Kaufratgeber

Smartphone-Kauf: So finden Sie das passende Modell

Das rich­tige Smart­phone zu finden, ist nicht einfach. Es müssen nicht immer High-End-Modelle sein. Auch weniger gut ausge­stat­tete Smart­phones haben Poten­zial. Was Sie beim Smart­phone-Kauf beachten sollten, verrät unser Kauf­ratgeber.
Von Rita Deutschbein / /

Die Auswahl an Smart­phones auf dem Markt ist beinahe so groß wie die unter­schied­lichen Bedürf­nisse der Nutzer. Den rich­tigen Begleiter für den Alltag zu finden, ist daher nicht gerade einfach. Wir wollen Ihnen bei der Wahl des passenden Smart­phones helfen und haben daher wich­tige Krite­rien zusammen­getragen, die die Kauf­entscheidung erleich­tern können.

Erste Frage: Nutzer-Typ und System-Wahl

Oberklasse-Handys sind stark, aber die Mittelklasse wird immer stärker Oberklasse-Handys sind stark, aber die Mittelklasse wird immer stärker
Bild: teltarif.de
Smart­phone-Nutzer lassen sich grob in drei Gruppen einteilen:

  • Es gibt zum einen dieje­nigen, die immer das neueste Modell haben wollen, wobei es voll­kommen egal ist, ob alle Funk­tionen und tech­nischen High­lights wirk­lich benö­tigt werden. Das Smart­phone ist Pres­tige-Objekt und der Preis Neben­sache.
  • Die zweite Nutzer-Gruppe macht sich hingegen Gedanken darüber, was sie von ihrem Smart­phone erwartet. Vor dem Kauf wird über­legt, welches Betriebs­system und welche Größe der neue Begleiter haben und viel­leicht sogar, von welchem Hersteller das Smart­phone stammen soll.
  • Die dritte Gruppe will ein möglichst güns­tiges Gerät und ist bereit, dafür Abstriche in Kauf zu nehmen.
Ist die Frage des Betriebs­systems geklärt, erleich­tert das die weitere Geräte-Suche bereits unge­mein. Am popu­lärsten sind die Systeme von Apple und Google - iOS in der aktu­ellsten Version iOS 14.x und Android in der neuesten Version Android 11, die nun sukzes­sive auf unter­stützte Smart­phone-Modelle gespielt wird.

Apple iOS: Lange Update-Versor­gung

Das iPhone 12 mini mit Betriebssystem iOS Das iPhone 12 mini mit Betriebssystem iOS
Bild: teltarif.de
Entscheiden sich Käufer für Apples iOS, stehen ledig­lich die verschie­denen iPhone-Modelle zur Wahl. Die neuesten Modelle sind das im April vorge­stellte iPhone SE (2020) im Retro-Kleid mit breiten Display­rän­dern und die im September vorge­stellte 12er-Serie aus iPhone 12, iPhone 12 Pro, iPhone 12 Pro Max und iPhone 12 mini.

Während das iPhone SE (2020) in der Basis-Version mit 64 GB für unter 500 Euro zu haben ist, geht es bei den anderen Modellen mit teil­weise deut­lich über 1000 Euro schon teurer zur Sache.

iPhones zeichnen sich in der Regel durch ein gutes Zusam­menspiel zwischen Hard­ware und Soft­ware aus. Gerät und Soft­ware stammen aus einer Hand, weshalb auch ältere Modelle schnell mit Updates versorgt werden können, beispiels­weise über vier oder fünf Jahre. Auch wenn die Geräte nicht günstig sind, so beein­flussen gute Update-Prognosen das Preis-Leis­tungs­ver­hältnis positiv.

Android: Nahezu unend­liche Auswahl an Smart­phones

Das Android-Handy OnePlus 8 Pro Das Android-Handy OnePlus 8 Pro
Bild: teltarif.de
So vergleichs­weise über­sicht­lich die Auswahl an iOS-Smart­phones ist, so unüber­sicht­lich ist sie beim Konkur­renten Android. Viele Hersteller wie Google mit den Pixel-Smart­phones (z.B. Pixel 4a) sowie Samsung (z.B. Galaxy S20), Huawei (z.B. Huawei P40), Xiaomi (z.B. Xiaomi Mi 10 Pro), Oppo (z.B. Find X2 Pro) oder OnePlus (z.B. OnePlus 8 Pro) setzen auf das System von Google. Die Schwie­rigkeit dabei ist, dass einige Hersteller dem Gerät eine eigene Ober­fläche verpassen. Updates auf neue Versionen können dadurch mitunter viel Zeit in Anspruch nehmen oder für ältere oder einfache Smart­phones voll­kommen ausbleiben.

Wer sich für ein neues Android-Smart­phone inter­essiert, sollte die Update-Prognosen im Auge halten. Die Trans­parenz, mit der die Hersteller mitt­lerweile ihre Soft­ware-Politik betreiben, hat sich in den vergan­genen zwei­ein­halb Jahren deut­lich verbes­sert.

Ein Beispiel dafür ist Samsung. Der Konzern aus Südkorea hat eine Liste mit Smart­phone-Modellen veröf­fent­licht, die drei Jahre mit Updates versorgt werden sollen. Es kann sich also vor dem Kauf lohnen, einen Blick darauf zu werfen und mit der Wahl einer Vorgänger- statt der neuesten Genera­tion unter Umständen Geld zu sparen, weil das Modell auch noch ausrei­chend lange mit Updates unter­stützt wird.

Schauen wir uns zunächst die Hard­ware an und verglei­chen die verschie­denen Prozessor-Vari­anten. Außerdem gehen wir auf die Unter­schiede von Einsteiger- und Mittel­klasse-Handys ein.

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