Test-Erklärung

Handy- und Smartphone-Tests: So testet teltarif.de

Ob Smartphone- oder Handy-Test: Wir erklären, wie teltarif.de testet und welchen Testparcours die Geräte durchlaufen müssen.
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Smartphone und Co.: So testet teltarif.deSmartphone und Co.: So testet teltarif.de Im Zuge der Hardware-Tests beschäftigt sich teltarif.de regelmäßig mit Smartphones und Handys. Die Test­kandidaten müssen dabei nicht nur unserer subjektiven Begutachtung stand­halten, sie durchwandern auch einen strengen, genau definierten Testparcours. Den Ablauf und die Test­kriterien dieses Test­parcours haben wir standardisiert. Dadurch können unsere Leser die Test­ergebnisse in den einzelnen Kategorien oder aber das Gesamt­ergebnis eines Tests besser miteinander vergleichen.

Die Testnote setzt sich aus verschiedenen Teilnoten zusammen, wobei wir folgende Kategorien unterscheiden:

  • Gehäuse/Verarbeitung
  • Display
  • Software
  • Telefonie
  • Internet
  • Kamera
  • Speicher
  • Leistung
  • Akku
  • Schnittstellen/Sensoren
In jeder Kategorie kann standardmäßig ein Ergebnis von 10 Punkten erreicht werden. Spezielle Features bewerten wir mit Bonuspunkten, die beispielsweise für Outdoor-Eigenschaften, die Stift-Bedienung, Dual-SIM etc. hinzu kommen können. Bei der Punkte­vergabe orientieren wir uns an dem aktuell maximal möglichen technischen Standard, weshalb unsere Bewertungs­skala in regelmäßigen Abständen der Entwicklung angepasst wird.

In unseren Tests bewerten wir aber nicht nur die technische Ausstattung, sondern auch die Bedienbarkeit und den Eindruck, den ein Gerät hinterlässt. Unsere subjektiven Beobachtungen führen ebenfalls zu einer Punkte­vergabe in den entsprechenden Kategorien. Die Gewichtung der verschiedenen Kriterien variiert: So fällt die Sprach­qualität bei der Telefonie in der Endnote beispiels­weise weitaus höher ins Gewicht als die Materialwahl beim Gehäuse. Unsere Testnote ist eine Ausstattungs- und Leistungs­note. High-End-Smartphones mit aktueller Ausstattung werden somit im Regelfall ein besseres Testergebnis erzielen als die weniger gut ausgestatteten Mittelklasse- oder Einsteiger-Geräte.

Testnote für Preis-Leistungs-Verhältnis

Im Test nennen wir sowohl die unverbindliche Preis­empfehlung als auch den Marktpreis des Testgerätes. Die Marktpreise beziehen wir vom Preisvergleicher idealo.de, in einigen Fällen auch durch Online-Recherche.

Neben der eigentlichen Testnote ermitteln wir zusätzlich auch eine Preis-Leistungs-Note, bei der die Leistungs­note mit dem aktuellen Preis ins Verhältnis gesetzt wird. Anders als bei der eigentlichen Testnote können gut ausgestattete, günstige Mittelklasse-Smartphones oder auch im Test vergleichsweise gut abgeschnittene Preisbrecher aus dem untersten Preissegmentsomit ein besseres Preis-Leistungs-Ergebnis erhalten als gut ausgestattete, aber sehr teure Top-Modelle, gegen die die Geräte aus den unteren oder mittleren Preisklassen im reinen Leistungs­vergleich keine Chance haben.

Unsere Testgeräte

Die Testgeräte werden uns in der Regel von den Herstellern leihweise zur Verfügung gestellt. In einigen Fällen kauft teltarif.de allerdings auch Geräte über das Internet oder aber im Handel. Es kann vorkommen, dass wir mit Vorserien­modellen arbeiten - in diesen Fällen weisen wir in den Testberichten deutlich darauf hin. Vor Testbeginn installieren wir jeweils alle zur Verfügung stehenden Betriebssystem-Updates.

Die Einzelkriterien im Test

  • Gehäuse/Verarbeitung:
Zu Beginn des Tests machen wir uns einen Eindruck vom Testgerät und dessen Verarbeitung. Hier schauen wir uns nicht nur die beim Gehäuse verwendeten Materialien, sondern auch die Stabilität und Pass­genauigkeit der einzelnen Gehäuse­komponenten an. Punkte wie die Größe und das Gewicht des Gerätes sowie die Übergänge der Bauteile spielen bei der Haptik eine wichtige Rolle. Auch die Druckpunkte der Tasten sowie die Verarbeitung der Anschlüsse werden geprüft. Die Bewertung erfolgt nach subjektiven Beobachtungen der erfahrenen teltarif.de-Tester.

Wird ein Gerät als wasserfest oder sturzsicher angepriesen, gibt es gesonderte Tests, die eben dieses untersuchen. Für den Wassertest verwenden wir in der Regel einen Krug mit klarem Leitungs­wasser, in den das Gerät so lange versenkt wird, wie der Hersteller Wasser­dichtigkeit verspricht.

