Play Pass

Google Play Pass: App-Abo für 5 Dollar im Monat

Nach Apple startet auch Google einen Abodienst, mit dem mehr als 350 ausge­suchte Apps für rund 5 Dollar im Monat ohne Werbung und In-App-Käufe nutzbar sind. Vorerst aber nur in den USA.
Von mit Material von dpa
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Wenige Tage nach Apple führt auch der große Konkur­rent Google ein Abo-Angebot ein, bei dem ausge­wählte Android-Apps ohne Werbung und weitere Kosten genutzt werden können. Der „Google Play Pass“ gibt für 4,99 Dollar pro Monat Zugang zu mehr als 350 Spielen und anderen Anwen­dungen. Der Service soll diese Woche in den USA und „bald“ auch in anderen Ländern verfügbar sein, wie Google in der Nacht auf heute ankün­digte.

Nicht nur Spiele im Abo

Der Google Play pass startet zunächst in den USA.Der Google Play pass startet zunächst in den USA. Google verfolgt dabei eine etwas andere Stra­tegie als Apple. Der iPhone-Konzern beschränkt sich bei seinem jüngst gestar­teten Dienst Apple Arcade auf Spiele. Zudem umfasst das eben­falls 4,99 Dollar bzw. Euro im Monat teure Apple-Abo nur Games, die nicht anderswo verfügbar sind. Bei Googles Angebot sind es hingegen Anwen­dungen, die man auch sonst kaufen oder mit In-App-Käufen aufwerten kann.

Laut Google Blog sind bekannte Titel wie Terraria, Monu­ment Valley, Risk, Star Wars: Knights of the Old Repu­blic oder AccuWeather mit dabei, aber auch Indie­perlen wie LIMBO oder Old Man’s Journey. Der Katalog soll jeden Monat um neue Titel ergänzt werden.

Wer ein Abo abge­schlossen hat, bekommt einen Tab im Play Store ange­zeigt, wo das derzei­tige Angebot in einer Über­sicht zusam­menge­fasst ist. Hat jemand die App bereits instal­liert, werden nach Kauf des Abos alle verfüg­baren Bezahl­inhalte frei­geschaltet.

Ökosystem der Entwickler umge­krem­pelt

Eine große Frage ist, ob die Abo-Ange­bote der beiden Platt­form-Betreiber das aktu­elle Geschäfts­modell der App-Ökonomie verän­dern können. In den vergan­genen Jahren hatte sich der Trend durch­gesetzt, Apps kostenlos bis sehr günstig anzu­bieten - und das Geld dann über die In-App-Käufe oder Werbung herein­zuholen. Bei den Abo-Modellen sollen die Entwickler einen Anteil von den monat­lichen Gebühren je nach Akti­vität der Nutzer bekommen.

Das dürfte durchaus im Inter­esse der Nutzer liegen. Beson­ders bei Spielen hat diese Entwick­lung dazu geführt, das viele der vermeint­lichen Free-to-Play-Games letzt­lich ohne viel Geld zu inves­tieren nicht mehr spielbar waren (PaytoWin). Das neue Abo-Modell sollte dieses Geschäfts­gebaren über­flüssig machen und den Gamern viel Frust ersparen. Auch Apps, die man viel­leicht nur ein oder zweimal für einen bestimmten Anlass nutzt, können durch das Abo-Modell deut­lich attrak­tiver werden.

Aggres­sives Pricing

Für Europa ist der Preis noch nicht fixiert. Übli­cher­weise werden aber in Europa aus den Dollar-Preisen Euro-Preise. In den USA gibt man sich zum Start ziem­lich groß­zügig. Die ersten zehn Tage sind kostenlos und wer ein Abo bis zum 10. Oktober abschließt, zahlt das erste Jahr über ledig­lich 1,99 US-Dollar monat­lich. Das Play-Pass-Abo kann zudem mit bis zu fünf Fami­lien­mitglie­dern geteilt werden.

Play Pass kommt übri­gens nicht aus heiterem Himmel. Bereits im letzten Herbst hatten die XDA-deve­lopers im Quell­code des Plays­tore Hinweise auf Play Pass gefunden. teltarif.de berich­tete.

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