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Google Pixel 4 (XL): Endlich offiziell vorgestellt

Google hat heute auf einem "Made by Google '19"-Event seine Ober­klasse-Pixels mit den Bezeich­nungen 4 und 4 XL vorge­stellt.
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Google hat heute auf einer offi­ziellen Keynote in New York seine Pixel-Modelle vorge­stellt. Die mit Pixel 4 und Pixel 4 XL benannten Modelle sind schon lange in aller Munde gewesen und wurden ausgiebig geleakt. Im Juni gab es bereits eine Leak-Offen­sive, die es Google wahr­schein­lich selbst leid gewesen war und just offi­zielle Rende­rings vom Pixel 4 veröf­fent­lichte. Und bis kurz vor der Keynote wurden die scheinbar letzten Geheim­nisse zu den Modellen aufge­deckt. So ist es nicht über­raschend, dass sich viele der als bekannt geouteten Infor­mationen nun bewahr­heitet haben.

Kann Google noch über­raschen?

Google Pixel 4 (XL): das steckt drin

Die Unter­schiede zwischen den beiden Smart­phones sind auf den ersten Blick recht gering, gleich­zeitig aber groß genug, um so manchen Neu-Pixel-Käufer in seiner Kauf­entschei­dung zu beein­flussen. Das Google Pixel 4 verfügt über ein OLED-Display mit 5,7-Zoll-Diago­nale. Das Panel löst maximal in Full HD+ auf. Das XL-Modell kann seinem Namen entspre­chend mit 6,3 Zoll ein größeres OLED-Panel bieten. Die maxi­male Auflö­sung ist mit Quad HD+ höher, eine Bild­wieder­holrate von 90 Hertz schaffen aber beide Panels. Diese Technik ist im Kommen. Beispiele für weitere Smart­phone-Displays mit 90 Hertz finden sich im aktu­ellen OnePlus 7T (Hier geht's zum Test) und OnePlus 7T Pro. Die obli­gato­risch ange­strebte opti­male "User Expe­rience" soll dies­bezüg­lich noch besser werden, weil die Bedie­nung "smoo­ther" wird.

Der intelligentere Google Assistant
Der intelligentere Google Assistant
Beide Modelle arbeiten mit Qual­comms Snap­dragon 855. Der ist zwar aktuell, aller­dings gibt es bereits eine Plus-Version des Chips. Die CPU wird im Google Pixel 4 (XL) von 6 GB Arbeits­spei­cher unter­stützt. Die interne Spei­cher­kapa­zität beträgt wahl­weise 64 GB bezie­hungs­weise 128 GB. Wie bei früheren Pixel-Modellen müssen Nutzer auch bei den neuen Modellen auf die Möglich­keit der Spei­cher­erwei­terung durch ein zusätz­liches Medium, wie eine SD-Karte, verzichten. Im Slot ist nur Platz für eine Nano-SIM-Karte. Eine Dual-SIM-Funk­tion lässt sich nur mit einer eSIM reali­sieren.

Mehr Sicher­heit dank Titan-M-Chip

Wie auch schon in der 2018er-Genera­tion haben auch die neuen Pixel-Smart­phones den Sicher­heits­chip "Titan M" verbaut. Das Modul soll unter anderem die Sicher­heit des Sperr­bild­schirms und des internen Spei­chers verbes­sern. Ein Boot­loader stellt sicher, dass die korrekte Android-Version auf dem System instal­liert ist. Außerdem sollen sichere Trans­aktionen für Dritt­anbieter-Apps bereit­gestellt werden. So können Programme mit dem Sicher­heits­chip private Schlüssel gene­rieren und darin sicher abspei­chern. Die Firm­ware für den Chip wird nur dann instal­liert, wenn das Smart­phone entsperrt wurde, was sicher­stellen soll, dass die Sicher­heits­stufen nicht durch ein Update aus der Ferne mani­puliert werden.

Die Akku­kapa­zität beim Google Pixel 4 liegt bei 2800 mAh, beim Pixel 4 XL bei 3700 mAh. Beim regu­lären Modell ist diese im Vergleich zum Vorgänger, dem Pixel 3, geringer. Im letzten Jahr spen­dierte Google noch 2915 mAh. Hier hatte uns die Akku­lauf­zeit im Test mit gut sechs­einhalb Stunden nicht über­zeugt. Bleibt abzu­warten, ob mögli­cher­weise ener­gieef­fizi­entere Ressourcen trotz gerin­gerer Kapa­zität mehr raus­holen können.

