Pixel und Pixel XL

Pixel und Pixel XL: Updates doch nicht direkt von Google

Die Deutsche Telekom bestätigt: Geräte, die beim Mobilfunkanbieter erworben wurden, erhalten Systemupdates nicht direkt von Google, sondern müssen gesondert freigegeben werden.
Von Johannes Kneussel
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Google verspricht mit dem Pixel einen erstklassigen Support. Google verspricht mit dem Pixel einen erstklassigen Support. Heute Morgen erreichte uns die Nachricht, dass Updates für das Google Pixel erst vom Mobilfunkanbieter freigegeben werden müssen, wenn man das Gerät in den USA beim Anbieter Verizon erworben hat. Wir haben bei der Deutschen Telekom nachgefragt und sind hier auf dieselbe Haltung gestoßen: Wenn Google ein Update ausrollt, erhalten gebrandete Pixel und Pixel XL dieses nicht sofort. Vielmehr muss auch die Telekom dieses zunächst für die eigenen Geräte freigeben.

Verzögerte Updates für Pixel und Pixel XL?

Google bewirbt seine beiden neuen Top-Smartphones nicht nur mit einer guten Kamera und dem Google-Assistenten, sondern auch mit einer herausragenden Update-Politik. Schon von den Nexus-Geräten ist man gewohnt, dass Aktualisierungen hier direkt zur Vorstellung oder zumindest kurz danach zum drahtlosen Download bereitstehen.

Bei Geräten mit Branding war Google aber anscheinend nicht in der Lage, die strikte Politik von Apple nachzuahmen: Neue Software wird auf den Pixels, die über die Telekom bestellt wurden, nicht direkt ausgerollt. In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass Updates auf diese Art und Weise stark verzögert auf den entsprechenden Geräten ankamen, da die Mobilfunkanbieter diese erst testen und die eigene Zusatzsoftware anpassen wollten.

Immerhin: Vermutlich werden die monatlichen Sicherheitsupdates von der Telekom direkt freigegeben, ohne dass Anpassungen nötig sind, was eine zeitnahe Ausspielung möglich machen sollte. Genauere Informationen hierzu haben wir von der Telekom angefragt und werden diese nachtragen.

Google Pixel
Google Pixel

Google enttäuscht bei Update-Politik seit Bestehen von Android

Keine Frage, bei den Pixel-Smartphones erwarteten die Nutzer einen sehr guten Support, wie von Google versprochen. Der Entwickler schafft es aber seit Jahren nicht, Dritthersteller zu zeitnahen Aktualisierungen ihrer Hardware zu bewegen. Dass Google jetzt auch bei den Vorzeige-Handys klein beigibt und den Mobilfunkanbietern das letzte Wort lässt, dürfte zahlreiche Interessenten enttäuschen.

Alle User, die auf schnelle Updates Wert legen, sollten sich also überlegen, nicht direkt ein Gerät aus dem Google Store zu erwerben. Ausgeliefert werden Smartphone bzw. Phablet ab dem 20. Oktober.

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