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Google Pay & PayPal: Unberechtigte Abbuchungen

Wer Google Pay in Verbin­dung mit PayPal nutzt, erlebt beim Kontrol­lieren seines Konto­standes mögli­cher­weise eine böse Über­raschung.

Unberechtigte Abbuchungen Unberechtigte Abbuchungen
Foto: teltarif.de
Google Pay ist seit Sommer 2018 in Deutsch­land verfügbar. Wenige Monats später star­tete eine Koope­ration mit PayPal. Seitdem reicht ein PayPal-Konto aus, um den mobilen Bezahl­dienst am Smart­phone zu nutzen. Sieht man einmal von der nach wie vor fehlenden Smart­watch-Unter­stüt­zung ab, funk­tioniert Google Pay mit PayPal grund­sätz­lich sehr gut.

Nun berichtet der Google Watch Blog über ein Problem, das am vergan­genen Wochen­ende auftrat. Nutzer berich­teten über Abbu­chungen unter­schied­lich hoher Beträge, die zum Teil auch im vier­stel­ligen Bereich waren. Empfänger soll in den meisten Fällen die ameri­kani­sche Handels­kette Target gewesen sein. In einem Fall sei es eine Star­bucks-Filiale in unmit­telbarer Nähe eines Target-Super­markts sein.

Wie es weiter heißt, ist es völlig unklar, wer für die bis zu vier Abbu­chungen pro betrof­fenem Kunden verant­wort­lich ist. Eben­falls nicht bekannt ist, wie viele Kunden aus welchen Ländern von den unbe­rech­tigten Abrech­nungen betroffen sind. Für Anwender, die ihren PayPal-Account mit Google Pay verknüpft haben, empfiehlt es sich, den eigenen Konto­stand zu über­prüfen.

Das sagt Google

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Foto: teltarif.de
Nutzer haben sich im ersten Schritt an Google gewandt, dessen Support-Team aller­dings nur wenig machen kann. Der Platt­form-Betreiber empfiehlt betrof­fenen Kunden daher, sich an PayPal, die eigene Bank und die Polizei zu wenden, um den Sach­verhalt aufzu­klären. Aller­dings rät der Konzern auch, die Webseite mit den Geräte-Akti­vitäten für den eigenen Google-Account aufzu­rufen und dort alle Smart­phones, Tablets, Smart-TVs etc. zu entfernen, die der Kunde nicht selbst nutzt.

Google empfiehlt außerdem, die Pass­wörter für den Google- und PayPal-Account zu ändern. Denkbar wäre auch, die Verknüp­fung zwischen PayPal und Google Pay - zumin­dest vorüber­gehend - aufzu­heben. Vor allem dann, wenn man für den mobilen Bezahl­dienst noch eine andere virtu­elle Kredit­karte zur Verfü­gung hat, sollte die PayPal-Einbin­dung zumin­dest über­gangs­weise entbehr­lich sein.

Eine ähnliche Lösung wie PayPal für Google Pay bietet seit wenigen Wochen Curve für Apple Pay. Damit lassen sich belie­bige Kredit­karten in den mobilen Bezahl­dienst von Apple inte­grieren. In einer weiteren Meldung haben wir Apple Pay mit Curve auspro­biert.

Mitt­lerweile gibt es weitere Details zur Sicher­heits­lücke bei PayPal in Verbin­dung mit Google Pay.

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