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GTCom & Drillisch: Diese Probleme treten bei SIM-Tausch und Netzwechsel auf

Der SIM-Kartentausch mit Migration ins o2-Netz ist bei GTCom in vollem Gange - und dabei treten diverse Probleme auf. Diese können wir mit unserer Test-SIM nachvollziehen - in manchen Fällen heißt es schlicht: Abwarten.
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In dieser Woche zieht GTCom, das neuerdings zu Drillisch gehört, den bereits angekündigten SIM-Karten-Tausch für alle seine Kunden durch. teltarif.de hat heraus­ge­funden, dass damit un­wider­ruf­lich eine Migration ins o2-Netz stattfindet.

Eines ist bei den gegen­wärtigen Um­stellungs­maß­nahmen allerdings offen­sicht­lich: Obwohl GTCom weiterhin nominell der Vertrags­partner für die Kunden bleibt, werden die wichtigsten Fäden im Hinter­grund bereits von Drillisch gezogen. Auf­schluss­reich ist der Begleit­brief, mit dem die neue SIM geliefert wird: Unten in der Fußzeile des Briefs steht weiterhin GTCom in Düsseldorf als Kontakt. Als Absender ist im Fensterfeld allerdings GTCom in der Wilhelm-Röntgen-Straße in Maintal angegeben - das ist die Adresse von Drillisch.

Rufnummernportierung dauert mehrere Stunden

Diese Probleme treten bei SIM-Tausch und Netzwechsel aufGTCom & Drillisch: Diese Probleme treten bei SIM-Tausch und Netzwechsel auf Manche GTCom-Nutzer beschweren sich darüber, dass die Übertragung ihrer Rufnummer auf die neue SIM-Karte mehrere Stunden gedauert habe und dass sie in dieser Zeit telefonisch nicht erreichbar gewesen seien. In technischer Hinsicht haben GTCom und Drillisch die Sache folgendermaßen gelöst: Die neue SIM im o2-Netz wird mit einer eigenen Rufnummer ausgeliefert. Unsere Test-SIM von GALEERIAmobil hatte eine Rufnummer mit der Vorwahl 01590. Anschließend erfolgt eine interne Portierung der alten Rufnummer auf die neue SIM-Karte

Bei unserem Account hat diese Rufnummernportierung bereits stattgefunden. Unsere alte GALERIAmobil-SIM ist mittlerweile abgeschaltet und bucht sich nicht mehr ins E-Plus-Netz ein. Als wir die alte GTCom-Nummer mit 01573-Vorwahl anwählten, ertönte der Hinweis, dass der Teilnehmer nicht erreichbar sei. Als wir anschließend die neue SIM ins Handy einlegten, kam dort eine SMS an und signalisierte den verpassten Anruf. Nun riefen wir erneut die alte Nummer an und nun wurde das Telefonat auf die neue SIM geschaltet, Telefonieren funktioniert ohne Probleme, allerdings vorerst nur ankommend, wie wir im folgenen Absatz sehen werden.

Account und Guthaben vorübergehend nicht mit neuer SIM verknüpft

Der Brief mit der neuen SIM kommt bereits von Drillisch in MaintalDer Brief mit der neuen SIM kommt bereits von Drillisch in Maintal Auf unserem GALERIAmobil-Account befindet sich ein Guthaben von 11 Euro. Obohl uns als Umstellungstermin im Brief von GTCom/Drillisch der heutige 26. März zugesichert worden war, war die Übertragung unseres Guthabens auf die neue SIM-Karte bis zum Mittag noch nicht erfolgt. Dies ist umso ärgerlicher, da eine Aufladung im Kundencenter hier nicht weiterhilft - der Kunde kann nur tatenlos warten, bis die Umschaltung stattgefunden hat. Um 12:13 Uhr kam dann die erlösende SMS, dass unser Guthaben nun 16 Euro beträgt. Drillisch hat also die 11 Euro aus dem alten Account übertragen und - wie im Begleitbrief versprochen - 5 Euro Guthaben als Geschenk aufgebucht. Als Gültigkeitszeitraum für das Guthaben ist in unserer SMS der 13. Mai 2023 (!) genannt.

Auch im teltarif.de-Forum berichten Nutzer darüber, dass dieser Prozess bei ihnen mehrere Stunden bis hin zu einigen Tagen gedauert hat. Das Problem dabei ist, dass - selbst wenn man abgehend telefonieren kann -, die Kontrolle über das Guthaben schwierig ist, da die Anzeige im Kunden-Account in dieser Zeit wohl nicht aktualisiert wurde.

Im Brief teilt der Provider mit, dass die Kunden im Rahmen der ganzen Umstellungsmaßnahmen ein neues Passwort für ihren Online-Account per SMS erhalten sollen. Dieser Schritt ist für unsere SIM-Karte mittlerweile auch erfolgt, die SMS kam rund zwei Stunden nach der SMS zur Guthabenübertragung an. In einem ersten Test funktionierte das Passwort allerdings noch nicht, wir können uns aber nach wie vor mit dem alten Passwort einloggen.

Alle Änderungen geschehen ohne Rücksprache mit Nutzern

Problematisch bei der ganzen Umstellungsmaßnahme ist, dass sie komplett ohne Rücksprache mit den Nutzern stattfindet. Wie berichtet bestand die einzige Nachfrage darin, dass Kunden ihre aktuelle Postadresse angeben sollen, an die die neue SIM-Karte gesendet wird.

Wenn ein Kunde beispielsweise wichtige Anrufe erwartet, hat er keine Möglichkeit, die Portierung der Rufnummer auf einen für ihn vorteilhafteren Tag zu verlegen. Auch wenn er wichtige abgehende Telefonate zu erledigen hat, wäre es besser, den Termin in Absprache mit Drillisch/GTCom zu verschieben, da gegebenenfalls mangels Guthaben mit der neuen SIM nicht abgehend telefoniert werden kann und die alte SIM bereits abgeschaltet sein kann.

Auch Kündigungen scheinen in den Wirren der Umstellung untergegangen zu sein. Ein Leser schreibt uns, dass er dem Kundenservice mitgeteilt habe, dass er die neuen SIM-Karten nicht zugeschickt bekommen möchte. Stattdessen wollte er seine vorhandenen sechs GALERIAmobil-SIM-Karten "leertelefonieren" und dann das Kundenverhältnis beenden. Seine sechs Karten wurden aber wie angekündigt abgeschaltet und der Nutzer befindet sich auf Reisen, er kommt also an die gegebenenfalls im Briefkasten zuhause wartenden neuen SIMs nicht heran.

Obwohl durch die Freischaltung des National Roaming in den nächsten Wochen GTCom-Nutzer auch das E-Plus-Netz wieder nutzen können sollen, kann es sein, dass Kunden sich momentan in einem Gebiet bewegen, in dem der o2-Netzausbau schlechter als im E-Plus-Netz ist. Auch diese Kunden haben keine Möglichkeit, dem Netzwechsel und den Umstellungen zu entrinnen.

Mittlerweile haben wir auch das neue Kundencenter und die Optionsbuchung bei GTCom einem ausführlichen Test unterzogen.

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