualität verspricht. Klingt verlockend? Soll es auch.

Discounter-Check: Lohnt der Hardware-Kauf bei Aldi, Lidl & Co.?Der Gebrauch von bedeutungsschweren Wörtern in der Werbung: Auch von den Fachmärkten gern genutzt Mit vielversprechenden Abbildungen, dem Gebrauch von Superlativen und Zurückhaltung mit zu detaillierten Informationen versuchen Fachhändler wie Discounter ihr beworbenes Produkt ins rechte Licht zu rücken. Hier hilft die erste Regel, die beim Hardware-Kauf auf jeden Fall eingehalten werden sollte: Informieren.

Eine Suche des Produktes im Internet deckt in der Regel relativ schnell genaue Details über das Gerät auf und verweist im besten Fall auch auf Testberichte, die einen noch besseren Eindruck verschaffen können. Sollte sich nichts dergleichen finden lassen, ist Vorsicht geboten. Einige Anbieter haben Geräte im Sortiment, die speziell für diese Kette entwickelt oder im Vergleich zum Standard-Produkt in der Ausstattung abgespeckt wurden. Gekennzeichnet sind derartige Modelle meist mit Namenszusätzen. So wird aus dem im Internet weit verbreiteten Fernseher ABC das Modell ABC-def, über das es keine weiteren Informationen im Netz gibt und das deutlich abgespeckter daherkommt als das nahezu namensgleiche Vergleichs-Produkt. Auch bei Notebooks und Kameras wird diese Praxis der abgespeckten Modelle gern verwendet.

Auf der zweiten Seite stellen wir Ihnen die Tricks mit den Werbeslogans vor und decken den größten Nachteil auf, den der Hardware-Kauf beim Discounter im Vergleich zu dem bei klassischen Elektronik-Märkten hat.

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