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Billig-Handy oder High-End-Smartphone: Das richtige Modell finden

Welche Punkte sind beim Handy-Kauf zu beachten
Von Steffen Herget
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In den Handy-Shops, den Läden der Provider oder bei Media Markt und Co. liegen sie aus, die schicken und teuren High-End-Smartphones wie das Apple iPhone, Samsung Galaxy S II oder HTC Sensation. Viele Kunden, die nach einem neuen Endgerät suchen, fühlen sich natürlich zu den teuren Modellen mit den imposanten Leistungsdaten und schickem Design hingezogen. Aber braucht wirklich jeder ein Smartphone der absoluten Oberklasse? Für wen tut es vielleicht auch ein Einsteiger-Modell oder ein Einfach-Handy? Dazwischen bewegen sich noch die Feature-Phones, die einige Smartphone-ähnliche Funktionen aufweisen, aber mit diesen dann doch nicht ganz mithalten können.

Prozessorleistung ist nicht unbedingt entscheidend

Das richtige Handy findenDas richtige Handy finden Eines der Bauteile, das für die Leistungsfähigkeit eines Handys verantwortlich ist, ist wie beim heimischen Computer der Prozessor. Während Smartphones gerne mit Superlativen wie zwei Rechenkernen oder hohen Taktfrequenzen von mehr als 1 GHz um Kundschaft werben, sind die Angaben zur Prozessorleistung bei Einsteiger-Handys meist kaum herauszufinden. Da diese Handys aber auch einen deutlich geringeren Funktionsumfang aufweisen, muss ein schwächerer Prozessor nicht heißen, dass der Nutzer mit langen Verzögerungen beim Starten von Anwendungen rechnen muss. Auch ein Smartphone ist aber nicht ausschließlich von der reinen Taktfrequenz des Prozessors abhängig. Die Software muss zur Hardware passen, sonst ruckelt es auch bei Gigahertz-Modellen. Gerade für Smartphones gilt aus Faustregel aber: Je schneller, desto leistungsstärker. Das stört aber auch nicht jedermann, so dass hier gilt: Am besten ist es, das gewünschte Modell einmal im Laden selbst auszuprobieren, um zu sehen, ob die allgemeine Arbeitsgeschwindigkeit individuell ausreicht.

Wichtig für die Entscheidungsfindung ist auch die Eingabemethode. Vielschreiber und SMS-Freunde kommen oft noch immer besser mit "echten" Tastaturen zurecht, die Umgewöhnung auf eine virtuelle Tastatur auf dem Touchscreen kann dauern. Die Auswahl an Smartphones mit Tastaturen zum Ausschieben wie etwa das Motorola Milestone 2 oder das Dell Venue Pro ist recht gering. Einsteiger-Modelle und Feature-Phones sind hingegen häufiger mit QWERTZ-Tastenfeldern zu bekommen, die im Aufbau dem Vieltipper-Idol Blackberry ähneln. Zahlenfelder als Tastatur sind bei einfachen Handys noch immer weit verbreitet.

Vor allem wer sich für ein Handy mit Touchscreen interessiert, sollte auf die Qualität achten. Bei allzu günstigen Displays verzerren die Farben und Kontraste bei schrägen Blickwinkeln häufig schnell, zudem wird die Darstellung bei schlechten Auflösungen hier und da körnig, was vor allem beim Lesen stört. Während resisitve (druckempfindliche) Touchscreens kaum noch eine Rolle spielen, gibt es auch bei kapazitiven Modellen Unterschiede in der Bedienqualität. Ist keine echte Tastatur vorhanden, lohnt es sich auf Dauer, in ein etwas größeres Modell zu investieren - zu kleine virtuelle Tastaturen können durch die unvermeidlichen Vertipper frustrierend sein.

Betriebssystem als wichtiges Kriterium

Vielschreiber bevorzugen häufig noch immer echte TastaturenVielschreiber bevorzugen häufig noch immer echte Tastaturen Während Einfach-Handys und Feature-Phones meist auf Hersteller-eigenen Betriebssystemen basieren, kommt auf Smartphones auch im Einsteiger-Bereich im Regelfall eines der großen mobilen Betriebssysteme zum Einsatz. Bis auf die dem iPhone vorbehaltene Apple-Lösung iOS stehen hier Systeme wie Android, Windows Phone 7, Bada oder Symbian zur Verfügung. Während alle diese Plattformen verschiedene Stärken und Schwächen haben, zeichnen sie sich doch durch ähnliche Dinge aus: E-Mail, Internet-Browser, Spiele sowie Musik und Video stehen zur Unterhaltung des Nutzers bereit. Was viele Interessenten jedoch nicht wissen: Auch Feature-Phones mit proprietären Systemen haben solche Dinge nicht selten an Bord. Selbst wenn vielleicht der Browser mit Flash oder HTML5 Probleme hat, die Facebook-App nicht alle Features unterstützt oder allgemein der Komfort etwas zu wünschen übrig lässt, können doch viele Dinge auch mit solchen Handys erledigt werden.

Vom Betriebssystem abhängig ist natürlich auch die Zahl der Apps. Die Smartphone-Betriebssysteme haben allesamt eine ordentliche bis unüberschaubar riesige Anzahl an nützlichen oder weniger nützlichen Programmen zu bieten, die die Funktionen eines Smartphones deutlich erweitern. Da gibt es Spiele, Navigationslösungen, Bildbearbeitung, Sport-Apps und zahlreiche Dinge mehr. Wer allerdings sein Handy hauptsächlich für Standard-Tätigkeiten wie Telefonieren, SMS, Wecker oder ähnliche Dinge nutzt, kann auf diese Auswahl auch getrost verzichten. Zudem haben auch Feature-Phones ohne Android, Symbian, Bada oder Windows Phone oft kleinere Appstores der Hersteller zur Verfügung, die zwar meist nur wenige Programme enthalten, aber mehr zu bieten als nichts. In Sachen Wahlmöglichkeiten und Bedienkomfort haben Smartphones hier aber deutlich mehr zu bieten.

Auf der zweiten Seite kümmern wir uns um die Akku-Laufzeiten und die weiteren Unterschiede bei der technischen Ausstattung der Handys und Smartphone.

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