Google Reader

Digg: Start des eigenen RSS-Readers am 26. Juni

Fokus auf einfache Bedienbarkeit und Schnelligkeit

Das mobile Interface des neuen Digg-Readers. Das mobile Interface des neuen Digg-Readers.
Bild: Digg
Bei Digg handelt es sich um einen Online-Dienst, welcher eigentlich auf das Speichern und Teilen von Nachrichten, Podcasts und Videos spezialisiert ist. Als jedoch bekannt wurde, dass Google seinen RSS-Reader zum 1. Juli diesen Jahres schließen wird, gab das Unternehmen bekannt, einen Reader-Nachfolger anbieten zu wollen.

Wie Digg jetzt in seinem Firmen-Blog schreibt, wird der hauseigene RSS-Reader noch vor dem Ende des Google Readers an den Start gehen. Dies soll in zwei Phasen von statten gehen: Zuerst werden die ca. 18 000 Nutzer, welche sich mit Feedback in den Entwicklungs-Prozess eingebracht haben Zugang erhalten. Ab dem 26. Juni soll dann jeder Interessent den neuen Reader nutzen können. Dadurch haben die bisherigen Nutzer des Google Reader noch genügend Zeit, um ihre RSS-Feeds zu transferieren.

Das mobile Interface des neuen Digg-Readers. Das mobile Interface des neuen Digg-Readers.
Bild: Digg
Wie das Unternehmen weiter schreibt, liegen bei der ersten Version die Schwerpunkte auf einer einfachen Migration der Daten vom Google Reader sowie auf einem übersichtlichen Nutzer-Interface. Weiterhin wurde Wert darauf gelegt, den Reader auch problemlos mobil nutzen zu können, wobei hier jederzeit eine Synchronisation zwischen mobilen Apps und der Web-Oberfläche erfolgt. Außerdem werden die wichtigsten Funktionen zum abonnieren, teilen, speichern und organisieren von Feeds enthalten sein.

Zukünftige Funktionen

In den folgenden 60 Tagen nach dem Start des Digg-Readers soll vor allem an einer App für Android sowie an der Geschwindigkeit gearbeitet werden. Zu den Funktionen, welche implementiert werden sollen, gehören die Integration von externen Diensten wie Evernote und IFTTT und Werkzeuge zur Feed-Verwaltung. Begonnen werden soll weiterhin noch mit der Arbeit an einer Such-Funktion und mit Benachrichtigungen.

Und hier die Desktop-Version des Digg Readers. Und hier die Desktop-Version des Digg Readers.
Bild: Digg
Wie das Unternehmen bereits am Anfang geschrieben hat, soll der Reader nach dem Fremium-Modell funktionieren. Dies bedeutet, dass die Kern-Funktionen kostenlos sein werden und die Nutzer für sogenannte Premium-Funktionen bezahlen sollen. Um welche Funktionen es sich dabei allerdings handelt, ist noch nicht bekannt.

Wir werden uns den neuen Reader natürlich für sie testen um zu sehen, ob es sich um einen würdigen Nachfolger des Google Readers handelt. Was alle Nutzer des Google Readers jedoch in den nächsten Tagen noch erledigen sollten ist der Export der eigenen Feeds. Dazu einfach bei Google Takeout einloggen und Google Reader auswählen. Danach erstellt Google ein Archiv mit allen notwendigen Informationen, welches heruntergeladen werden kann.

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