Greenpeace

Enorme Rohstoffeinsparungen bei Handys möglich

Greenpeace zufolge ließen sich durch eine leichtere Reparatur von Smartphones und Co. enorme Mengen an Rohstoffen einsparen. Hier sieht die Non-Profit-Organisation Unternehmen wie Apple und Samsung in der Pflicht.
Von Paul Miot-Paschke
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Smartphones und Co. sollen sich nach dem Willen von Greenpeace leichter reparieren lassen. (Symbolfoto)Smartphones und Co. sollen sich nach dem Willen von Greenpeace leichter reparieren lassen. (Symbolfoto) Greenpeace zufolge lassen sich rund 1000 Tonnen an Rohstoffen jährlich in Deutschland durch kleinere Reparaturen an Smartphones und Tablets einsparen. Darunter seien 20 Tonnen Kobalt sowie mehrere Tonnen Zinn, Wolfram und Silber. Zu diesem Ergebnis kommt die Non-Profit-Organisation durch Berechnungen, die auf Basis einer Studie des Freiburger Öko-Instituts zu den Umweltauswirkungen von so genannten Handheld-Geräten erstellt wurden.

Da durch den Abbau dieser Metalle in vielen Regionen der Welt die Umwelt zerstört und soziale Konflikte geschürt würden, sieht Greenpeace die Hersteller wie Apple und Samsung in der Pflicht, Geräte so zu bauen, dass diese leichter repariert werden könnten. Denn durch kurzlebigen Elektrogeräten und unnötig schnellen Produktzyklen würden massive Umweltschäden und katastrophale Arbeitsbedingungen verursacht. Außerdem müssten die Hersteller verpflichtet werden, kaputte Smartphones bedingungslos zurückzunehmen und wiederzuverwerten.

Wunsch nach Langlebigkeit des Smartphones besteht

Einer repräsentativen Greenpeace-Umfrage zufolge wünschen sich drei von fünf Befragten in Deutschland Mobiltelefone, die länger als bisher halten. Wichtiger als das Design sei Verbrauchern beim Kauf eines neuen Geräts eine lange Lebenszeit des Akkus und, dass kleine Schäden leicht repariert werden könnten.

An einer modularen Bauweise, die es dem Nutzer ermöglichen soll, bestimmte Hardwareelemente selber auszutauschen, versucht sich das Fairphone 2. Über dieses Thema haben wir in der Vergangenheit bereits berichtet. Ergänzend finden Sie in einem weiteren Beitrag 5 Tipps zur Weiternutzung von Altgeräten.

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