Neues Handy

iPhone einrichten: Erste Schritte

Wer sich ein neues iPhone kauft oder geschenkt bekommt, muss dieses bei Inbe­trieb­nahme erstmal einrichten - wir zeigen, wie das geht und worauf Sie achten sollten.

iPhone einrichten Das iPhone einrichten
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Das Apple iPhone gehört noch immer zu den belieb­testen Smart­phones. In diesem Jahr hat der ameri­ka­ni­sche Hersteller gleich fünf neue Handys auf den Markt gebracht. Nach der Neuauf­lage des iPhone SE im Früh­jahr folgten im Herbst iPhone 12, iPhone 12 Mini, iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max. Sicher hat der eine oder andere unserer Leser auch eines dieser Mobil­te­le­fone unter dem Weih­nachts­baum vorge­funden. Wir infor­mieren im folgenden Artikel darüber, welche Schritte den Einstieg für den neuen iPhone-Besitzer erleich­tern.

So gelingt die Erst­ein­rich­tung

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Die aktu­ellen Smart­phones von Apple bieten neben dem Schacht für eine physi­sche SIM-Karte auch eine eSIM. Passende Profile zur Akti­vie­rung gibt es mitt­ler­weile bei allen deut­schen Mobil­funk-Netz­be­trei­bern, während bislang nur wenige Discounter diese Form der SIM-Karte unter­stützen. Dabei wird das iPhone zum Dual-SIM-Handy, wenn eSIM und physi­sche Karte parallel genutzt werden.

Wenn die physi­sche SIM-Karte zum Einsatz kommen soll, dann wird für alle aktu­ellen Smart­phones von Apple eine Betrei­ber­karte im Nano-SIM-Format benö­tigt. Die meisten neueren SIM-Karten lassen sich als Mini-, Micro- oder Nano-SIM ausstanzen. Ist das bei der selbst genutzten Karte nicht der Fall, so muss diese gege­be­nen­falls über den Provider getauscht werden. Das sollte die erste Wahl sein, denn den Einsatz ausge­stanzter SIM-Karten sieht Apple als unsach­ge­mäße Nutzung an, die im Garan­tie­fall zu Problemen führen kann.

Nach dem ersten Einschalten des neuen iPhone werden die Sprache und das Land fest­ge­legt. Danach kann sich der Nutzer mit einem WLAN-Netz verbinden, was ratsam ist, um Daten­vo­lumen im Mobil­funk­netz zu sparen. Anschlie­ßend geht es auch schon daran, die Apple-ID inklu­sive Pass­wort einzu­geben oder eine neue Apple-ID einzu­richten. Ohne diese Kennung funk­tio­niert beim iPhone fast nichts. So lassen sich keine Einkäufe im AppStore oder bei iTunes tätigen (das betrifft auch kosten­lose Down­loads).

Aber auch die Nutzung des iCloud-Online-Spei­chers - und sei es nur für Daten­si­che­rungen oder die Synchro­ni­sa­tion von Adressen und Terminen - ist ohne Apple-ID nicht möglich. Auch der Apple-eigene Messenger iMessage und die FaceTime-Video­te­le­fonie sind nur nutzbar, wenn der Anwender sich mit seiner bereits bestehenden Apple-ID anmeldet oder eine neue einrichtet.

Während der Erst­ein­rich­tung kann für das neue iPhone die Konfi­gu­ra­tion eines früher genutzten Smart­phones von Apple wieder­her­ge­stellt werden. Dazu muss für das alte Gerät eine Daten­si­che­rung in der iCloud oder mit der iTunes-Soft­ware am PC ange­legt worden sein. Wurde keine Daten­si­che­rung ange­legt, so ist auch die direkte Über­nahme der Daten vom bisher genutzten iPhone möglich. Dabei können sogar even­tuell vorhan­dene eSIM-Profile auf das neue Gerät über­nommen werden. Tipp: Ein iTunes-Backup sollte immer mit einem Kenn­wort geschützt werden. Nur dann werden auch Daten wie WLAN-Pass­wörter oder die Kenn­wörter für E-Mail-Post­fä­cher mitge­si­chert und auf das neue Gerät über­tragen.

Auch Inhalte eines Android-Smart­phones lassen sich auf das neue iPhone über­nehmen. Zu diesem Zweck hat Apple die kosten­lose App Move to iOS im Google Play Store veröf­fent­licht.

Akti­vie­rung von iMessage und FaceTime kann kosten­pflichtig sein

Sobald die Instal­la­tion des iPhone abge­schlossen ist, erfolgt eine Abfrage, ob iMessage und FaceTime einge­richtet werden sollen - verbunden mit dem Hinweis, dass mit der Akti­vie­rung Kosten verbunden sein können. Diese Infor­ma­tion ist durchaus ernst zu nehmen, denn zur Frei­schal­tung wird eine SMS nach Irland verschickt, die von den meisten Provi­dern als Kurz­mit­tei­lung ins Ausland abge­rechnet wird. Die EU-Roaming-Regu­lie­rung sorgt aller­dings dafür, dass das mitt­ler­weile nicht mehr zu völlig über­teu­erten Preisen abge­rechnet wird.

Eine manu­elle Konfi­gu­ra­tion des mobilen Internet-Zugangs sollte sich in den meisten Fällen erüb­rigen. In der Regel werden die SIM-Karten deut­scher Mobil­funk-Netz­be­treiber und -Discounter auto­ma­tisch erkannt und die Einrich­tung erfolgt auto­ma­tisch. Je nach Provider und SIM-Karte können Sie neben GSM und UMTS auch über LTE tele­fo­nieren. Hierfür ist die Konfi­gu­ra­tion teil­weise manuell erfor­der­lich. Das funk­tio­niert im Menü Einstel­lungen - Mobiles Netz. Sollte es Ihr Vertrag ermög­li­chen, auch über WLAN zu tele­fo­nieren, so lässt sich diese Funk­tion im Telefon-Menü unter den Einstel­lungen akti­vieren.