Der neue Google Recorder
Der neue Google Recorder
Im Vergleich zum Google Pixel 3 XL mit 3430 mAh fällt das Fassungs­vermögen des Ener­giespei­chers beim Pixel 4 XL aber größer aus. Der Akku lässt per 18 Watt schnell aufladen. Das Pixel 4 wiegt aufgrund des klei­neren Formats und des leich­teren Akkus mit 162 Gramm entspre­chend weniger. Das XL-Modell kommt auf ein Gewicht von 193 Gramm.

Die neuen Pixels haben nicht über­raschend Googles aktu­elles Betriebs­system Android 10 vorin­stal­liert. Google gibt für das Pixel 4 (XL) ein Update-Verspre­chen und garan­tiert drei Jahre Sicher­heits- und OS-Updates.

Für Geräusch­kulisse sorgt ein Stereo­laut­spre­cher-System. Gepaart mit entspre­chender Soft­ware kann der "Google Recorder" gespro­chene Sprache in Text tran­skri­bieren. Die Beson­derheit: Die Umwand­lung findet auf dem Smart­phone statt. In der Live-Demons­tration des Recor­ders befand sich das Smart­phone im Flug­modus.

Der Google Sprachas­sistent ist mit dem Google Pixel 4 (XL) mehr im System inte­griert und lässt sich Anwen­dung-über­grei­fend nutzen. So lässt sich beispiels­weise eine Twit­terseite aufrufen und durch einen simplen weiteren Befehl auf eine andere Seite wech­seln. Der intel­ligen­tere Assis­tent verzichtet somit auf eine erneute Ansprache wie "Ok, Google".

Kamera und Special-Features

Das Pixel 4 (XL) setzt auf eine Dual-Kamera aus einer 12,2-Mega­pixel-Haupt­kamera und einer 16-Mega­pixel-Tele­kamera auf der Gehäu­serück­seite, die in einem Quadrat ange­ordnet sind. So ist im Vergleich zu den Vorgän­gern eine weitere Linse hinzu­gekommen. Die Single-Front­kamera wartet mit 8 Mega­pixel auf.

Anpassung von Hinter- und Vordergrund in Fotos
Anpassung von Hinter- und Vordergrund in Fotos
Die Kamera soll deut­liche Verbes­serungen, beispiels­weise bei Nacht­aufnahmen, bieten. Google demons­trierte das Können der Pixel-4-Kamera anhand der Aufnahme eines Ster­nenhim­mels. Im Vergleich mit der Aufnahme des Google Pixel 3 sollen so deut­lich detail­lierte Ergeb­nisse möglich sein. Der Fokus liegt klar auf künst­licher Intel­ligenz. So wurde der Pixel Visual Core-Chip der Pixel-3er-Serie durch den Pixel Neural Core Chip ersetzt. Auf diese Weise soll die Bild­bear­beitung zu großen Teilen direkt auf dem Gerät erfolgen und nicht erst den Weg über die Cloud finden.

Ein schwie­riges Thema ist die gleich­mäßige Ausleuch­tung von Bild­berei­chen. Das soll sich nun mit der neuen KI-Kompe­tenz ändern.

Der neue Nightscape-Modus soll mehr Details bieten
Der neue Nightscape-Modus soll mehr Details bieten
Mit dem Feature "Motion Sense" lässt sich das Smart­phone per Gesten­steue­rung bedienen. Auf diese Weise ist es unter anderem möglich, einen Alarm oder einge­henden Anruf stumm zuschalten oder Titel in YouTube Music zu über­springen.
Die Gestensteuerung "Motion Sense"
Die Gestensteuerung "Motion Sense"
Der "Radar­sensor" erkennt auch die Nähe­rung der Hand an das Telefon. So muss beispiels­weise nicht erst auf das Display getippt werden, um das Handy zu entsperren. In dem Moment, in dem die Hand nach dem Pixel greift, akti­viert sich auch schon der Bild­schirm. Als Entsperr­methode setzt Google auf Gesichts­erken­nung, einen Finger­abdruck­sensor gibt es nicht.

Preise und Verfüg­barkeit

Hier­zulande wird es das Google Pixel 4 in den Farben "Just Black", "Clearly White" und "Oh so Orange" geben, es kostet mit 64 GB internem Spei­cher 749 Euro, mit 128 GB 849 Euro. Das XL-Modell gibt es nur in den Farben Schwarz und Weiß und kostet mit 64 GB Spei­cher 899 Euro und mit 128 GB 999 Euro.

Die Geräte lassen sich ab sofort im Google Store vorbe­stellen. Als Vorbe­stell­bonus bis zum 26. Oktober 23.59 Uhr winkt ein Google Nest Hub ohne Aufpreis.

Außer dem Pixel 4 hat Google weitere Produkte vorge­stellt: Google zeigt Pixel­book Go und Nest Mini.

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