Zurechtschneiden

SIM-Karten zurechtschneiden: So geht's

Neues Handy, aber eine alte SIM-Karte, die nicht reinpasst? Eine neue SIM-Karte zu bestellen kostet Geld und Zeit. Wir zeigen Ihnen daher einige Alternativen.
AAA
Teilen (31)

Der Haupt­unterschied zwischen Mini-, Micro- und Nano-SIM-Karten ist die Größe des Plastik­teils. Der Chip hingegen ist bei allen Formaten gleich. Daher können größere SIM-Karten zu kleineren SIM-Karten zurecht­geschnitten werden. Dieses Vorhaben lässt sich auf mehrere Arten realisieren. Wir stellen sie vor.

SIM-Karten stanzen

Micro-SIM-LocherMicro-SIM-Locher Wer selbst Hand anlegen will, kann sich einen speziellen SIM-Karten-Locher (auch SIM-Stanze oder SIM-Cutter genannt) zulegen. In Online-Shops sind diese für unter 10 Euro zu haben. Diese Geräte sind so einfach zu bedienen wie normale Papier-Locher. Sie stanzen aus einer Mini-SIM eine Micro- oder Nano-SIM-Karte, oder aus einer Micro-SIM eine Nano-SIM.

SIM-Karten selbst zurechtschneiden

Einen SIM-Karten Locher zu kaufen, kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Eine schnellere Alternative ist, zu Schere oder Teppich­messer zu greifen. Dies erfordert allerdings mehr Geschick. Außerdem wird eine Schablone mit dem richtigen Format benötigt, die über die SIM-Karte gelegt wird. Vorlagen solcher Schablonen zum Ausdrucken finden sich im Internet zuhauf.

Schablonen und Locher gibt es explizit auch für das Nano-SIM-Format. Nano-SIM-Karten sind normaler­weise dünner als andere SIM-Karten. Sie messen nur 0,67 cm statt 0,76 cm. Trotzdem passen dickere Karten oft ohne Weiteres in die Nano-SIM-Karten-Halterung der Geräte. Falls die Karte doch nicht passen sollte, hat sich der Griff zum Schmirgel­papier bewährt. Dieses darf natürlich nur auf der Rückseite (wo keine Kontakte sind) angewendet werden.

SIM-Karten stanzen lassen

Wer nicht selbst Hand anlegen will, kann seine SIM-Karte auch für sich zurecht­schneiden lassen. Allerdings verkaufen die Läden der großen Mobilfunk-Anbieter oder die großen Elektronik-Ketten viel lieber neue SIM-Karten, als dass sie alte Karten anpassen. Trotzdem mag es einen Versuch wert sein, in solchen Geschäften einmal nachzufragen.

Viel­versprechender sind die kleinen, marken­unabhängigen Handy-Läden. Kauft man bei diesen ein Handy, wird die SIM-Karte bei Bedarf meist kostenlos zugeschnitten. Hat man das Handy hingegen woanders erworben, wird für den Service des SIM-Stanzens manchmal eine Gebühr von ein paar Euro fällig. Damit fährt man aber immer noch günstiger als bei der Bestellung einer neuen SIM-Karte.

Risiken: Karten- und Geräte-Schaden, Garantieverlust

Freilich birgt das Zurecht­schneiden der SIM-Karten einige Risiken, die der Nutzer selbst tragen muss. Es kann passieren, dass die SIM-Karte beschädigt wird. Was aber viel schwer­wiegender ist: Auch das Gerät selbst kann beschädigt werden - zum Beispiel an der SIM-Karten-Halterung. Zudem kann das Manipulieren der SIM-Karte zu einem Garantie­verlust führen: So weisen Händler­informationen darauf hin, dass Hersteller wie Apple bei Kenntnis der Verwendung von selbst zugeschnittenen oder ausgestanzten SIM-Karten die Garantie erlöschen lassen. Auch seitens der Mobilfunk-Anbieter wird eindringlich vor dem Zurecht­schneiden und Stanzen der SIM-Karten gewarnt. Diese bevorzugen es, wenn die Kunden SIM-Karten in der gewünschten Größe neu bestellen - meistens gegen eine Gebühr.

SIM-Karten vergrößern mit Adaptern

SIM-Karten-AdapterAdapter: Nano-SIM zu Micro- oder Mini-SIM SIM-Karten lassen sich nicht nur auf ein kleineres Format bringen, mit SIM-Karten-Adaptern ist auch eine Vergrößerung möglich. Diese sind neu ab circa 3 Euro (inklusive Versand) im Online-Handel erhältlich.

Beim Einsetzen im Gerät sollte unbedingt der feste Sitz der Karte im Adapter überprüft werden. Außerdem ist es gefährlich, den Adapter ohne SIM-Karte in den Karten-Slot zu stecken. Dies kann den Slot nachhaltig beschädigen und somit das ganze Gerät unbrauchbar machen.

Weitere Ratgeber zum Thema SIM
Teilen (31)