Systemwechsel

Von Android kommend: So geht der iPhone-Umstieg

Apple hat die Einrich­tung eines neuen iPhone ab iOS 11 deut­lich verein­facht. Wir zeigen Ihnen den Umzug von einem Android-Smart­phone.

Nach­folgend lesen Sie den Ratgeber zum Wechsel von Android und Windows Phone zu iOS. In einem weiteren Ratgeber lesen Sie alles zum Umstieg zu Android.

Smart­phones gehören zu den belieb­testen Geschenken zu Weih­nachten und das iPhone ist im mitt­lerweile 13. Jahr seit dem Markt­start des ersten Apple-Smart­phones immer noch einer der begehr­testen Hand­helds.

Wer schon früher ein iPhone verwendet hat, sollte keine Probleme haben, seine Apps und Daten auf das neue Modell, etwa das iPhone 12 Pro oder das iPhone 12 mini, mitzu­nehmen. Entspre­chende Daten­siche­rungen, die sich auf dem neuen Gerät wieder­herstellen lassen, können auto­mati­siert in der iCloud von Apple oder auch über die iTunes-Soft­ware am Computer vorge­nommen werden. Details zum Wechsel vom alten iPhone auf ein neues Modell haben wir in einem eigenen Beitrag zusam­menge­fasst. iPhone 12 iPhone 12
Foto: Apple

Gmail & Co. auch auf dem iPhone

Aber auch der Wechsel von einem Android-Smart­phone zum Apple iPhone gelingt ohne Probleme. Wer beispiels­weise als Android-Nutzer eine Gmail-Adresse, den Google-Kalender und auch das Adress­buch von Google verwendet, kann diese Dienste ohne Einschrän­kung auch mit dem iPhone nutzen.

Im AppStore von Apple steht die offi­zielle Gmail-App zum kosten­losen Down­load bereit. Mit iOS 14 kann die Anwen­dung nun auch zum Stan­dard­pro­gramm für den Versand und Empfang von elek­tro­nischer Post einge­richtet werden. Die Google-Dienste lassen sich aber auch über die zum Betriebs­system gehö­renden Mail-, Kalender- und Kontakte-Apps nutzen. Dazu werden die Zugangs­daten - also die Gmail-Adresse und das Pass­wort - im Menü Einstel­lungen - Mail, Kontakte, Kalender unter "Account hinzu­fügen" einge­geben.

Daten-Abgleich erfolgt nach Eingabe der Zugangs­daten

Viele E-Mail-Dienste sind am iPhone bereits vorkonfiguriert Viele E-Mail-Dienste sind am iPhone bereits vorkonfiguriert
Foto: teltarif.de
Google gehört zu den hier vorkon­figu­rierten Diensten, so dass die Eingabe der Zugangs­daten nur der entspre­chende Menü­punkt ange­geben werden muss. Anschlie­ßend können E-Mails verschickt und empfangen werden und auch die bei Google hinter­legten Termine und Adressen stehen auf dem iPhone zur Verfü­gung.

Im glei­chen Menü kann auch ein Micro­soft-Account ange­geben werden. Unab­hängig davon, ob man eine Hotmail-, Live- oder Outlook.com-Adresse verwendet, muss im Menü Einstel­lungen - Mail, Kontakte, Kalender der Punkt "Outlook.com" genutzt werden. Hier genügt es nun eben­falls, die E-Mail-Adresse und das Pass­wort einzu­geben. Danach stehen der E-Mail-Dienst, aber auch die Adressen und Termine auf dem iPhone zur Verfü­gung. Alter­nativ gibt es die Outlook-App auch für iOS.

Am iPhone werden darüber hinaus Micro­soft-Exchange-Konten, Yahoo!- und AOL-Adressen oder auch belie­bige andere E-Mail-Provider mit POP3- und IMAP4-Proto­koll unter­stützt. Viele Anbieter wie Web.de oder GMX stellen auch eigene Apps für den E-Mail-Austausch zur Verfü­gung.

Musik, Fotos & Videos

iPhone 12 Pro Max iPhone 12 Pro Max
Foto: Apple
Musik, Fotos und Videos, die Sie bisher auf einem Android-Smart­phone abge­legt haben, lassen sich eben­falls auf das iPhone über­nehmen. Wenn Sie Ihr bishe­riges Handy per USB-Kabel an einen Windows-PC anschließen, können Sie die Daten auf die Fest­platte des Rech­ners kopieren und anschlie­ßend über eine iTunes-Synchro­nisie­rung auf das iPhone kopieren.

