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Google führt virtuelle Kreditkarte für Google Pay ein

Google startet mit einer virtu­ellen Kredit­karte, die perspek­tivisch allen Android-Nutzern ange­boten werden soll. Dabei verfolgt Google einen anderen Ansatz als Apple mit seiner Apple Card.

Virtuelle Debit Visa von Google Virtuelle Debit Visa von Google
Foto: 9to5Google
Apple bietet mit der Apple Card in den USA bereits eine Debit-Master­card an. Nun startet Google mit einer virtu­ellen Kredit­karte, wie das Online­magazin 9to5Google berichtet. Das Angebot ist zunächst nur in den Verei­nigten Staaten verfügbar. Dem Bericht zufolge soll es aber nicht beim Angebot für ameri­kani­sche Kunden bleiben. Statt­dessen wolle Google die Option bald für alle Android-Nutzer anbieten.

Die virtu­elle Kredit­karte von Google verfolgt einen anderen Ansatz als die Apple Card. Apple will mit der "Hard­ware-Karte" Zahlungen dort ermög­lichen, wo noch keine Termi­nals für kontakt­lose Zahlungen möglich sind. Mit der Google-Karte sind wiederum nur Zahlungen mit dem Smart­phone möglich, also im statio­nären Handel, in Apps und in Online-Shops, die "Buy with Google" unter­stützen.

Außerdem ist die Google-Karte - eine Debit-Visa - dazu gedacht, um ohnehin vorhan­denes Google-Pay-Guthaben zu verbrau­chen. Dieses kann etwa durch Prämien ange­sam­melt worden sein. Außerdem ist es den Nutzern in den USA möglich, ähnlich wie bei Apple Cash Geld­beträge unter­ein­ander zu versenden, beispiels­weise um für ein Geburts­tags­geschenk oder eine Gruppen-Fahr­karte zusam­men­zulegen.

Bestel­lung über die Google-Pay-App

Virtuelle Debit Visa von Google Virtuelle Debit Visa von Google
Foto: 9to5Google
Die virtu­elle Debit Visa von Google kann über die ameri­kani­sche Version der Google-Pay-App bestellt werden. Die Anwen­dung wurde im Winter einem Relaunch unter­zogen. Die neue App-Version, die neben einem neu gestal­teten Menü auch neue Features bietet, ist bis heute in Deutsch­land nicht verfügbar.

Mit dem Update hat Google in den USA unter anderem die Möglich­keit für Nutzer einge­führt, unter­ein­ander Geld zu versenden. Ferner lassen sich Prämien-, Treue- und Rabatt­pro­gramme von Firmen und Liefer­diensten direkt inte­grieren. Dazu werden dem Kunden Statis­tiken zu seinen Ausgaben ange­zeigt, wie wir sie in Deutsch­land beispiels­weise von Samsung Pay kennen.

Die Ankün­digung, die virtu­elle Kredit­karte künftig auch außer­halb der USA anzu­bieten, könnte ein Hinweis darauf sein, dass Google sukzes­sive welt­weit die alte Pay-App durch die in den Verei­nigten Staaten bereits erhält­liche Version ersetzt. Wie schnell es die "Google Card" in Deutsch­land geben wird, lässt sich dennoch nur schwer abschätzen. Apple-Chef Tim Cook hatte die Apple Card für den deut­schen Markt schon im Herbst 2019 in Aussicht gestellt. Erhält­lich ist die Karte hier­zulande bis heute nicht.

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