Musik-Streaming

Windows 10: Groove Music ersetzt Xbox Music

Microsoft benennt seinen Musik-Streamingdienst um: Statt über Xbox Music können Nutzer künftig ihre Streams mit der Groove-Music-App anhören.
Von Daniel Rottinger
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Kurz nach dem offiziellen Launch von Apple Music transformiert Microsoft seinen Musik-Streaming-Dienst: Statt Xbox Music hört der neue Service auf den Namen Groove. Doch welche Änderungen ergeben sich noch durch das Rebranding?

Groove MusicGroove Music

Xbox-Markenname nicht zugkräftig genug?

Ein möglicher Grund für die Umbenennung könnte die mangelnde Akzeptanz von Xbox Music auf fremden Betriebssystemen sein. So könnte das Xbox-Branding Android- und iOS-Nutzer davon abgehalten haben, die Streaming-App, die klar als Microsoft-Produkt vermarktet wurde, zu installieren. Das minimalistische Interface, welches Anwender bereits von Xbox Music kennen, scheint sich auch mit Groove nicht zu ändern.

Android- und iOS-Version kommen später

iOS-Nutzer möchte der Konzern vermutlich über den Import von iTunes-Songs ködern. Wie bereits bei Xbox Music können die Anwender ihre private Musikbibliothek in Groove importieren. Dazu setzt Microsoft auf den Cloud-Speicherdienst OneDrive.

Die neue App soll auf allen Windows-10-Geräten, der Xbox One und übers Web verfügbar sein. Später sollen auch Versionen für Android und iOS folgen.

Microsoft stellt heraus, dass Groove den größten Musikkatalog der Welt abbilden soll. So seien über 40 Millionen Lieder verfügbar. Zum Vergleich: Bei Apple Music können Nutzer auf einen Katalog mit etwa 30 Millionen Songs zugreifen.

Gratis-Probeabo wahrscheinlich

Für den grenzenlos Zugriff auf den Service verlangt Microsoft 9,99 Dollar im Monat oder 99 Dollar im Jahr. Damit bleiben die Abo-Preis auf dem Niveau von Xbox Music. Xbox-Music-Nutzer, die bereits einen Music-Pass haben, müssen nichts weiter unternehmen. Ihr Abo kann auch mit Groove genutzt werden. Microsoft wird höchstwahrscheinlich einen kostenfreien Probemonat anbieten, schließlich hatte der Konzern bereits Xbox-Music-Nutzer eine 30-tägigen Testzeitraum eingeräumt. Zudem dürfte auch hier die automatische Aboverlängerung greifen. Der neue Dienst soll Ende diesen Monats an den Start gehen.

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