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Google löscht 120 000 Links aus Deutschland

Seit ein europäisches Gericht Suchmaschinen verpflichtet hat, Links zu entfernen, die die Privatsphäre verletzten, wird Google von Anfragen überflutet. Die Deutschen sind dabei besonders aktiv - und erfolgreich.
Von dpa / Jennifer Buchholz
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Verbraucher können die Löschung bestimmter Links bei Suchmaschinen beantragenVerbraucher können die Löschung bestimmter Links bei Suchmaschinen beantragen Verbraucher aus Deutschland haben seit Mai die Löschung von fast 120 000 Links aus Google-Suchergebnissen beantragt. Fast jeder zweite Link wurde auch tatsächlich von Google entfernt. Das geht aus Zahlen hervor, die das Unter­nehmen in seinem Trans­parenz­bericht veröffentlichte. Danach wurden aus Deutschland seit Mai mehr als 31 700 entsprechende Anfragen bei Google eingereicht.

Google löscht die Links, aber nicht die Informationen

Insgesamt erhielt Google knapp 190 000 Anfragen zur Löschung von knapp 685 000 Links. Aus Frankreich kamen etwas mehr Anfragen als aus Deutschland, dort war die Erfolgs­quote allerdings etwas geringer. Im europaweiten Durchschnitt lag sie bei gut 40 Prozent. Seit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs sind Suchmaschinen verpflichtet, auf Antrag Verweise aus ihre Suchergebnissen zu entfernen, die die Privatsphäre der Menschen verletzen.

Das bezieht sich nur auf Suchanfragen zu dem Namen der Personen. Das Urteil gilt beispielsweise für Links zu Informationen, die unangenehme oder nicht mehr relevante Informationen aus der Vergangenheit der Personen enthalten. Die Informationen sind damit nicht verschwunden: Auf der ursprünglichen Webseite können sie weiterhin sichtbar sein.

Google ist die größte Suchmaschine in Europa und daher besonders von Anfragen betroffen. Konkurrent Microsoft hat für seine Suchmaschine Bing ebenfalls ein Formular zu Löschanträgen eingerichtet.

Google nannte auch erstmals Beispiele für Links, die entfernt wurden. So seien auf den Antrag eines Vergewaltigungsopfers aus Deutschland Verweise auf Artikel über das Verbrechen entfernt worden. In anderen Fällen verweigerte Google die Löschung. So wollte ein Beamter aus Großbritannien einen Link zu einer Petition für seine Absetzung streichen lassen. Dieser Verweis wurde nicht entfernt.

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