Mobiles Bezahlen

Google Pay gestartet: Einheitlicher Bezahldienst für Alles

Google Pay ist als Nachfolger von Android Pay und Google Wallet gestartet. So stärkt der Konzern die eigene Marke. Unklar ist, wann der mobile Bezahldienst in Deutschland startet.
Aus Las Vegas berichtet
AAA
Teilen (18)

Google hat Änderungen bei seinen Bezahldiensten angekündigt. Damit will der Konzern offenbar in erster Linie die eigene Marke stärken. So werden Android Pay und Google Wallet zusammengelegt und bekommen den einheitlichen Markennamen Google Pay. Während Android Pay im Herbst 2015 gestartet ist, ist die Google Wallet bereits seit 2011 verfügbar. Im Gegenzug hat der Konzern 2013 Google Checkout eingestellt.

Aus Android Pay wird Google Pay
Aus Android Pay wird Google Pay
Mit der Einführung von Google Pay räumt der Konzern nun einerseits endgültig mit den unterschiedlichen Bezeichnungen für seine Bezahldienste auf. Andererseits wird auch die eigene Marke gestärkt. Schließlich wird das Google-Logo anstelle des Android-Männchens sukzessive auf den Bezahlterminals Einzug halten, an denen das Angebot offiziell zur Verfügung steht.

Sukzessive sollen auch weitere Partner hinzukommen, bei denen Kunden mit Google Pay auch online bezahlen können. Entsprechende Partnerschaften hat Google unter anderem mit Airbnb, Dice, Fandango, HungryHouse und Instacart bekanntgegeben. Keine Informationen gibt es indes zu einem möglichen Deutschland-Start des mobilen Bezahldienstes.

Warten auf Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay in Deutschland

Während Anbieter wie Wirecard mit der Marke Boon, SEQR oder auch die Deutsche Bank bereits mobiles Bezahlen mit Android-Smartphones ermöglichen und beispielsweise die VR Bank ebenfalls ein entsprechendes Angebot für 2018 angekündigt hat, geraten die Platzhirsche Apple und Google auf dem deutschen Markt ins Hintertreffen. Auch Samsung Pay ist in Deutschland - anders als in einigen anderen europäischen Ländern - noch nicht gestartet.

Olive-Garden-Aktion für Android-Pay-ZahlungenOlive-Garden-Aktion für Android-Pay-Zahlungen Warum sich gerade die großen Anbieter mit dem Start ihrer Lösungen für mobiles Bezahlen in Deutschland so schwertun, ist unklar. Einerseits gilt Deutschland als Land der Barzahler, wo selbst herkömmliche Kreditkarten eine vergleichsweise geringe Akzeptanz haben. Andererseits fehlen aber auch Angebote, mit denen man potenziellen Kunden die mobilen Lösungen, die über die NFC-Schnittstelle des Smartphones oder der Smartwatch realisiert werden, schmackhaft machen könnte.

Ganz anders ist die Situation etwa in den USA, wo Kunden beispielsweise in Restaurants mit Preisnachlässen animiert werden, Apple Pay oder Android Pay (jetzt Google Pay) zu nutzen. So offerierte dieser Tage beispielsweise Olive Garden in Las Vegas einen Rabatt von 5 Dollar, wenn der Kunde mit Android Pay zahlt und der Rechnungsbetrag über 10 Dollar beträgt.

Teilen (18)

Mehr zum Thema Mobile Payment