Themenspecial Einkaufen zu Weihnachten Test

Ausprobiert: Fünf Foto-Handys fürs Fest

Nokia N86, Sony Ericsson Satio, Samsung Pixon12, Apple iPhone, LG Viewty Smart
Von Hagen Hellwig

Weihnachten ohne Fotos? Undenkbar! Bei dem hierzulande größten Familienfest wird fotografiert wie sonst selten im Jahr. Und seit nahezu jedermann ein Handy mit Fotofunktion besitzt, steigt die Bilderflut noch einmal kontinuierlich an. Grund dafür ist auch die steigende Qualität, mit der die kleinen Knipsen Bilder machen. Wir haben uns fünf aktuelle Kamera-Handys näher auf ihre Foto-Qualität angeschaut. Taugen sie als Ersatz für eine "richtige" Kamera?

Nokia N86 8MP mit Carl-Zeiss-Objektiv

Datenblätter

Nokia will mit dem Nokia N86 8MP Nägel mit Köpfen machen und hat dem Gerät daher ein Objekt von einem angesehenen Objektivhersteller verpasst: ein Tessar 2,4-4,8/4,5 von der Firma Carl Zeiss. Das Weitwinkelobjektiv (4,5 Millimeter) verfügt über eine dreistufige Blendenregelung (2,4 bis 4,8) statt einer festen Blende und einen mechanischen Verschluss - Dinge, die sonst nur bei einer herkömmlichen Kamera selbstverständlich sind, um die richtige Belichtung zu wählen - fehlt nur noch der optische Zoom. Nokia N86 8MP Nokia N86 8MP
Foto: Nokia

Sollte das Licht nicht ausreichen, so kann das Nokia N86 8MP gleich auf zwei LED-Blitzlichter zurückgreifen. Diese werden allerdings erst beim Auslösen eingeschaltet, so dass man beim Wählen des Motivs womöglich im Dunkeln tappt. Die Auflösung des Fotosensors beträgt - wie der Namenszug schon verrät - stolze 8 Megapixel, wobei dieser Wert theoretisch zu sehen ist. In der Praxis kommen weniger Pixel in einer Bilddatei an.

Das Nokia N868MP ist zwar etwas klobig, liegt aber gerade beim Fotografieren gut in der Hand. Auf eine Touchscreen-Steuerung hat Nokia verzichtet, dafür gibt es diverse Tasten auf der Oberfläche, der Seite und der zu zwei Seiten ausziehbaren Tastatur. Wichtigste Steuerungsmöglichkeit ist beim Nokia N86 8MP die mittlere Taste. Gestartet bzw. beendet wird der Fotomodus einfach durch Schieben des Objektivschutzdeckels.

Nokia N86 8MP: Die Bewertung
Multimedia-Handy mit vergleichsweise
guter Foto-Funktion. Erhältlich ab 315
Euro ohne Vertrag.

Hervorzuheben ist die Serienbildfunktion, mit der Bilder von einem Motiv automatisch in Intervallen von zehn Sekunden bis zehn Minuten gemacht werden können, um zum Beispiel Bewegungen zu dokumentieren. Serienaufnahmen sind dank einer um 50 Prozent gegenüber dem Vorgänger verkürzten Verarbeitungszeit relativ viele in kurzer Zeit möglich. Für die Speicherung stehen innerhalb des Handys 8 GB zur Verfügung, was bei entsprechender Auflösung der Aufnahmen und Größe der einzelnen Bilddateien für rund 4 000 Fotos reicht. Die Fotos können mit Geo-Tags (Ortsangaben) versehen und bequem in Online-Dienste wie zum Beispiel Flickr verschickt werden. Die Fotoanzeige erfolg auf dem OLED-Display, das für guten Kontrast bei geringem Stromverbrauch sorgt.

Sony Ericsson Satio

Sony Ericsson Satio Sony Ericsson Satio
Foto: Sony Ericsson
Das Smartphone Sony Ericsson Satio ist das Kamera-Handy, das am ehesten wie eine Kamera aussieht. Grund dafür ist die große Klappe zum Schutz des Objektivs, bei deren Öffnung sich auch gleich die Kamera-Funktion einschaltet - ähnlich wie beim N86 8MP von Nokia. Zusätzlich zum Auslöseknopf kann man den Auslöser auch über den Touchscreen betätigen. Mit dem Druck auf einen bestimmten Teil des anvisierten Motivs wird dieser Bildbereich fokussiert und die Belichtung abgestimmt.

Stärke der Kamera des Sony Ericsson Satio ist die Auflösung von 12 Megapixel. Da kommt so manche aktuelle "echte" Digitalkamera nicht mit. Doch Pixel sind eben nicht alles. Auffällig am Sony Ericsson Satio sind auch die beiden Leuchten neben dem Objektiv: Eine Xenon-Leuchte als Fotoblitz und eine LED als Videoleuchte, die auch gleichzeitig ein Fotomotiv beim Anvisieren im Dunkeln anstrahlt. So lässt sich auch im Dunkeln gut Fotografieren, wenn das Motiv nicht allzu weit entfernt ist.

Sony Ericsson Satio: Die Bewertung
Handy mit einer der zurzeit am höchsten auflösenden
Kameras und vergleichsweise guter Ausleuchtung.
Verbesserungswürdig ist die Bedienung. Erhältlich
ab 455 Euro ohne Vertrag.

Neben den gängigen Motivprogrammen bietet das Satio noch die voreingestellten Aufnahmemodi "Dokument", "Nachtportrait" und "Strand/Schnee", um dem Anwender die richtige Einstellung bei entsprechenden Situationen zu erleichtern. Ebenfalls eine bequeme Hilfe fürs schönste Foto ist die BestPic-Funktion, mit der von einem Motiv mit nur einem Druck auf den Auslöser gleich neun Bilder mit unterschiedlichen Einstellungen gemacht werden. Dabei kann das resistive (druckempfindliche) Touch-Display sowohl mit dem Finger als auch mit dem mitgelieferten Stift bedient werden. Die Reaktion auf eine Berührung ist aber etwas schwerfällig im Vergleich zu kapazitiven (spannungsfeldgesteuerten) Displays. Wo wir gerade beim Drücken sind: Auch die Druckknöpfe des Satio sind etwas schwergängig zu bedienen. Sie sind sehr klein und bieten kaum Widerstand.

Auf der folgenden Seite schildern wir unsere Erfahrungen mit Kameras der Handy-Modelle Samsung Pixon12 M8910 und Apple iPhone 3G S.

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