Handy am Steuer

Handy am Steuer soll künftig zwei Punkte in Flensburg bringen

Zudem Verdopplung der derzeitigen Geldbuße geplant
Von Marc Kessler mit Material von dpa

Handy am Steuer Handy-Telefonie im Auto per Bluetooth-Headset
Foto: E-Plus-Gruppe
Bei der geplanten Reform des Bußgeldkatalogs für Autofahrer könnten nach einem Bericht der "Auto Bild" die Sanktionen fürs Handy-Telefonieren am Steuer verschärft werden. Künftig könnte dies mit 80 Euro und zwei Punkten statt wie bisher mit 40 Euro und einem Punkt geahndet werden, berichtet die Zeitschrift in ihrer an diesem Freitag erscheinenden Ausgabe.

Das Berliner Bundesverkehrs­ministerium erklärte auf Anfrage, Aussagen zu konkreten Aspekten seien noch nicht möglich. An der Novellierung werde intensiv gearbeitet.

Handy am Steuer Handy-Telefonie im Auto per Bluetooth-Headset
Foto: E-Plus-Gruppe
Ressortchef Peter Ramsauer (CSU) will das System der Bußgelder und Strafpunkte in der Verkehrssünderkartei in Flensburg überarbeiten und transparenter machen. Dies haben Union und FDP im Koalitionsvertrag vereinbart.

Nutzung von Geräten im Auto lenkt ab

Generell sind Autofahrer gut beraten, während des Fahrens nicht mit dem Handy zu telefonieren oder ihr Navigationsgerät zu programmieren. Der Autoclub Europa (ACE) hatte erst kürzlich im Rahmen einer Studie gezeigt, dass die Bedienung solcher Geräte massiv vom Verkehrsgeschehen ablenkt.

Ein bayerisches Amtsgericht hatte einen Autofahrer sogar wegen der Benutzung eines Walkie-Talkies verurteilt und die Benutzung des Funkgeräts mit der Handynutzung gleichgesetzt. Das Oberlandesgericht Köln hingegen verschonte einen Autofahrer, der in der Nähe seiner Wohnung das Mobilteil seines Festnetztelefons ans Ohr gehalten hatte.

Eine Sammlung diverser Urteile zum Thema "Handy am Steuer" finden Sie übrigens in einer weiteren teltarif-News. Dort erfahren Sie auch, warum ein Autofahrer theoretisch straffrei ausgeht, wenn er das Handy dazu nutzt, um mit dem Akku sein entzündetes Ohr zu wärmen und warum im Zweifel vor Gericht das Wort der Polizei gilt.

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