Hologramm-Kommunikation

Google Starline: Early Access für Hologramm-Telefonie

Mit dem weit entfernten Kollegen reden, als wäre er im selben Raum, das soll Project Star­line von Google ermög­lichen. Der frühe Zugang öffnet seine Pforten.

Googles Holo­gramm-Kommu­nika­tions­system Project Star­line weitet seine Test­phase durch ein Early-Access-Programm aus. Ausge­wählte Partner des frühen Zugangs sollen sich noch dieses Jahr von den Vorteilen der Tech­nologie über­zeugen können. Über 100 Firmen wurden zu Demons­tra­tions­zwe­cken einge­laden. Am Early-Access nimmt unter anderem der US-ameri­kani­sche Netz­betreiber T-Mobile teil. Google zufolge soll sich Project Star­line so anfühlen, als ob man dem Gesprächs­partner direkt gegen­über sitzt. Die Koope­rati­ons­partner erhoffen sich von den Holo­gramm-Systemen eine bedeut­samere Zusam­men­arbeit über weite Distanzen mit erhöhter Produk­tivität und Effek­tivität.

Project Star­line soll digi­tale und reale Welt verschmelzen

Google Project Starline in Aktion Google Project Starline in Aktion
Google
Seit der Pandemie hat die Zusam­men­arbeit über größere Entfer­nungen einen noch höheren Stel­len­wert einge­nommen. War Home­office zuvor oftmals eine Ausnahme, ist es in diversen Firmen nun Pflicht. Damit dennoch eine persön­liche Bindung zwischen den Mitfar­bei­tern bestehen bleibt, werden Video­tele­fonate geführt. Diese über­tragen zwar Bild und Ton, das Gegen­über wirkt bedingt durch die Zwei­dimen­sio­nalität aber unnahbar. Google möchte mit Project Star­line die dritte Dimen­sion ergänzen. Andrew Nartker, Produkt­manager und Leiter des Forschungs­pro­jekts, erklärt in seinem Blog­bei­trag:

„Die Tech­nologie funk­tio­niert wie ein magi­sches Fenster, vor dem Nutzer mit einer anderen Person in Lebens­größe und drei Dimen­sionen spre­chen, gesti­kulieren und Augen­kon­takt halten können“ Möglich wird dies dank erforschten Meilen­steinen in Berei­chen wie Maschi­nen­lernen, Computer Vision, Spatial Audio und Licht­feld-Display­sys­temen. Proto­typen der Holo­gramm-Anlagen befinden sich in den Google-Büros der USA und werden täglich von den Mitar­bei­tern für Meetings, Einar­beit und Bericht­erstat­tung verwendet. Im Vergleich zur regu­lären Video­tele­fonie habe man Stei­gerungen bei Präsenz, Aufmerk­sam­keit und Produk­tivität fest­gestellt. Die Nutzer beschreiben ihre Erfah­rung als natür­liche Inter­aktion.

Early-Access-Programm steht in den Start­löchern

Google hatte mehr als 100 Unter­nehmen in den Sparten Medien, Gesund­heit und Einzel­handel zu Demons­tra­tionen von Project Star­line in seine Büros einge­laden. Demnächst startet der frühe Zugang. Im Rahmen eines Early-Access-Programms werden bei ausge­wählten Part­nern Proto­typen der Holo­gramm-Anlage instal­liert. Dazu zählen T-Mobile, WeWork, Hacken­sack Meri­dian Health und Sales­force. Die Erkennt­nisse aus der Erpro­bungs­phase möchte Google dann nächstes Jahr mit der Öffent­lich­keit teilen.

Die Holo­gramm-Tele­fonie wird indes auch von euro­päi­schen Netz­betrei­bern erforscht.

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