Trend

Mit dem Mode-Handy besser beim Telefonieren aussehen

Die Handy-Modelle von Levi's, Hugo Boss, Armani und Prada
Von Verena Huth

Kein seltenes Bild: Auf Zwanziger-Jahre-Events holen Partygänger ihr Prada Phone aus dem Bohème-Outfit hervor, um kurz ihre E-Mails zu checken. Woran könnte man sich auch besser festhalten als an Statussymbolen? Die Mode-Branche hat schon vor gut zwei Jahren mit dem ersten Prada Phone ihren Einzug ins Handy-Geschäft gehalten. Auch andere große Namen aus der Modewelt wie Armani oder Dolce&Gabbana haben seitdem mit den Herstellern von Mobiltelefonen kooperiert und Handy-Modelle unter ihrem Label herausgebracht. Wer sich diese Fashion-Handys genauer anschaut, bemerkt schnell: Diese Geräte sind vor allem eines - teuer. Ob sie dafür auch mehr können als nur gut aussehen, erfahren Sie in diesem Artikel. Foto vom MOTORAZR V3i Dolce&Gabbana MOTORAZR V3i Dolce&Gabbana
Foto: Motorola

Das MOTORAZR V3i Dolce&Gabbana, das ebenfalls 2007 vorgestellt wurde, war mit Sicherheit an der Entstehung des Fashion-Handy-Trends beteiligt. Fast alles an diesem Mobiltelefon scheint aus Gold zu sein, nur der Dolce&Gabbana-Schriftzug springt dem Betrachter in silberner Farbe ins Auge. Mittlerweile ist der Klunker wieder von der Bildfläche verschwunden. Das mag auch daran liegen, dass bei diesem Handy tatsächlich nicht alles Gold ist, was glänzt. Die technische Ausstattung lässt zu wünschen übrig: Mit der 1,2-Megapixel-Kamera beispielsweise können auch Fashion-Victims nicht mehr wirklich protzen.

Überteuerte Urbanität: Levi's Mobile Phone

Foto vom Levi's Phone Levi's Phone
Foto: Levi's
Wie das D&G-Handy kam auch das Levi's Mobile Phone 2007 auf den Markt, ist allerdings immer noch für 499,99 Euro ohne Vertrag im Handel zu haben. Weiterer Unterschied: bei dem Jeans-Handy wurde nicht einfach einem herkömmlichen Handy-Modell das Label eines Modehauses übergestülpt. Stattdessen wurde das Levi's-Handy vom französischen Unternehmen ModeLabs entwickelt. Von Modelmaßen lässt sich beim Levi's-Mannequin nicht gerade sprechen - es präsentiert sich eher etwas füllig im Taillenbereich. Aber der magere Koks-Schick à la Kate Moss ist ja schließlich out. Wie dem auch sei: An Jeans erinnert dieses Telefon nicht - dafür ist es wahrscheinlich einfach zu "urban". Trendig ist die Kette, mit der Besitzer ihr Kult-Handy an der Hose sichern können.

Abseits des landflüchtigen Looks verfügt das Levi's Phone über eine 2-Megapixel-Kamera, einen MP3- und einen Video-Player, ein UKW-Radio, eine Bluetooth-Schnittstelle und GPRS-Unterstützung und damit nicht wirklich über eine glamouröse technische Ausstattung. Insgesamt bietet das jeanslose Jeans-Handy abseits des Designs ein schlechtes Preis-Leistungsverhältnis. Für Levi's-Fans vielleicht ein Must Have, für alle anderen nicht.

Armani schickt den Night Effect auf den Handy-Catwalk

Foto vom Samsung M7500 Emporio Armani Night Effect Samsung M7500 Emporio Armani Night Effect
Foto: Samsung
Als prominente Beispiele für aktuelle Handy-Modelle der Modeschöpfer müssen vor allem die Geräte aus dem Hause Prada und Armani herhalten, die beide bereits in der zweiten Generation existieren. Seit September vergangenen Jahres kann das Samsung SGH-M7500 Emporio Armani Night Effect für einen Preis ab 280 Euro ohne Vertrag erworben werden. Armanis Haute Couture soll sich bei diesem Gerät wohl in seiner vergleichbar schlichten Ausstrahlung wiederfinden: Denn wie der Name vermuten lässt, präsentiert es sich in kühlem Schwarz. Damit das Gerät auch nachts oder in der Handtasche jederzeit sicher wiedergefunden werden kann, erstrahlt seitlich ein neonblauer Leuchtstreifen. Disco-Atmosphäre für After-Show-Partys lässt sich damit allerdings nicht herzaubern.

Unter der weitgehend dunklen Oberfläche verbirgt sich eine 3-Megapixel-Kamera, ein MP3-Player, ein UKW-Radio, UMTS- mit HSDPA-Unterstützung sowie Bluetooth. Der interne Speicherplatz von 120 MB kann durch eine microSD-Card erweitert werden.

Auf der folgenden Seite stellen wir Ihnen ein Fashion-Handy mit umfangreicherer Ausstattung vor.

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