  • Display:
Das Display-Testverfahren ist vergleichsweise komplex. Neben der verwendeten Display­technologie bewerten wir auch die subjektive Reaktionszeit des Touchscreens und es fließen objektive Werte in das Ergebnis ein. In einem speziell abgedunkelten Raum mit immer gleicher Lichtumgebung ermitteln wir folgende Werte:
  • Maximale Helligkeit des Displays (xyz cd/m²)
  • Kontrast des Bildschirms (xyz:1)
  • Durchschnittlicher Delta E (Average dE)
  • Blickwinkelstabilität
CIE-Diagramm zeigt Details zur Farbwiedergabe des Displays
CIE-Diagramm zeigt Details zur Farbwiedergabe des Displays
Zur Berechnung des Kontrastes, der maximalen Display­helligkeit und der Farb­genauig­keit nutzen wir den Sensor von Spyder4Elite sowie das Programm HCFR. Bei der Display­helligkeit, gemessen in cd/m², und beim Kontrast gilt: Je höher der Messwert, desto besser das Ergebnis. Die Delta-E-Angabe zeigt an, wie genau das Display eine Farbe wiedergibt. Je geringer der Wert, desto näher liegt die Farbwiedergabe am Ideal.

Manuell ausgewertet werden muss die Blickwinkel­stabilität. Dabei wird das Display aus verschiedenen Winkeln betrachtet und dabei die Ablesbarkeit bewertet. Im Zuge des Tests werden zur Veran­schaulichung vier Fotos gemacht, die aus unter­schiedlichen Winkeln aufgenommen werden. Bei allen Fotos ist die maximale Display­helligkeit ein- und die adaptive Helligkeit ausgeschaltet.

Auch die Blickwinkelstabilität des Displays wird von uns in Bildern festgehalten.
Auch die Blickwinkelstabilität des Displays wird von uns in Bildern festgehalten.

  • Software:
Bei der Software geben wir neben der ab Werk installierten Betriebs­system-Version auch an, ob eventuell bereits ein Update zur Verfügung steht. Wir bewerten die Nutzeroberfläche auf ihre Bedienbarkeit und untersuchen, welche Apps ab Werk installiert sind und ob sie sich deinstallieren lassen. Auch die Frage, wie viel Speicher das System belegt, fließt in die Bewertung ein.

  • Telefonie:
Telefoniert wird, soweit nicht anders angegeben, über das UMTS-Netz. Dabei steht die Sprachqualität im Vordergrund, die wir in beide Richtungen (Anrufer und Angerufener) sowohl mit als auch ohne Umgebungs­lärm testen. Im Freisprechmodus klären wir, wie die Tonwiedergabe über den Lautsprecher des Testgerätes funktioniert.

Bei einem Dual-SIM-Telefon wird getestet, ob das Telefon den gleichzeitigen Betrieb von zwei SIM-Karten ermöglicht (also zwei vollwertige Sende-/Empfangs­einheiten verbaut sind) oder nur zwei Karten parallel im Standby online sind (eine Sende-/Empfangs­einheit). Auch die Verwaltung der SIM-Karten über das Menü wird bewertet und wir führen aus, ob sich die zweite SIM-Karte ihren Platz mit der microSD-Karte teilen muss (Hybrid-Slot) bzw. ob für sie ein eigener Slot bereit steht.

  • Internet:
Neben der Bewertung der Empfangsqualität werden die generellen Verbindungs­möglich­keiten mit dem Internet bewertet. Werden alle wichtigen Frequenzen unterstützt? Lässt sich das Testgerät im Ausland nutzen? Findet das Gerät alle Netzwerke? Und werden Verbindungen stabil gehalten?

Die Schnelligkeit des Standard-Browsers testen wir mit einem von teltarif.de erstellten Testverfahren, bei dem 76 festgelegte Webseiten per schnellem WLAN von einem direkt vor Ort stehenden Server abgerufen werden. Dadurch wird in einer standardisierten Internet-Umgebung geprüft, wie lange der Browser braucht, um alle Seiten aufzubauen und darzustellen.

  • Kamera:
Die Qualität einer Kamera und des verwendeten Chips ist meist unabhängig von der beworbenen Megapixel-Anzahl. Daher bewerten wir nicht die Zahl der Pixel, sondern die Qualität der von uns geschossenen Testfotos. Auch Merkmale wie die Blende, der Bildstabilisator, die Zeit bis zum Auslösen, der Aufbau der Kamera-App und die vorhandenen Modi fließen in die Bewertung ein. Wir machen in einem Raum mit immer gleichen Licht­verhältnissen und im Automatik­modus Beispiel­fotos, die wir subjektiv hinsichtlich Farb­wiedergabe, Bild­rauschen, Kontrast und Schärfe bewerten: Bei der Hauptkamera wird die Bildqualität bei hellem Kunstlicht mit Blitz und bei schlechten Licht­verhält­nissen ohne Blitz getestet. Für Selfies mit der Frontkamera verwenden wir eine Schaufenster­puppe, die wir aus immer der gleichen Position heraus foto­grafieren. Einen Vergleich der Bilder gibt es beispielsweise in unserem Kamera-Vergleich, der regelmäßig aktualisiert wird.
Foto-Testwand von teltarif.de
Foto-Testwand von teltarif.de: Links das Testbild für die Hauptkamera,
rechts der Puppenkopf zum Test der Frontkamera

  • Speicher:
Beim Speicher schauen wir uns die Speicher-Kapazität des getesteten Modells an. Geräte mit hoher Speicher­kapazität erhalten mehr Punkte. Es kann daher vorkommen, dass ein Modell mit 256 GB eine bessere Endnote im Test erhält als die 32-GB-Version - obwohl es sich um das gleiche Gerät handelt.

