Branding

Branding bei Handys und Smartphones

Einige Smart­phones sind mit dem Bran­ding eines Netz­betrei­bers versehen. Was dies bedeutet und wie sich das Bran­ding bei der Nutzung bemerkbar macht, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
Von Paulina Heinze
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Branding bei Handys und Smartphones Branding bei Handys und Smartphones
Fotos/Montage: teltarif.de, Logos: Anbieter
Einige Handys und Smart­phones, die in Geschäften und Online-Shops zum Verkauf ange­boten werden, tragen die Bezeich­nung "Bran­ding" in Verbin­dung mit einem Mobilfunk­netzbetreiber wie der Telekom, Voda­fone oder o2. Das Bran­ding kann sich sowohl auf die Soft­ware als auch auf die Hard­ware des Handys beziehen. Was dieses soge­nannte Bran­ding bedeutet und wie es sich bei der Nutzung des Geräts auswirken kann, klären wir in diesem Ratgeber.

Was heißt Bran­ding und welche Vor- und Nach­teile hat es bei Smart­phones?

Bei Smart­phones ist die äußer­liche Kenn­zeich­nung des Netz­betrei­bers am Gehäuse des Geräts nicht mehr zu finden. Erst nach dem Einschalten des Gerätes deutet das Start­logo des Anbie­ters auf eine verän­derte Firm­ware hin. Branding bei Handys und Smartphones Branding bei Handys und Smartphones
Fotos/Montage: teltarif.de, Logos: Anbieter
Im Menü der gebran­deten Smart­phones können zusätz­liche Apps des Provi­ders zu finden sein, wie beispiels­weise ausge­wählte App-Emp­fehlungen aus dem instal­lierten Apps­tore. Diese zusätz­lichen Apps können natür­lich für den einen oder anderen Nutzer auch ein Mehr­wert sein. Das Löschen dieser Anwen­dungen ist jedoch auf dem herkömm­lichen Wege nicht immer möglich.

Oft liegt ein preis­licher Unter­schied zwischen Geräten mit Bran­ding und solchen Handys, auf die der Netz­betreiber keinen Einfluss nimmt. Ein Bran­ding verrin­gert meist den Wert des Modells auf dem freien Markt. Bei Smart­phones müssen Nutzer eines gebran­deten Geräts zudem in der Regel länger auf Updates des Betriebs­systems warten, da die neue Version zunächst vom Netz­betreiber entspre­chend modi­fiziert wird.

Bran­ding entfernen: Ist das möglich und sinn­voll?

Die Optik der Home­screens und Menüs kann seitens des Nutzers zumeist vom Netz­betreiber-Design befreit werden, zum Beispiel durch den Einsatz eines alter­nativen Laun­chers - dieser stellt die Benut­zer­ober­fläche mit Home­screens bereit, über den sich dann weitere Soft­ware starten lässt. Branding, SIM- oder Net-Lock entfernen? Branding, SIM- oder Net-Lock entfernen?
Bild: teltarif.de
Vor allem für Android stehen dabei diverse Vari­anten in den App­stores zum Down­load bereit.

Das Entfernen eines Soft­ware-Bran­dings ist dagegen nicht ganz so trivial. Für dieses soge­nannte "De-Bran­ding" müsste die auf­gespielte Firm­ware des Mobilfunk­netz­betrei­bers durch eine neue Soft­ware ersetzt werden. Da das Aufspielen einer neuen Firm­ware vom Netz­betreiber nicht gewünscht ist, erlischt im Regel­fall die Garantie für das Gerät. In einigen Fällen können ledig­lich die Updates dieser System-Apps deinstal­liert werden. Dadurch wird immerhin die Größe der Anwen­dung redu­ziert.

Zusam­men­hang zwischen Bran­ding und SIM- oder Net-Lock

Ein Bran­ding sagt noch nichts darüber aus, ob das Gerät mit einem SIM- oder Net-Lock versehen wurde. Ein Zusammen­hang besteht daher nicht. Zwar kann ein Mobil­funk-Provider einem Gerät ein Bran­ding verpassen und es gleich­zeitig mit einem Net-Lock für die Nutzung in anderen Mobil­funk­netzen sperren, selbst­verständlich ist diese Kombi­nation jedoch nicht. Daher lohnt es sich, vor dem Kauf eines Handys oder Smart­phones zu erfragen, ob ein Bran­ding oder ein mögli­cher SIM- oder Net-Lock vorhanden ist.

Bran­ding bei älteren Handy­modellen

Bei Einfach-Handys und Feature-Phones kann ein Bran­ding anders ausfallen als bei Smart­phones. Worin die Unter­schiede bestehen und wie sich ein Bran­ding bei dieser Geräte­klasse auswirken kann, erklären wir in dem folgenden Ratgeber.