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Google: Sicherer Mail-Login im Browser über das Handy

Google Sesame bietet Schutz vor Keyloggern an öffentlichen Rechnern
Von Thorsten Neuhetzki
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Über einen QR-Code wie diesem erfolgt der Login in die Google-DiensteÜber einen QR-Code wie diesem erfolgt der Login in die Google-Dienste Öffentliche Computer sind oft ein Sicherheitsrisko. Es ist nicht ausgeschlossen, dass im Hintergrund Programme laufen, die jede Eingabe auf der Tastatur aufzeichnen und an einen getarnten Empfänger schicken. Dieser könnte die Daten dann missbrauchen. Ein Blick in das Bankkonto sollte also in jedem Fall an öffentlichen Rechnern vermieden werden. Google zeigt mit Google Sesame aber nun eine Lösung, wie der Login auch ohne die Eingabe eines Passwortes funktionieren kann - vorausgesetzt, der Nutzer hat ein Smartphone mit Online-Zugang. Gefunden wurde der Dienst Google Sesame vom Google Watchblog.

Unter der URL goto.google.com/login erscheint im Webbrowser ein QR-Code. Dieser muss anschließend mit dem eigenen Smartphone und einem Barcode-Reader gescannt werden. Es erscheint in der Folge ein Login-Fenster, in dem der Nutzer seine Google-Nutzerdaten eingeben soll. Anschließend kann er sich für einen der Google-Dienste entscheiden, für die er sich anmelden möchte.

Wird der Login erfolgreich durchgeführt, so ändert sich anschließend die Seite im Webbrowser. Statt des QR-Codes sieht der Nutzer dann den gewählten Dienst - fertig eingeloggt. Eine Eingabe an der fremden Hardware ist nicht nötig. Allerdings benötigt der Nutzer einen Internetzugang auf seinem Handy, was gerade in Internetcafés im Ausland an der Kostenfrage scheitern dürfte. Und ein Blick in die E-Mails und andere Dienste von Google ist in aller Regel auch vom Smartphone aus möglich. Wer allerdings seine Mails ausführlich beantworten will, der wird für einen Login am PC dankbar sein.

Wer Google Sesame benutzt, sollte übrigens noch besser als üblich auf sein Handy aufpassen. Viele Browser speichern den Benutzernamen und das Passwort des Google Zugangs. Bei einem erneuten Scan eines Google-QR-Codes - beispielsweise durch einen Fremden - ist keine erneute Eingabe notwendig.

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