Mac-User benö­tigen zusätz­liche Apps

Unter Mac OS X wird das Android-Smart­phone leider nicht im Finder gefunden. Die Lösung für bishe­rige Android-Nutzer lautet Android File Transfer. Dabei handelt es sich um ein Hilfs­programm von Google, das am Mac den Zugriff auf den internen Spei­cher und ggf. auch auf die Spei­cher­karte erlaubt, so dass es eben­falls möglich ist, Fotos, Musik- und Video-Dateien auf den Computer zu über­spielen. Von dort aus lassen sich die Daten per iTunes-Synchro­nisie­rung auf das Apple-Smart­phone bringen.

Kindle & Co. gibt es auch für das iPhone

Google Docs auf dem iPhone Google Docs auf dem iPhone
Bild: teltarif.de
Bücher, die Sie beispiels­weise mit den Apps für Kindle, Nook und Google Play Books unter Android verwendet haben, lassen sich mit dem glei­chen Account der jewei­ligen Platt­form auch auf dem iPhone verwenden. Ähnlich einfach können Sie Publi­kationen, die im PDF- oder ePub-Format vorliegen, auf dem iPhone nutzen. Diese lassen sich mit iBooks auf das Smart­phone mit iOS-Betriebs­system bringen und dort mit der iBooks-App darstellen.

Nicht zuletzt können auch Office-Doku­mente, die zuletzt unter Android verwendet wurden, auf dem iPhone weiter genutzt werden. Beispiels­weise steht im Play Store die Micro­soft Word-App zur Verfü­gung. Auch für Google Docs gibt es eine offi­zielle iOS-App. Mit dem Kauf eines neuen iPhone bekommen die Nutzer aber ohne Aufpreis auch das iWork-Office-Paket von Apple, das mit Micro­soft Office kompa­tibel ist.

Face­book, Twitter etc.: Soziale Netz­werke auf dem iPhone

Wer Face­book, Twitter, Flickr und Vimeo nutzt, findet diese Dienste auch auf dem iPhone. Die Anwen­dungen sind kostenlos im AppStore zu bekommen und die Zugangs­daten sind mit denen unter Android iden­tisch.

Inter­essenten, die WhatsApp von einem Android-Smart­phone mit der glei­chen Rufnummer auf das iPhone über­nehmen, können den bishe­rigen Chat-Verlauf nicht über­nehmen. Zwar gibt es für den beliebten Smart­phone-Messenger inzwi­schen auf allen Platt­formen eine Backup-Funk­tion. Diese funk­tioniert aber nicht Betriebs­system-über­grei­fend. Eine Ände­rung ist denkbar, wenn WhatsApp seine Pläne umsetzt, einen Account auf mehreren Smart­phones nutzbar zu machen.

Browser-Daten zum iPhone mitnehmen

Bishe­rige Android-Nutzer haben unter Umständen ihre Lese­zeichen im Chrome-Browser gespei­chert. Diesen gibt es auch als iPhone-App im AppStore. Nach dem Login mit den Daten des Google-Kontos stehen die Links somit auch auf dem iPhone zur Verfü­gung. Einziger Nach­teil: Anders als unter Android lässt sich Chrome nicht als Stan­dard-Browser einrichten.

Über die iCloud lassen sich Browser-Lese­zeichen aber auch gerä­teüber­grei­fend synchro­nisieren. Das funk­tioniert für Mac-Besitzer beispiels­weise für den Safari-Browser. Unter Windows wird neben dem Internet Explorer auch Firefox und Chrome unter­stützt.

App-Viel­falt unter iOS

Blick in den AppStore von Apple Blick in den AppStore von Apple
Bild: teltarif.de
Ansonsten sollten so ziem­lich alle von Android bekannten Apps auch für das iPhone zur Verfü­gung stehen. Aller­dings müssen kosten­pflich­tige Anwen­dungen neu gekauft werden. Die Kauf-Versionen, die für Android erworben wurden, lassen sich auf dem iPhone nicht nutzen.

Unsere Beispiele zeigen, dass der Wechsel von einem anderen Smart­phone zum iPhone wahr­lich kein Hexen­werk ist. Die meisten Dienste lassen sich weiterhin nutzen, für andere Anwen­dungen gibt es gleich­wertige Alter­nativen.

Weitere Ratgeber für die ersten Schritte mit dem neuen Handy finden Sie in unserer Über­sicht:

Weitere Meldungen zum Apple iPhone