App-Computer

Hannspree Android Box ausgepackt und eingerichtet

Die Hannspree Android Box ist ein kleiner Android-PC zum Anschluss an den Fernseher zuhause. Per Google Play können Apps wie gewohnt installiert werden. Wir haben den kleinen Android-Computer ausgepackt und eingerichtet.
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Verpackung der Hannspree Android BoxVerpackung der Hannspree Android Box Android ist ein reines Mobil-Betriebssystem? Weit gefehlt: Auch Desktop-Computer und Streaming-Clients werden mittlerweile mit dem beliebten Google-System ausgeliefert. In der Regel kennt man derartige Android-PCs als HDMI-Stick zum Anschließen an den Fernseher. Der Nachteil: Die An­schluss­mög­lich­keiten sind deutlich schlechter als bei einem Desktop-PC.

Der Hersteller Hannspree hat in diesem Frühjahr mit der Android Box SNNPB73B einen kleinen Desktop-PC für zuhause vorgestellt, der sich beispielsweise als Streaming-Client am Fernseher oder an einem Monitor betreiben lässt. Wir haben die Hannspree Android Box ausgepackt und an einem Fernseher in Betrieb genommen. Im Handel kostet der Android-PC rund 90 Euro.

Android als Desktop-PC-System

Zubehör der Hannspree Android BoxZubehör der Hannspree Android Box Die Hannspree Android Box ist ein 142 mal 95 mal 21 Millimeter kleines und 150 Gramm leichtes Kästchen, bei dem die ausklappbare WLAN-Antenne auffällt - vom Design her erinnert die Box ein wenig an einen kleinen Router, darf aber nicht mit einem solchen verwechselt werden. Als Betriebssystem ist Android 4.4.2 vorinstalliert, zu einem Update auf neuere Android-Versionen gibt es keine Informationen.

Auffällig ist die WLAN-AntenneAuffällig ist die WLAN-Antenne Beinahe alles für den Betrieb notwendige Zubehör befindet sich im Lieferumfang: Beim ersten Auspacken fanden wir ein Netzteil (wechselweise mit deutschem und britischem Stecker), eine Kurzanleitung und ein 1,5 Meter langes HDMI-Kabel in der Packung. Da die Box im Gegensatz zu Smartphones und Tablets natürlich kein Touch-Display hat, muss der Nutzer externe Eingabegeräte mitbringen. Unterstützt werden USB-Tastaturen und -Mäuse. Hat der Anwender einen Touch-Bildschirm, kann er auch diesen per HDMI und Micro-USB (für die Touch-Unterstützung) verbinden - dann kann die Hannspree Android Box wie gewohnt mit Wischgesten bedient werden. Das dazu notwendige Micro-USB-zu-USB-Kabel sollte laut Kurzanleitung eigentlich im Lieferumfang enthalten sein, fehlte bei unserem Testgerät allerdings.

Anschlüsse auf der RückseiteAnschlüsse auf der Rückseite Sichtlich besser als bei Smartphones, Tablets und Android-TV-Sticks ist die Schnittstellen-Ausstattung der Hannspree Android Box: Neben zwei USB-Buchsen verfügt der Mini-PC über eine Micro-USB-Schnittstelle, einen LAN-Port, S/PDIF und analogen Audio-Ausgang sowie einen MicroSD-Steckplatz. Auf der Oberseite ist ein gut sichtbarer Power-Button angebracht und auf der Unterseite gibt es außer einem Reset-Knopf zwei Öffnungen für die Montage der Box an der Wand.

Ausstattung eher untere Leistungsklasse

USB und microSD-Slot linksUSB und microSD-Slot links Der Begeisterung über die Schnitt­stellen­aus­stattung folgt allerdings eine Ernüchterung über die inneren Werte. Der Quad-Core-Prozessor Rockchip RK3188 hat eine Taktfrequenz von 1,6 GHz und wird von 2 GB Arbeitsspeicher unterstützt. Mit nur 8 GB ist der interne Speicher recht knapp ausgefallen - auf unserer Box waren davon nur 6 GB frei verfügbar.

Im Betrieb gibt es dann etwas KabelsalatIm Betrieb gibt es dann etwas Kabelsalat Das WLAN-Modul funkt im Standard 802.11b/g/n und ausschließlich im 2,4-GHz-Spektrum. Auch ein Bluetooth-4.0-Modul ist an Bord. Eine Kamera ist in der Box natürlich wenig sinnvoll, der Nutzer kann aber eine externe Kamera per USB anschließen. Über den HDMI-1.4-Port kann ein Bildsignal in Full-HD an den Fernseher oder Monitor gesandt werden, also mit der Maximal­auf­lösung von 1920 mal 1080 Pixel. Ein GPS-Modul oder andere Sensoren sind nicht vorhanden und auch mit einem Akku kann die Hannspree Android Box nicht aufwarten. Der Mini-Computer muss also immer an einer Steckdose betrieben werden.

