Ausfall

Handball-WM-Livestream gestört: Bei etwa 400 000 Zuschauern war Schluss

Der Livestream des ersten Deutschlandspiels bei der Handball-WM war nur wenige Minuten zu sehen, bis er etwa 20 Minuten komplett offline war. Der Grund der Störung soll angeblich nicht technischer, sondern rechtlicher Art sein.
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Es ist ein Wagnis, ein großes Sportereignis nur per Internet-Stream zu übertragen. Das diese Aussage nicht aus der Luft gegriffen ist, hat sich heute direkt beim ersten Spiel der deutschen Mannschaft bei der Handball-WM in Frankreich gezeigt: Schon nach wenigen Spielminuten riss der Stream auf der YouTube-Plattform plötzlich ab. Auch ein Neustart des Streams war nicht möglich. Die DKB hat noch während des Spiels Stellung dazu genommen. Lesen Sie das Update am Ende des Artikel. Die Handball-Seite der DKB während des Ausfalls: Nur rauschen im Stream.Die Handball-Seite der DKB während des Ausfalls: Nur rauschen im Stream.

Dabei war es egal, ob der Stream direkt auf der YouTube-Webseite oder über Apps auf Plattformen wie Fire TV oder Chromecast abgerufen wurde: Er war etwa 20 Minuten nicht zu sehen. Kommentator Markus Götz meldete sich kurz nach dem Neustart des Streams mit den Worten zurück, dass er gerade mitbekomme, dass es technische Probleme gebe. Das sei schade und er hoffe, dass die Probleme schnell behoben werden können. Möglicherweise hat der Kommentator so sogar 20 Minuten des Spiels ohne einen einzigen Zuschauer kommentiert. Immerhin: Bevor der Stream abriss, schauten fast 400 000 Zuschauer auf YouTube das Spiel. Zum Ende der 1. Halbzeit waren es nach dem Neustart wieder 320 000 Zuschauer im Livestream, mit Beginn der 2. Halbzeit waren es mehr als 450 000.

Störung wohl bei YouTube zu suchen

Derzeit 0 Zuschauer: Der Stream war komplett offlineDerzeit 0 Zuschauer: Der Stream war komplett offline teltarif.de hatte bereits in dieser Woche darauf hingewiesen, das eine Übertragung eines solchen Massenevents ausschließlich per Internet nicht unproblematisch ist. Dabei hatten wir diverse Störungsmöglichkeiten erwähnt, die auf die Zuschauer zukommen könnten - angefangen bei überlasteten Übergabepunkten, Problemen bei Leitungen auf Shared-Medium-Basis (wie Kabel-Internet-Anschlüssen) oder der mangelnden Breitbandversorgung. Auch hatten wir angesprochen, dass Google möglicherweise die Datenlast bei einem möglichen Finale nicht stemmen könnte. Allerdings gingen wir hier von 13 Millionen Zuschauern aus, nicht von nur 400 000. Fehlermeldung auf Fire TVFehlermeldung auf Fire TV

Warum der Stream tatsächlich abriss, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, die Ursache ist aber aufgrund des flächendeckenden Ausfalls am ehesten bei Google/YouTube zu suchen. Sofern wir belastbare Informationen bekommen, werden wir diese an Sie weitergeben. Lesen Sie bis dahin gerne unseren Artikel "Handball-WM kann Belastungsprobe für das Internet werden". Alternativ erfahren Sie hier, wie Sie bei einem funktionieren Stream die Spiele auch auf ihrem Fernseher sehen können.

Update 19:30 Uhr: Offenbar Rechte-Probleme

Die DKB hat sich auf Facebook geäußert. Demnach habe es sich bei dem Ausfall nicht um ein technisches Problem, sondern eine rechtliche Intervention durch den Rechtevergeber. Wie das bei einem Vertrag zwischen dem Rechtevergeber und der DKB passieren kann, bleibt unklar.

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