Appstores

Appstores von Blackberry, Samsung und weiteren Anbietern

Neben den großen und bekannten Appstores von Apple, Google und Microsoft stellen auch weitere Hersteller Appstores für ihre Geräte bereit: Mit der Blackberry World, dem Opera Mobile Store, Samsungs Galaxy Apps und Open-Source-Plattformen stehen einige Alternativen zur Auswahl.
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Appstores von Microsoft und BlackberryAppstores von Blackberry, Samsung & Co. Neben den großen und bekannten Appstores von Apple, Google, Microsoft und Amazon stellen auch weitere Hersteller Appstores für ihre Geräte bereit. So zum Beispiel Blackberry, der Produzent der gleichnamigen Smartphones: Die Blackberry World (früher: Blackberry App World) bietet jede Menge Anwendungen zum Herunterladen. Den Shop gab es lange Zeit lediglich in den USA, in Kanada und Großbritannien. Für Nutzer aus Deutschland ist er seit Juli 2009 zugänglich.

Blackberry World

Für den Zugriff auf den Blackberry-Appstore wird ein Handy mit dem Betriebssystem Blackberry 10 oder (bei der älteren Geräte-Generation) mit Blackberry OS 4.2 oder höher benötigt. Die Verkaufs­plattform bietet unter anderem zahlreiche Software-Applikationen, Spiele- und Themen-Apps. Im September 2012 gab das Unternehmen bekannt, die 100 000-App-Grenze geknackt zu haben - Mitte 2015 waren es circa 130 000. Um neben der Konkurrenz bestehen zu können, kooperiert Blackberry seit 2014 mit dem Amazon App Shop, der auf aktuellen Smartphones mit BlackBerry 10 OS ab Version 10.3. schon vorinstalliert ist.

Blackberry Passport mit Blackberry WorldBlackberry Passport mit Blackberry World Wurde früher für Apps in der Blackberry World ein Mindestpreis von 2,75 Euro erhoben, ist diese Grenze seit langem gefallen. Neben kostenpflichtigen Inhalten ist der Store ebenso gut gefüllt mit kostenlosen Anwendungen. Verschiedene Sortier- und Filter­funktionen, Top-Ranking-Listen, die Suche nach Kategorien und persönliche Kundenbewertungen erleichtern den Überblick, darüber hinaus können bestimmte Inhalte für Kinder und Jugendliche mittels Kennwortschutz gesperrt werden.

Sowohl für den Kauf als auch den Download von Apps ist die Anmeldung in der Blackberry World mit Angabe des Blackberry-ID-Benutzer­namens beziehungsweise der entsprechenden E-Mail-Adresse sowie des Passworts erforderlich.

Im mobilen Appstore werden jeweils nur die für das Gerät und die entsprechende Software passenden Apps angezeigt. Heruntergeladene Apps stehen im Bildschirm "My World" zur Verfügung - dort werden auch Updates angezeigt, die unter Umständen aber gebührenpflichtig sind. Käuflich erworbene Apps können jährlich auf bis zu vier weiteren Geräten installiert werden. Die Online-Version der Blackberry World ist auch vom Computer aus vollumfänglich für den App-Kauf und -Download nutzbar.

Opera Mobile Store

Opera Mobile Store  Auch Nokia wollte seinen Nutzern einen Appstore anbieten und rief im Mai 2009 den Ovi Store ins Leben. Dann folgte die Umbenennung in Nokia Store - das erste Handy, bei dem der Zugang zur Nokia-Plattform Ovi Store bereits vorinstalliert war, war übrigens das Nokia N97. Ende 2014 übernahm Microsoft den Nokia Store, der schließlich im Januar 2015 eingestellt wurde.

Einige Apps wurden Anfang 2015 in den vom norwegischen Browser-Hersteller Opera betriebenen Opera Mobile Store über­nommen, der mittlerweile die Handys und Smartphones der Reihen Nokia Series 40, S60, Symbian, Asha und Nokia X mit Apps und Programmen versorgt, darüber hinaus aber auch für alle anderen gängigen mobilen Plattformen Anwendungen anbietet. Insgesamt stellt der Appstore nach Angaben des Anbieters mehr als 300 000 Apps und Spiele zur Verfügung - 93 Prozent der von Entwicklern angebotenen Apps sogar kostenlos. Der Zugang ist sowohl über das mobile Endgerät als auch den PC möglich.

Alternative Appstores wie Samsung Galaxy Apps, F-Droid und Cydia

Neben den großen, bekannten Appstores bieten auch viele kleine Online-Shops mobile Apps an. Zudem gibt es weitere Hardware-Hersteller, die spezielle Appstores betreiben - wie zum Beispiel Samsung mit seinem Shop Galaxy Apps.

Samsung Galaxy Apps Der Samsung-Appstore Galaxy Apps wurde vom Hersteller für seine Android-Smartphones und Tablets der Galaxy-Reihe eingerichtet und löste 2014 den früheren App-Shop Samsung Apps ab, der damals noch verschiedene Linux-Betriebssysteme wie Bada und LiMo mit zusätzlicher Software und Features versorgte. In der Vergangenheit hatte Samsung viele spezifische Anwendungen für eigene Geräte (wie die Samsung Gear) ausschließlich im eigenen Appstore vertrieben, neuerdings werden diese aber auch auf anderen Plattformen angeboten. Weitere Infos zum Aufbau und Handling des Appstores können Sie in unserer Meldung zum Start von Galaxy Apps nachlesen.

Für Android gibt es außerdem noch weitere Konkurrenten zum Google Play Store (früher Android Market): Da der Play Store nur dann auf mobilen Endgeräten installiert werden darf, wenn diese bestimmte Lizenzbedingungen erfüllen, liefern einige Hersteller ihre Geräte stattdessen mit vorinstallierten alternativen Appstores aus. Die großen Plattformen erfordern häufig eine Benutzeranmeldung oder ein persönliches Konto wie bei Google. Zudem werden die Kriterien für den Ausschluss oder die Aufnahme einer App in den App-Shop, unabhängig von der Prüfung auf Schadsoftware oder Sicherheitslücken, bei den namhaften Anbietern zunehmend restriktiver.

F-Droid  Wer daher lieber auf Open-Source-Apps für Android setzen möchte und eine Anmeldung vermeiden will, ist bei F-Droid an der richtigen Adresse. Über 1500 kostenlose Apps stehen mittlerweile zum Download bereit. Es werden ausschließlich FOSS-Apps (Free and Open Source Software) in den Appstore aufgenommen, also Anwen­dungen mit offenem Quellcode, der von jedem Benutzer eingesehen, geprüft und verändert werden kann. Der Client für den Appstore kann auch per APK-Datei von der F-Droid-Website heruntergeladen und installiert werden. Die Webseite Fossdroid gibt einen Überblick über freie Open-Source-Apps, die bei F-Droid angeboten werden.

Cydia Auch für iPhones, iPads und iPod touch bieten sich alternative Appstores wie der Cydia Store an. Genau genommen ist Cydia ein Software-Installer und daher selbst nur als App und nicht als Website-Version verfügbar. Die Installation des Stores erfordert einen sogenannten Jailbreak, also einen Hack des ursprünglichen Betriebssystems - ein Schritt, der gut überlegt sein will. Dafür stehen dann viele (zumeist kostenlose) Anwendungen bereit, die im Apple-Store nicht oder nicht mehr angeboten werden, denn für die freie Entwicklerszene sind Plattformen wie Cydia aufgrund fehlender Vorgaben, was beispielsweise das Design angeht, besonders interessant.

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