Spielestreaming

Stadia: Google macht Entwicklerstudio dicht

Google Stadia steht für Spie­lestrea­ming. Bekannte Titel lassen sich ohne spezi­ellen Gaming-PC oder Konsole zocken. Von der Idee, Exklu­siv­titel anzu­bieten, verab­schiedet sich Google aber nun.

Stadia-Controller und iPhone: Spielestreaming klappt nun auch über iOS Stadia-Controller und iPhone: Spielestreaming klappt nun auch über iOS
Bild: teltarif.de
Google launchte Stadia Ende 2019. Seit dem können Spieler über verschie­dene Platt­formen wie Smart-TV, Laptop, PC, Smart­phone oder Tablet ohne ander­wei­tige Hard­ware wie eine Konsole zocken. Das Spiel­erlebnis lebt ausschließ­lich vom Strea­ming über das Internet und nicht von speziell konzi­pierter Hard­ware wie sie in Gaming-PCs, Xbox oder PlayStation zu finden ist.

Wer sich in der Biblio­thek von Stadia umschaut, findet unter anderem bekannte Titel, wie "Cybper­punk 2077", "Assasin's Creed Valhalla" und "Red Dead Redemp­tion 2". Das sind alle­samt Titel namhafter Hersteller. Google machte sich aber zur Aufgabe, neben der Bereit­stel­lung der Platt­form für Entwickler auch eigene Exklu­siv­titel über Stadia anbieten zu wollen.

Jetzt kommt aller­dings die Hiobs­bot­schaft, wie Stadia-Chef Phil Harrison in einem Blog-Eintrag verkündet.

Google Stadia: Entwick­ler­studio macht dicht

Stadia-Controller und iPhone: Spielestreaming klappt nun auch über iOS Stadia-Controller und iPhone: Spielestreaming klappt nun auch über iOS
Bild: teltarif.de
Die Entwick­lung von aufwen­digen Spielen dauert Jahre und kostet viel Geld. Von der Idee, künftig eigene Exklu­siv­titel auf Stadia verfügbar zu machen, möchte sich der Konzern wohl verab­schieden. Ob der Schritt insge­samt etwas mit der Zukunft der Spie­lestrea­ming-Platt­form zu tun hat, bleibt im Unklaren.

Google beteuert aber, dass weiterhin alle Spiele über Stadia gespielt werden können und auch neue Titel von Dritt­her­stel­lern den Weg auf die Platt­form finden sollen.

Wer mit der neuen Konsolen-Gene­ration von Sony (PS5) oder Micro­soft (neben Xbox Series S insbe­son­dere Xbox Series X) lieb­äugelt, hat es seit Release im Herbst vergan­genen Jahres unter Umständen nicht leicht, eines der Geräte zu ergat­tern. Mehrere Vorbe­stel­ler­wellen verliefen im Chaos und auch darüber hinaus sind PS5 und Xbox schwer zu bekommen.

Wer neue Games zocken will, keine Konsole und auch keinen Gaming-PC hat, könnte dies über Stadia tun. Wir haben das aus verschie­denen Gründen heiß disku­tierte Spiel "Cyber­punk 2077" des Entwick­ler­stu­dios CD Projekt Red über ein iPad Pro und mit einem PS4-Controller auspro­biert.

Wer aber beispiels­weise über einen Fern­seher in 4K-Auflö­sung spielen will, braucht die Google Premiere Edition (Controller und Chro­mecast Ultra via HDMI) für knapp 100 Euro sowie ein Stadia-Pro-Abo zum Preis von rund zehn Euro monat­lich.

Mehr zum Thema Google Stadia