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Probleme mit S-Band-Nutzlast beim Mobil-TV via DVB-SH

Mobil-Konsotium Solaris Mobile sieht Start nicht gefährdet
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Das DVB-SH-Joint-Venture Solaris Mobile der Satellitenbetreiber Eutelsat und SES Astra hat bei der Durchführung von Tests mit der S-Band-Kapazität auf dem im vergangenen Monat gestarteten Satelliten W2A eine Anomalie der Leistung festgestellt. Infolgedessen seien zusätzliche Analysen mit dem Generalauftragnehmer Thales Alenia Space des Satelliten geplant, um die Ursache der Anomalie zu identifizieren und den Umfang der Leistungsfähigkeit der S-Band Nutzlast für die Bereitstellung mobiler Satellitendienste im europäischen Markt vollständig abzuschätzen. Nähere technische Angaben machte das Unternehmen nicht. Es ist auch noch unklar, inwiefern die Pläne von Solaris Mobile unter anderem mobiles Fernsehen via Satellit an mobile Endgeräte wie Handys oder PDAs zu übertragen, aufgrund der Anamolie gefährdet sind. Allerdings bleibe das Unternehmen zuversichtlich in seiner Fähigkeit, seinen im Auswahlprozess der EU-Kommission gemachten Zusagen entsprechen zu können.

Solaris Mobile hat von der Europäischen Kommission die Bestätigung über die Zuteilung von 2 x 15 MHz im S-Band Frequenzspektrum in Europa erhalten. Die Übertragung der Frequenzen räumt Solaris Mobile das Recht ein, das Spektrum über alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union hinweg zu nutzen. Unterstützt von Solaris Mobile sollen Content Provider in der Lage sein, Live-TV, lineare und On-Demand Inhalte wie etwa ortsgebundene Dienste sowie Mobil-TV zu übertragen. Solaris Mobile kombiniert Satelliten-Technik mit terrestrischer Infrastruktur und will so flächendeckend in Europa mobile Dienste anbieten - sowohl in urbanen Räumen wie auch auf dem Land.

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