SIM-Lock

SIM-Lock: Ungeliebte Sperre im Handy entfernen

Mit einem SIM-Lock bindet der Mobil­funk-Anbieter ein Handy an eine bestimmte SIM-Karte und bietet es dann zu subven­tionierten Preisen an. Wir zeigen, wie Sie die Sperre entfernen können.
Vom teltarif.de-Team zusammengestellt

SIM-Lock: Die ungeliebte Sperre im Handy SIM-Lock: Die ungeliebte Sperre im Handy
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Wenn ein Handy nur mit einem bestimmten Mobil­funk­netz oder sogar nur einer ganz bestimmten SIM-Karte nutzbar ist, liegt das am soge­nannten SIM-Lock: Das Gerät ist an mehr oder weniger genau fest­gelegte Eigen­schaften der SIM-Karte, des "Subscriber Iden­tity Module", gebunden. Dabei gibt es verschie­dene Vari­anten wie Netlock und den voll­stän­digen SIM-Lock.

Der voll­stän­dige SIM-Lock bringt die meisten Einschrän­kungen mit sich - denn dabei verstehen sich nur das Handy und eine ganz bestimmte SIM-Karte. Funk­tioniert diese nicht mehr, so muss sich der Kunde eine iden­tische Ersatz­karte vom Netz­betreiber ausstellen lassen.

Übli­cher als der voll­stän­dige SIM-Lock ist heute der "Netlock". Dabei ist das Handy nicht an eine bestimmte SIM-Karte, sondern nur an ein bestimmtes Netz gebunden. Somit kann der Nutzer es mit einer SIM-Karte vom Netz­betreiber selbst, aber auch SIM-Karten von anderen Provi­dern in dessen Netz verwenden.

In der Regel ist die Dauer des SIM-Locks auf die Mindest­vertrags­laufzeit des Tarifs beschränkt, der im Bündel mit dem Handy verkauft wurde. Das sind übli­cher­weise maximal 24 Monate.

SIM-Lock vorzeitig loswerden

SIM-Lock: Die ungeliebte Sperre im Handy SIM-Lock: Die ungeliebte Sperre im Handy
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Wer ein Gerät vor Ablauf der Mindest­vertrags­laufzeit vom SIM-Lock befreien möchte, kann dieses zumeist gegen eine Entsperr­gebühr bei seinem Mobil­funk-Anbieter frei­kaufen. Diese Gebühr beträgt übli­cher­weise um die 100 Euro. Somit ist der Kauf eine Handys mit SIM-Lock und dessen vorzei­tige Entsper­rung häufig teurer als die Anschaf­fung eines Handys ohne SIM-Lock auf dem freien Markt.

Handy nach Ablauf der Frist entsperren

Entsperr-Code anfor­dern
Ist die vom Provider vorge­gebene Frist für den Ablauf des SIM-Lock vorbei, so kann der Kunde sein Handy selbst entsperren. Dafür benö­tigt er einen Code, den er von seinem Mobil­funk-Anbieter bekommt. Genauere Infos gibt es dazu auf den Webseiten der Anbieter. In jedem Fall braucht der Kunde dafür die 15-stel­lige IMEI (Inter­national Mobile Equip­ment Iden­tity). Diese lässt sich per Tasten­kombi­nation *#06# anzeigen und ist bei Geräten mit abnehm­barer Gehäuse­rückseite zudem auf dem Typen­schild unter der Abde­ckung oder unter dem Akku zu finden.

Neben diesem offi­ziellen Weg gibt es weitere Möglich­keiten, ein Handy zu entsperren - doch liegen diese in einer recht­lichen Grau­zone. Alles zu diesen inof­fizi­ellen Vari­anten lesen Sie in einem weiteren Ratgeber zu alter­nativen Entsperr-Verfahren für den SIM-Lock.

Die Telekom ist noch einen Schritt weiter gegangen

Im Rahmen ihres viele Jahre zurück­liegenden, ursprüng­lichen Exklusiv­vertrags mit der Firma Apple zum Vertrieb des gefei­erten iPhone in Deutsch­land war die Telekom Ende 2007 noch einen Schritt weiter gegangen: Die Möglich­keit, nach zwei Jahren kostenlos den Entsperr-Code für den SIM-Lock anzu­fordern, war beim iPhone zunächst nicht vorge­sehen. Erst nach einem gericht­lichen Streit im Einst­weiligen Verfü­gungs­verfahren mit dem Wett­bewerber Voda­fone rang sich die Telekom zu dem Zuge­ständnis durch, den SIM-Lock zumin­dest nach Ablauf der Mindest­vertrags­lauf­zeit auf Wunsch des Kunden zu entfernen.