Zudem wird bewertet, ob das Smartphone einen Speicher­karten­slot besitzt. Eine kleine Abwertung gibt es in Fällen, in denen es sich um einen Hybrid-Slot handelt. Denn Nutzer müssen sich hier entscheiden, ob sie eine zweite SIM-Karte oder eine SD-Karte im Slot betreiben.

  • Leistung:
Wir listen detailliert, was für einen Prozessor der Hersteller im Testgerät verwendet. Viele Kerne sorgen nicht immer für mehr Leistung. So ist der Snapdragon 820 zwar augen­scheinlich "nur" ein Quad-Core-Prozessor, doch bietet die neuartige Kern­struktur mehr Leistung als vergleichbare Octa-Core-Chips. Natürlich spielen auch die Grafik­einheit sowie die Kapazität des Arbeitsspeichers eine Rolle.

Wie gut oder schlecht das Gesamtkonstrukt arbeitet, testen wir mithilfe verschiedener Benchmark-Tests. Dazu nutzen wir 3DMark Unlimited und Geekbench Multi-Core. Auch AnTuTu ziehen wir zum Teil als Vergleich heran, wobei häufige Updates der App einen langfristigen Vergleich erschweren. Aus diesem Grund fließen die über AnTuTu ermittelten Messwerte auch nicht in die Bewertung ein. Jeder Test läuft insgesamt dreimal auf dem Testgerät: Dadurch können wir die Werte nicht nur besser absichern und mögliche Benchmark-Ausreißer ermitteln. Das Gerät läuft durch die Beanspruchung auch heiß, sodass - falls vom Chip vorgesehen - die thermische Drosselung einsetzt und wir realis­tischere Werte ermitteln können. Wir verwenden die zum Zeitpunkt des Tests aktuellste Firmware, da das System die Leistung beeinflussen kann.

  • Akku:
Weitere Infos zum Akkutest

Sieger im teltarif.de-Akkutest

Beim Akku spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: Wie viel Kapazität bietet die Batterie? Ist sie wechselbar oder fest eingebaut? Lässt sie sich vielleicht kabellos per Induktion und/oder besonders schnell aufladen (Fast Charging, Quick Charging)? Gibt es sinnvolle Stromspar­einstellungen? Bewertet wird auch die Laufzeit der Batterie bei durch­schnittlicher Nutzung. Dafür hat teltarif.de ein eigenes Testverfahren erstellt, bei dem das Surfen im Internet, das Durchführen von Berechnungen sowie das Anschauen von Videos simuliert wird. Im Test wird ermittelt, wie lange die Batterie benötigt, um von einer Ladung von 100 Prozent auf 0 Prozent zu fallen, während die voreingestellten Smartphone-Anwendungen in einer Dauerschleife durchgeführt werden. Für eine bessere Vergleichbarkeit der Laufzeit verschiedener Geräte, regulieren wir die Displayhelligkeit vor dem Akkutest auf 200 cd/m².

Einige Smartphones haben in unserem Akkutest besonders gut abgeschnitten. Die Dauerläufer stellen wir in unserer Liste der Akkutest-Sieger vor, die wir regelmäßig aktualisieren.

  • Schnittstellen/Sensoren:
Die in Smartphones und Tablets verwendeten Sensoren werden immer umfangreicher. Neben altbekannten Schnittstellen wie der Klinken­buchse, Bluetooth und Navigation nehmen wir auch neuere Sensoren wie den Finger­abdruck­sensor, Iris-Scanner, Schrittzähler, Herzfrequenz­messer etc. in Augenschein. Der Finger­abdruck­sensor fließt dabei als Sicherungsfaktor für das Smartphone direkt in die automatische Bewertung mit ein.

Neue Fazitbox: Alle Testergebnisse im Überblick

Nicht nur das Test­verfahren hat teltarif.de angepasst. Auch die Fazitbox, in der alle Ergebnisse unserer Tests zusammen­gefasst werden, zeigt sich in neuem Design. Übersichtlich stellen wir hier die Gesamtnote zum Test­zeitpunkt dar. Auch eine Preis-Leistungs-Note, bei der wir den Preis des Gerätes mit dessen Ausstattung ins Verhältnis setzen, geben wir aus.

Die einzelnen Teilnoten lassen sich auf Wunsch über ein Drop-Down-Menü ausklappen. So können sich unsere Leser im Detail darüber informieren, in welchen Bereichen das Testgerät wie abgeschnitten hat. Die Fazitbox findet sich am Ende jedes Tests.

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Handytests bei teltarif.de