Ein weiteres iPhone-Feature ist die Visual Voice­mail, die einge­gan­gene Nach­richten auf dem mobilen Anruf­be­ant­worter optisch darstellt. Das Feature gibt es bei Telekom, Voda­fone und o2 sowie teil­weise auch bei Discoun­tern. Die Akti­vie­rung erfolgt teil­weise aber nicht auto­ma­tisch, so dass sie ggf. über die Kunden­be­treuung des Anbie­ters vorge­nommen werden muss.

Wich­tige Apps ganz unten im Menü

Die vier wich­tigsten Apps sind am unteren Ende des Start­bild­schirms unter­ge­bracht. Diese bleiben auf jeder Home­screen-Seite erhalten und lassen sich auch austau­schen, so dass hier die Anwen­dungen plat­ziert werden können, die der Anwender tatsäch­lich am meisten benö­tigt. Andere Apps sind auf den Start­bild­schirmen verteilt und lassen sich auch in Ordnern zusam­men­fassen. Neu ist unter iOS 14 die App-Media­thek, die alle Anwen­dungen in auto­ma­tisch konfi­gurierten Ordnern enthält.

Mit einer Gesten­be­we­gung vom oberen Bild­schirm­rand nach unten erreicht man die Mittei­lungs­zen­trale. Wischt man bei aktu­ellen iPhone-Modellen vom rechten oberen Bild­schirm­rand in die Mitte bzw. bei älteren Geräten vom unteren Display­rand nach oben, so landet man im Kontroll­zen­trum. Dieses bietet Zugriff auf wich­tige Funk­tionen wie WLAN, Blue­tooth, den Flug­zeug­modus, die virtu­elle Taschen­lampe, oder die Musik- bzw. Podcast-Steue­rung.

Links neben dem ersten Start­bild­schirm befindet sich eine Seite, in der sich Widgets zusam­men­fassen lassen, die von verschie­denen Apps ange­boten werden. Unter iOS 14 ist es erst­mals auch möglich, Widgets auf den Start­bild­schirmen zu plat­zieren. Über die Widgets erhält der iPhone-Besitzer auf einen Blick Zugriff auf seinen Kalender, auf das Wetter und auf aktu­elle Nach­richten. Hier gibt es auch eine Such­leiste, mit der sich das iPhone, das Internet und Apple Maps durch­su­chen lassen. Wischt man aller­dings nach links während der Bild­schirm gesperrt ist, öffnet sich die Kamera-App.

iPhone-Steue­rung mit Siri

iPhone 8 Plus Siri auf dem iPhone
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Die Steue­rung des iPhone kann auch über die Sprachas­sis­tentin Siri erfolgen. Das Feature kann bei der Erst­ein­rich­tung akti­viert, alter­nativ aber auch später über das Menü Einstel­lungen - Allge­mein - Siri einge­richtet werden. Über den Sprach­be­fehl "Hey Siri" lässt sich die Sprachas­sis­tentin auch starten, ohne das iPhone in die Hand nehmen zu müssen.

Zusätz­liche Anwen­dungen sind im AppStore zu finden. Eine weitere offi­zi­elle Möglich­keit zur Instal­la­tion externer Programme auf dem iPhone gibt es nicht. Löschen lassen sich die Apps, indem man ein Programm-Symbol für einige Sekunden gedrückt hält. Danach erscheint ein Menü, wo unter anderem die Punkte "App löschen" oder "Home-Bild­schirm" ange­klickt werden können, um die Anwen­dung zu löschen oder im Menü an eine andere Stelle zu verschieben.

Safari und andere Browser für die Internet-Nutzung

Für den Internet-Zugang ist der Safari-Browser vorin­stal­liert. Andere Browser wie Google Chrome oder Mozilla Firefox lassen sich nach­in­stal­lieren. Im zum Betriebs­system gehö­renden Mail-Programm können alle gängigen Proto­kolle (POP3, IMAP4, SMTP, Micro­soft Exchange) genutzt werden. Viele Mail-Provider halten auch eigene Anwen­dungen im AppStore vor. Mit iOS 14 ist es erst­mals auch möglich, alter­native Internet-Browser und E-Mail-Programme zum Stan­dard zu machen.

Nicht zuletzt ist auch die Sicher­heit ein wich­tiges Thema. Eine Code-Sperre kann schon während der Erst­ein­rich­tung des iPhone einge­richtet werden. Zusätz­lich lässt sich die Gesichts­er­ken­nung bzw. bei älteren Geräten der Finger­ab­druck-Sensor, der in den Home-Button einge­ar­beitet ist, beispiels­weise für das Entsperren des iPhone oder für die Iden­ti­fi­ka­tion des Nutzers bei Einkäufen im AppStore verwenden. Wer diesen Schritt bei der Inbe­trieb­nahme des Tele­fons über­sprungen hat, kann die Sicher­heits­fea­tures im Menü Einstel­lungen - Touch ID (oder Face ID) & Code auch nach­träg­lich einrichten.

Tipps und Tricks zur Einrich­tung des neuen Android-Smart­phones erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema.

Weitere passende Ratgeber für die ersten Schritte mit dem neuen Handy finden Sie in unserer Über­sicht: