App-Test

App-Test: Mobiles Bezahlen bietet hohe Sicherheit vor Betrug

Angst vor Betrug muss niemand haben, der an der Super­markt-Kasse beim Bezahlen zum Smart­phone greift. Angst um seine Daten schon, sagen Experten.
AAA
Teilen (10)

Apps zum mobilen Bezahlen schützen in hohem Maße vor Betrug. Dritten sei es kaum möglich, auf Käufer­daten zuzu­greifen, weil etwa anstelle von Karten­daten nur Stell­vertre­ternum­mern über­mittelt werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Stif­tung Waren­test bei einem Vergleich von einem Dutzend Bezahl-Apps ("Finanz­test"-Ausgabe 12/19).

Verbes­serungs­bedarf gibt es den Experten zufolge aber noch beim Daten­schutz: Nutzer müssten wissen, dass sie beim Zahlen per App Infor­mationen über sich preis­geben. Bei der Mehr­zahl der Anwen­dungen liege sowohl beim Daten­sende­verhalten als auch bei den Daten­schutz­bestim­mungen "noch einiges im Argen".

App-Anbieter erfahren zu viel

Mobile Payment am Beispiel von Apple Pay mit einem iPhoneMobile Payment am Beispiel von Apple Pay mit einem iPhone Die meisten Apps sendeten Daten, die für die eigent­liche Zahlung unnötig seien - etwa den Standort des Nutzers. Der Dienst­leister erfahre auf diese Weise, in welcher Filiale einer Kette man einkauft oder in welchem Restau­rant man gegessen hat. Die Waren­tester stehen hier auf dem Stand­punkt, dass der App-Anbieter solche Infor­mationen nicht braucht.

Eine Sonder­stel­lung nehmen in diesem Zusam­menhang Anwen­dungen ein, die in erster Linie Kunden-Apps etwa von Super­markt-Ketten oder Bonus­programm-Anbie­tern sind und das Bezahlen nur als Zusatz­funk­tion anbieten. Diese Apps sammeln Daten und sollten nur von Kunden verwendet werden, denen es nichts ausmacht, ein gläserner Kunde zu sein, warnen die Waren­tester.

NFC als Basis für kontakt­loses Bezahlen

Während Zahlungen über Kunden-Apps meist mit der Eingabe von Einmal-PINs oder dem Scannen von QR-Codes an der Kasse ausge­löst werden, funk­tionieren fast alle Bezahl-Apps über die Nahfunk­tech­nologie Near Field Commu­nica­tion (NFC).

NFC-kompa­tibel sind den Angaben zufolge bereits etwa 800 000 Kassen­termi­nals in Deutsch­land. Wer die Technik nutzen möchte, muss klären, ob sein Smart­phone, seine Smart­watch oder sein Fitnessarm­band NFC-fähig ist - und ob seine Bank den gewünschten Bezahl­dienst unter­stützt.

Ohne den Umweg über Apps oder Mobil­geräte funk­tioniert kontakt­loses Bezahlen an Kassen­termi­nals übri­gens auch: In den meisten neu ausge­gebenen Bank- und Kredit­karten stecken NFC-Chips.

Mobiles Bezahlen kann sich auch im Ausland bewähren. Wie sich Google Pay und Apple Pay geschlagen haben, lesen Sie in einem Erfah­rungs­bericht.

Teilen (10)

Mehr zum Thema Stiftung Warentest