Winora Habibike

Notruf bei Sturz: Telekom vernetzt neues e-Mountainbike

Die Deutsche Telekom und Winora bauen gemeinsam ein vernetztes e-Mountainbike. Das Fahrrad soll elektronisch abschließbar sein, bei Sturz einen Notruf absetzen und den Besitzer informieren, wenn es geklaut wird.
AAA
Teilen (14)

Das Haibike Sduro Nduro-e-Connect in der Fertigung bei WinoraDas Haibike Sduro Nduro-e-Connect in der Fertigung bei Winora Über das vernetzte Auto wird ständig gesprochen, doch auch bei anderen Fahrzeuggattungen schreitet die Anbindung ans Internet voran. Die Telekom baut nun zusammen mit dem fränkischen Fahrrad-Hersteller Winora in Sennfeld bei Schweinfurt ein vernetztes e-Mountainbike. Winora hat im Fahrradbau eine über 100-jährige Erfahrung: Das Unternehmen wurde bereits 1914 gegründet, für e-Bikes verwendet der Hersteller die Produkt-Marke Haibike.

In ihrem Blog erläutert die Telekom, wie das vernetzte Fahrrad funktioniert und welche Vorteile es bieten soll.

Diebstahlschutz, Notruf und Tracking

Bestandteil des Haibike-e-Mountainbikes mit dem wenig einprägsamen Namen "Sduro Nduro-e-Connect", das sich momentan in der Serienfertigung befindet, ist ein Minicomputer der Telekom, der an das Telekom-Mobilfunknetz angebunden ist. Darüber findet die Kommunikation statt. Die Telekom nennt drei Hauptfunktionen des Fahrrads.

Der Besitzer kann das Sduro Nduro-e-Connect virtuell abschließen und wird gewarnt, wenn ein Dieb versucht, das Fahrrad zu stehlen. Außerdem kann im Computer eine frei definierte Notrufnummer festgelegt werden. Stürzt der Fahrer und liegt vielleicht bewusstlos am Boden, setzt der Computer automatisch einen Notruf an diese Nummer ab. Ist der Fahrer auf Tour, kann er das Tracking des Fahrrads aktivieren: Der zurückgelegte Weg wird dann in die Cloud übertragen und ist von dort für alle Berechtigten per Computer oder auf mobilen Geräten abrufbar.

In der Fahrradbranche wurde die Produktidee von Winora und der Telekom bereits gewürdigt: Ein Branchen-Magazin hat ihm den Design- und Innovation Award 2017 verliehen. Momentan werden bereits die Fachhändler geschult, damit die Interessenten die Funktionsweise des Fahrrads korrekt erklären können. Die Produzenten tüfteln auch schon an weiteren vernetzten Services, die in der Zukunft denkbar sind: Wenn Bauteile wie Bremsen oder Kette abgenutzt sind, könnte der Computer dies dem Besitzer melden und auf einer Karte gleich die nächstgelegene Werkstatt anzeigen.

Wer sich für das Haibike Sduro Nduro-e-Connect interessiert, darf schon mal mit dem Sparen beginnen: Die unverbindliche Preisempfehlung liegt je nach Ausstattung zwischen 4200 und 6000 Euro. Ausgeliefert werden soll es ab Februar, spätestens im März.

Produktion des Haibike Sduro Nduro-e-Connect im Video

Teilen (14)

Weitere Meldungen zu den Themen Fahrrad & Radfahren