Ratgeber

Ratgeber: So umgehen Sie ganz einfach Handy-Kostenfallen

Wer sich mit dem Handy auskennt, kann leichter die Mobilfunk-Kosten gering halten
Von Michael Bauer / Björn Brodersen

Inzwischen schreibt der Gesetzgeber zwar vor, dass solche Abos per SMS bestätigt werden müssen. Doch auch eine solche Bestätigung ist im jugendlichen Eifer schnell abgeschickt. Eltern, die auf Nummer sicher gehen wollen, können für ihre Kinder den Versand von Premium-SMS über den Mobilfunkanbieter sperren lassen. So ist keine Inanspruchnahme von Klingelton-Abos und ähnlichen Diensten möglich. Bei Mobilfunkanbietern wie etwa T-Mobile, o2 oder den Mobilfunk-Discountern klarmobil und simply kann eine Sperrung solcher Dienste über die Telefon-Hotline oder per E-Mail veranlasst werden.

Nicht auf lock-Anrufe und -SMS reagieren

Mobilfunk-Kunde im Shop,
Foto: Vodafone
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Ein kurzes Klingeln, das Ihnen nicht einmal Zeit gibt, nach Ihrem Handy zu greifen, dann ist schon wieder Ruhe. "1 Anruf in Abwesenheit" sagt die Anzeige auf dem Handy-Display und liefert Ihnen auf Tastendruck auch eine dazugehörige Nummer. Wenn diese mit 0900, 0137-7 oder auch +49 137-7 beginnt, sollten Sie auf keinen Fall zurückrufen, denn auch hier handelt es sich um zu hohen Entgelten erreichbare Rufnummern. Solche Lock-Anrufe werden manchmal auch mit einem Gewinnspielversprechen verbunden: Eine Ansage auf Ihrer Mailbox garantiert Ihnen bei Rückruf einen hochwertigen Preis. Fallen Sie nicht auf diesen Trick herein, bereits ein kurzer Rückruf kann mehrere Euro Kosten verursachen. Aufgepasst auch bei geheimnisvollen SMS-Nachrichten mit unbekanntem Absender, die zum Antworten verlocken: Reagieren Sie auf keinen Fall.

Mit dem Handy im Internet zu surfen, kann mit dem falschen Daten-Tarif schnell ins Geld gehen. Viele Handy-Nutzer kennen die anfallenden Datenübertragungskosten im Mobilfunk nicht oder wissen gar nicht, dass zum Beispiel auch für Multimedia- und Navigations-Dienste Datenentgelte fällig werden können. Wer aber nicht weiß, wie diese Dienste realisiert werden und was sie kosten, kann sie nicht unbedingt maßvoll nutzen. Bei der Wahl des Handy-Tarifs spielen die GPRS- und UMTS-Kosten oft keine Rolle. In ihren Werbeangeboten stellen die Anbieter noch immer den Minutenpreis fürs Telefonieren heraus, die sonstigen Nutzungspreise erfahren interessierte Kunden erst auf konkrete Nachfrage beim Mobilfunkhändler oder durchs Lesen der Preisinformationen.

Besser ausreichend Zeit für die richtige Tarifwahl nehmen

Selbst wer sich der von seinem Mobilfunkanbieter berechneten Kosten für die Nutzung des mobilen Internets bewusst ist, kann dafür am Ende mehr als erwartet zahlen: Das kann entweder durch das unbemerkte Drücken der Internetverbindungstaste eines sogenannten Branding-Handys oder durch einen ungeeigneten, im Handy-Menü aktivierten Internet-Zugangspunkt (APN) geschehen.

Bei einem von einem Mobilfunkanbieter verkauften Branding-Handy ist in der Regel im Menü des Mobiltelefons der passende Zugangspunkt voreingestellt. Der Verbindungsaufbau über das Mobilfunknetz erfolgt durch Drücken der meist mit dem Betreiber-Logo versehenen Internet-Taste. Wer keine Tastensperre aktiviert hat oder sich beim Tippen verdrückt, baut schnell ungewollt eine mobile Internetverbindung auf. Deaktivieren Sie die verhängnisvolle Tastenfunktion, wenn Sie unsicher sind. Im Zweifel können sich die Kunden die notwendigen Konfigurationsdaten für das mobile Surfen auch per SMS-Mitteilung von ihrem Mobilfunkanbieter zusenden lassen oder den Angaben auf den Websites entnehmen.

Auf der letzten Seite unseres Ratgebers lesen Sie: So finden Sie den richtigen Tarif für Ihr Telefonverhalten.

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