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Kamera-Update: Nachtsicht-Modus für Google Pixel

Ein neuer Nachtsicht-Modus soll mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Kamera-Leistung der Pixel-Smartphones in dunkleren Umgebungen aufpeppen. Das Update wird laut Google in Kürze erscheinen.
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Im Rahmen der offiziellen Vorstellung der Pixel-3-Smartphones hat Google neben neuer Hardware auch Software-seitige Neuerungen präsentiert. Mit "Nachtsicht" bekommt die gesamte Pixel-Familie ein Update für die Kamera. Durch die Unterstützung von künstlicher Intelligenz sollen die Ergebnisse der Kamera in dunkleren Umgebungen verbessert werden. Fotos sollen detaillierter und lebendiger ohne den Einsatz von Blitz und Stativ werden. Zur Ankündigung war noch nicht ganz klar, wann Google das Update ausrollen wird. Bereits vor der offiziellen Verfügbarkeit des Modus hat ein Entwickler eine Version der Google Kamera-App erstellt, in der der Modus aktiviert ist.

Google selbst hat jetzt in einem offiziellen Blog-Eintrag nicht nur detaillierte Informationen zur Funktionsweise des Nachtsichtmodus veröffentlicht, sondern auch bestätigt, dass das Feature in den nächsten Tagen per Update auf den Smartphones landen soll. Auch die Frontkamera der Pixel-Modelle wird den Nachtsicht-Modus unterstützen. In völliger Dunkelheit soll der Modus aber nicht funktionieren, eine gewisse Lichtmenge wird stets benötigt.

Nachtsicht-Modus: Funktionsweise

Die Pixel-Smartphones von Google (im Bild: Pixel 3) erhalten ein Software-Update für die Kamera.Die Pixel-Smartphones von Google (im Bild: Pixel 3) erhalten ein Software-Update für die Kamera. Pixel-Nutzer haben zwei Möglichkeiten, den Modus zu verwenden: Wird eine Umgebung mit geringer Lichtintensität erkannt, erscheint das Symbol "Night Sight" auf dem Display. Das muss nur angeklickt werden. Nutzer haben auch die Option, unter den Kameraeinstellungen im Menü "Mehr" den Modus manuell zu aktivieren. Der Modus ist lernfähig und passt sich laut Google den Gegebenheiten oder Umgebung an. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Smartphone in der Hand gehalten wird oder es mit abgestützten Armen auf einer Oberfläche an Stabilität gewinnt. Bei letzterer Methode nimmt der Nachtsicht-Modus länger Licht auf, um Bildrauschen zu minimieren. In einer unruhigeren Handhabung oder bei der Aufnahme einer bewegten Szenerie verwendet der Nachtsicht-Modus mehrere kürzere Belichtungszeiten und nimmt weniger Licht auf, um Bewegungsunschärfen zu verringern.

Grundsätzlich soll die Bewegung von Objekten ausgeglichen werden. Um das zu ermöglichen werden mehrere Bilder mit gleicher Menge Licht aufgenommen, die zwar dunkler dargestellt werden, aber schärfer sein sollen, als ein helles, aber unscharf wirkendes Objekt ohne Bewegungsausgleich. Die Einzelbilder werden zusammengeführt, wodurch ein helles, scharfes Foto entstehen soll. Die künstliche Intelligenz soll die Bildqualität auch hinsichtlich natürlicher Farbgebung verbessern.

Google gibt im Zuge des Blog-Eintrags Tipps zur Verwendung des Nachtmodus: Trotz Bewegungsausgleich durch die KI wird empfohlen, das Smartphone ruhig zu halten und wenn möglich die Stabilität durch Abstützen der Arme zu optimieren. Es wäre auch besser, wenn sich das Objekt nicht bewegt. Ergo: Sind Personen als Motive geplant, sollen sie stillhalten. Weiterhin ist es empfehlenswert, wenn die Kameralinse sauber ist und der Nutzer den Fokus durch Tippen auf einen hellen Bereich im Bild setzt.

Wir haben das Google Pixel 3 unter die Lupe genommen. Wie sich das Smartphone in der Praxis schlägt, lesen Sie in einem ausführlichen Testbericht.

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