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Aktuelle Handy-Browser im Vergleich

Was leisten die integrierten Surf-Programme der Smartphone-Plattformen?
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Die mobile Internetnutzung per Smartphone wird immer beliebter. Dabei setzt jedes Betriebssystem auf unterschiedliche Browser. teltarif.de hat die verschiedenen mitgelieferten Browser hinsichtlich ihrer Bedienfreundlichkeit und ihrer Kompatibilität zu Flash und Darstellungstechniken wie CSS getestet. Dabei achteten wir unter anderem darauf, welche Versionen der Webseiten wie schnell aufgebaut werden, wie die Browser mit WAP-Seiten umgehen und ob im Browser Lesezeichen verwaltet werden können. Außerdem mussten die verschiedenen Smartphone-Browser den Acid3-Test und einen Flash-Test durchlaufen. Der Acid3-Test prüft die Fähigkeiten der Browser im Umgang mit modernen Web-Standards und Dateiformaten. Im Browser-Test waren die jeweiligen Smartphones jeweils per WLAN mit dem Internet verbunden.

Internet Explorer Mobile 6

Der IE Mobile 6 im Test:
  • langsames Öffnen von Webseiten
  • automatische Anzeige von Mobilseiten
  • Zoomen via Schieberegler u. Doppel-Tipp
  • Engine: Eigenentwicklung
  • Genutzte Suchmaschine: Bing
  • Anzeige von WAP-Seiten: Nein
  • Punkte im Acid3-Test: 5
  • Flash-Videos: Ja
Ruft der Handy-Nutzer den Browser Internet Explorer Mobile 6 auf dem Windows-Mobile-6.5-Smartphone Samsung B7620 Giorgio Armani auf, so öffnet sich wie erwartet die festgelegte Startseite. Im Handy-Menü lässt sich zudem einrichten, wie sich der Handy-Browser gegenüber Webseiten zu erkennen gibt. Wählt der Nutzer "Mobilgerät" aus, so landet er - sofern vorhanden - automatisch auf den mobilen Varianten der Webeiten. Wer sich hingegen für "Desktoprechner" entscheidet, dem wird die herkömmliche Webseite im Handy-Browser angezeigt. Das ist praktisch, wenn der mobile Internetnutzer sich zu Hause über das WLAN ins Internet eingewählt hat und sich nicht um ein höheres Datenaufkommen kümmern muss.

Der Internet Explorer Mobile 6 beherrscht zwar das Anzeigen und Öffnen von Webseiten, doch das geschieht teilweise quälend langsam. Von daher empfiehlt es sich, auf einen schnelleren Alternativ-Browser wie etwa den Opera Mini auszuweichen, der kostenlos auf das Windows-Mobile-Smartphone heruntergeladen werden kann.

Der Webkit-Browser auf dem Android-Smartphone Motorola Milestone

Die Webkit-Engine ist eine Abspaltung von der KHTML-Eingine und der Javascript-Engine des KDE-Projekts. Apple benötigte damals eine Engine für den Mac-OS-X-Browser Safari, 2003 wurde das Projekt veröffentlicht, seit Juni 2005 entwickeln Adobe, Google, und Nokia die Webkit-Engine weiter.

Der Webkit-Browser im Test:
  • zahlreiche Einstellmöglichkeiten
  • schnelles Öffnen von Webseiten
  • Zugriff von Webseiten auf Standortinfos
  • Zoomen via Multitouch und Doppel-Tipp
  • Genutzte Suchmaschine: Google
  • Anzeige von WAP-Seiten: Nein
  • Punkte im Acid3-Test: 93
  • Flash-Videos: Nur über externe App

Über die Menüleiste erhält der Nutzer des Android-Smartphones Motorola Milestone Zugriff auf die Einstellungen des Browsers. Über die Standorteinstellungen kann er zum Beispiel festlegen, ob Internetseiten auf die Daten des internen GPS-Empfängers zugreifen und den jeweiligen Aufenthaltsort des Nutzers anzeigen können oder nicht. Webseiten öffnen sich im Webkit-Browser recht schnell, auch wenn das Tempo in unserem Test teilweise stark schwankte und hier das gleiche Problem mit langen Ladezeiten bei Seiten mit Flash-Inhalten auftrat. Für Flash-Videos vom YouTube-Portal ist eine spezielle App auf dem Android-Smartphone von Motorola vorinstalliert. Zudem werden die Webseiten je nach Ausrichtung des Motorola Milestone entweder im Hoch- oder im Querformat angezeigt.

Der Safari-Browser auf dem Apple iPhone 3G S

Der Safari-Browser im Test:
  • schnelles Öffnen von Webseiten
  • Multitouch-Gesten
  • Seperater Suchmaschinenbereich
  • Zoomen via Multitouch und Doppel-Tipp
  • Genutzte Suchmaschine: Google/Yahoo
  • Anzeige von WAP-Seiten: Nein
  • Punkte im Acid3-Test: 100
  • Flash-Videos: Nur über externe App
Auch der Browser des Apple iPhone 3G S öffnet Webseiten zügig - so lange keine Flash-Inhalte auf den Webseiten vorhanden sind. Spaß macht vor allem das Zoomen per Multitouch-Gesten, während der Suchmaschinenbereich nicht jedem gefallen muss. Einerseits wäre es schön, wenn die Adressleiste die Eingaben an die Suchmaschinen weiterleiten würde. Andererseits strukturiert diese Trennung die Funktionen und die Optik des Browsers. Negativ zu bewerten ist diese Trennung jedoch nicht. Hierbei handelt es sich um eine Frage des persönlichen Geschmackes. Besonders hervorzuheben sind die 100 Punkte im Acid3-Test. Diese Version der Webkit-Browser beweist die Fähigkeit auch als mobiler Browser eine Webseite ohne jegliche Einschränkungen anzuzeigen. Umständlich und zeitraubend dagegen: Der Nutzer muss zum Ändern der Konfiguration des Surf-Programms den Browser verlassen und die Einstellungen im Handy-Menü ändern.

Auf der nächsten Seite lesen Sie, wie sich die Browser des Palm Pre und des Nokia 5800 XpressMusic schlagen.

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