Ersteinrichtung in wenigen Minuten erledigt

Android-Homescreen auf einem FernseherAndroid-Homescreen auf einem Fernseher Für den Betrieb muss die Hannspree Android Box per HDMI mit dem Fernseher verbunden werden. Für unseren ersten Kurztest haben wir einen normalen Samsung-Fernseher ohne Touch-Unterstützung verwendet. Darum mussten wir Tastatur und Maus an die Box anschließen.

WLAN-Einrichtung nach dem ersten StartWLAN-Einrichtung nach dem ersten Start Nach dem Einschalten dauerte es rund 15 Sekunden, bis der Android-Homescreen erstmals erschien - die Box bot für unsere Ersteinrichtung keinen Ein­richtungs­assistenten an. Da die Sprache auf Englisch eingestellt war, mussten wir diese im Einstellungsmenü auf Deutsch umstellen. Anschließend verbanden wir uns mit dem WLAN-Netzwerk. Zu guter Letzt legten wir noch ein Google-Konto auf der Box an. Nach diesen drei Schritten, die nur wenige Minuten dauerten, war die Box vollständig betriebsbereit.

Nur Basis-Apps sind vorinstalliert

Google Play auf dem FernseherGoogle Play auf dem Fernseher Im Gegensatz zu vielen Smartphone- und Tablet-Herstellern verzichtet Hannspree darauf, die Android Box mit vielen Apps vollzumüllen. Auf unserem Testgerät befanden sich lediglich die wichtigsten Google-Apps sowie ein Dateibrowser. Als erstes installierten wir darum die YouTube-App sowie den Google Chrome über den Google Play Store.

Abspielen eines YouTube-VideosAbspielen eines YouTube-Videos Schon bei diesen beiden Installationen spürten wir, dass die Hannspree Android Box leistungstechnisch kein Rennpferd ist - man darf keineswegs die Leistung eines aktuellen Top-Smartphones erwarten. Das Abspielen von Videos über die YouTube-App klappte allerdings ruckelfrei - Bild und Ton wurden problemlos an den Fernseher übertragen. Für die Navigation kann der Nutzer entweder auf die gewohnten Android-Buttons am unteren Bildschirmrand zurückgreifen, wir entdeckten aber auch, dass die rechte Maustaste mit der "Zurück"-Funktion belegt ist.

teltarif.de im Android-Browserteltarif.de im Android-Browser Für einen ersten kurzen Leistungstest installierten wir den Benchmark 3DMark auf der Hannspree Android Box. Im Test ruckelte es dann aber gewaltig: Kaum einer der Benchmark-Tests wurde mit mehr als sechs bis zehn Bildern pro Sekunde (FPS) abgespielt - flüssig wahrnehmen würde man die Wiedergabe ab 24 FPS.

Bei vielen Apps, beispielsweise Nachrichten-Apps oder auch unserer eigenen teltarif.de-App ist zu sehen, dass die meisten Anwendungen für den Hochkant-Betrieb auf Smartphone und Tablet konzipiert wurden. Auf einem Breitbild-Fernseher lassen sich die Apps zwar ohne Probleme starten und nutzen, besonders schön aussehen tut dies allerdings nicht immer.

Erstes Kurzfazit: Zuverlässige Android-Box für Streaming

Der vorinstallierte DateibrowserDer vorinstallierte Dateibrowser Die Hannspree Android Box zeichnet sich im ersten Kurztest durch eine einfache Installation und Bedienung aus. Für den Betrieb ist fast alles notwendige Zubehör enthalten - nur Tastatur, Maus und Monitor muss der Nutzer bereits besitzen. Über den Google Play Store lassen sich Apps wie gewohnt installieren und die Bedienung verlief bislang reibungslos. Mit der schwachbrüstigen Leistung taugt die Hannspree Android Box in jedem Fall zum Surfen und als Streaming-Client für Videodienste und Webradio, aber nicht zum Spielen.

Ebenfalls schon kurz angeschaut haben wir einen HDMI-Stick-PC von Hannspree mit vollständigem Windows 8.1 - hier unser erster Eindruck.

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