Zurück in die Zukunft

Google Street View geht auf Zeitreise - ohne Deutschland

Der Internetkonzern Google hat seine Funktionen von Google Maps ausgeweitet. Nun ermöglicht der Dienst auch eine Zeitreise für bestimmte Orte. Auch bei Google Plus gibt es Veränderungen. Welche es sind, haben wir in der Meldung für Sie zusammengefasst.
Von Jennifer Buchholz mit Material von dpa
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Der Suchmaschinendienst Google erweitert seine Funktionen bei Google Maps. Hierdurch ermöglicht der Internetkonzern seinen Nutzern jetzt auch Zeitreisen in der Street-View-Ansicht. Möglich sind hierbei virtuelle Zeitreisen bis in das Jahr 2007 zurück. So kann neben dem Bau der Stadien für die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien auch die Errichtung des neuen Freedom Towers (World Trade Center) beobachtet werden.

So sah es vor wenigen Jahren beim World Trade Center ausSo sah es vor wenigen Jahren beim World Trade Center aus Die neue Funktion soll laut Google für beinahe jeden Nutzer mit einem Account verfügbar sein. Wir konnten die Funktion mit unseren Accounts bereits nutzen. Über das oben links im Bildschirmrad eingeblendete Symbol kann im Aufnahmearchiv des Google-Street-View-Autos geblättert werden. Zwar sind aktuell nur einige wenige Standorte für die Zeitreise verfügbar, weitere sollen aber nach und nach hinzugefügt werden. Insgesamt umfasst die Rückblickfunktion 55 Länder; nicht mit dabei sind unter anderem Südafrika und die Schweiz. Da viele Deutsche ihre Privatsphäre durch die Aufnahmen des Street-View-Autos als verletzt ansahen, die Fotos ihrer Häuser unwiderruflich von Google löschen ließen, sind deutsche Orte voraussichtlich ebenfalls nicht mit der Street-View-Funktion ausgestattet.

Weitreichender Umbau bei Google Plus geplant

Die Street-View-Autos sind für Google Maps unterwegsDie Street-View-Autos sind für Google Maps unterwegs Vic Gundotra, der Chef des Online-Netzwerks Google Plus verlässt den Internetkonzern. Die Gründe für seine Entscheidung hat er nicht bekannt gegeben. Zudem stehe, laut laut Bericht der Financial Times, bei dem Online-Netzwerk ein weitreichender Umbau an. Die Leitung von Google Plus solle nun der bisherige Technikchef David Besbris übernehmen, berichtete das Technologieblog Recode.

Schon jetzt ist Google Plus in alle möglichen Produkte von der Videoplattform YouTube bis hin zum E-Mail-Dienst GMail eingebunden. Damit schoss die offizielle Nutzerzahl aus dem Stand auf mehrere hundert Millionen hoch. Sollte das 2011 gestartete Google Plus allerdings auch als direkter Rivale zu Facebook gedacht gewesen sein, kann es mit dem weltgrößten Online-Netzwerk nicht bei der Bedeutung mithalten. Mit zuletzt knapp 1,3 Milliarden Nutzern ist Facebook auch immer noch viel größer.

Wie sich der Internetkonzern in dem vergangenen Quartal entwickelt hat, haben wir in einer gesonderten Meldung für Sie zusammengefasst.

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