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Solaris Mobile erhält DVB-SH-Lizenz in Deutschland

Zulassungen für Hybrid-Netzbetrieb auch in Frankreich und Schweden
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Das Unternehmen Solaris Mobile Ltd., eine Tochter der Satellitenbetreiber SES Astra und Eutelsat sowie europaweiter Betreiber neuer drahtloser Hybridnetze, die Satelliten mit terrestrischer Ausstrahlung kombinieren, hat jetzt die Lizenzen zum Betrieb seiner Services in Deutschland, Frankreich und Schweden erhalten. Die Zulassungen der Telekommunikationsbehörden hätten eine Laufzeit von 18 Jahren, teilt das Unternehmen mit. Mit diesen neuen europäischen Lizenzen verfüge Solaris Mobile jetzt über insgesamt sieben Zulassungen in Mitgliedstaaten der EU. Zudem erteilten bereits Finnland, Luxemburg, Italien und Slowenien entsprechende Lizenzen. Die Zulassungen erlauben den Betrieb des Hybridnetzes von Solaris Mobile in den genannten EU-Ländern und ermöglichen die Bereitstellung von Sprach- und Datendiensten, TV-, Radio- und anderen Breitbanddiensten auf mobilen Geräten wie Mobiltelefonen im Standard DVB-SH.

Die von Solaris Mobile bereitgestellten Hybridnetze wurden möglich, nachdem die Europäische Kommission das Unternehmen im Mai 2009 ausgewählt hatte, europaweit Dienste in den 2 mal 15 MHz-Blöcken des S-Band-Spektrums zu betreiben.

Bisher nur diverse Versuchsabstrahlungen

Anfang 2008 wurde das gemeinsame Unternehmen gegründet. Im April 2009 startete das Joint Venture den ersten speziell für mobile Dienste im S-Band ausgelegten Satelliten mit dem Namen W2A, der allerdings bei ersten Versuchen nicht die erwartete Leistung zeigte. Inzwischen laufen verschiedene Pilotprojekte, unter anderem ein Versuchssender der Universität Erlangen, mit denen die Alltagstauglichkeit von DVB-SH unter Beweis gestellt werden soll.

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