Werbegeld

Google: Geldmaschine Werbung - dickes Minus bei Motorola

Google verdient gut mit Textanzeigen auf den Seiten seiner Internet-Suche. Motorola dagegen macht trotz neuer Modelle Verlust - der angeschlagene Hersteller wird an Lenovo verkauft.
Von dpa / Marie-Anne Winter
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Der Internetkonzern Google bleibt eine Geldmaschine. Dank des florierenden Werbegeschäfts verdiente das US-Unternehmen im Schlussquartal 2013 3,4 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro). Das war ein Plus von 17 Prozent im Jahresvergleich, wie Google gestern nach US-Börsenschluss in Mountain View mitteilte.

Die Handytochter Motorola blieb indes ein Verlustbringer. Sie verlor operativ 384 Millionen Dollar und damit mehr als doppelt so viel wie noch vor einem Jahr. Google hatte Motorola vor weniger als Internet-Werbung bleibt für Google eine Geldmaschine.Internet-Werbung bleibt für Google eine Geldmaschine. zwei Jahren übernommen und verkauft die Sparte wie berichtet an den chinesischen PC-Hersteller Lenovo, der sein Smartphone-Geschäft ausbauen will.

Der Umsatz von Motorola war trotz neuer Modelle wie Moto X zuletzt um ein Viertel gefallen, auf nicht einmal mehr 1,2 Milliarden Dollar. Der Markt wird von Samsung und Apple beherrscht.

Dagegen stiegen Googles Einnahmen aus der Internetwerbung kräftig an. Hier ist der Konzern der Platzhirsch. Google verdient vor allem an Textanzeigen im Umfeld seiner Suchmaschine. Der Konzern breitet sich aber auch bei den grafischen Werbeanzeigen aus, den sogenannten Bannern. Rivalen sind Yahoo, das zuletzt weniger erfolgreich war, und Facebook, das von einem boomenden Werbegeschäft auf Smartphones profitiert.

Mehr Klicks auf Werbung

Insgesamt erreichte Googles Umsatz im Schlussquartal 16,9 Milliarden Dollar und lag damit um 17 Prozent über dem Vorjahreswert. Das war mehr als Analysten erwartet hatten. Die Aktie stieg nachbörslich um vier Prozent.

Das Wachstum wurde vor allem von einem Anstieg der Klicks auf Anzeigen im Umfeld der Internet-Suche um 31 Prozent angetrieben. Zugleich sanken die Einnahmen pro angeklickte Anzeige um elf Prozent, das liegt unter anderen an niedrigeren Anzeigenpreisen auf Smartphones.

Google hatte den Weiterverkauf von Motorola erst am Vortag verkündet. Den Großteil von Motorolas Mobilfunk-Patenten behält der Konzern jedoch. Er will damit sein Smartphone-Betriebssystem Android abzusichern, das unter anderem Samsungs Galaxy-Geräte antreibt.

Bei Motorola arbeiteten zum Jahreswechsel noch 3 900 Menschen von knapp 4 300 drei Monate zuvor. Dagegen stockte Google seine restliche Belegschaft von 42 200 auf annähernd 43 900 auf.

Google arbeitet neben seinem Hauptgeschäft an zahlreichen Entwicklungen wie der Datenbrille Google Glass oder selbstfahrenden Autos. Das kann sich das von Mitgründer Larry Page geführte Unternehmen locker leisten: Die Geldreserven lagen zuletzt bei 58,7 Milliarden Dollar.

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